Was passiert wenn man Bienen nicht "ausbeutet"?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass solch ein Bienenvolk dann so lebt, wie Bienenvölker schon seit Urzeiten leben. Allerdings wird das Volk nicht sehr lange überleben, denn auch in der Natur sind früher jedes Jahr auch ohne Eingriffe des Menschen rund 70% aller Bienenvölker eingegangen. Heutzutage durch die Bedrohung der Bienen durch Parasiten, Insektizide und die Verarmung unserer Kulturlandschaft haben wild lebende Bienenvölker absolut keine Überlebenschance mehr. Das lässt sich unter anderem daran ersehen, dass es bei uns keine wilden Bienenvölker mehr gibt. Obwohl jedes Frühjahr viele Tausend Bienenschwärme in die freie Natur entweichen und sich irgendwo einnisten, überlebt keines dieser Völker länger als 1 Jahr. Im Gegensatz hierzu können Bienenvölker, die durch Menschen betreut werden, nahezu ewig leben. Durch imkerliche Hilfen wie die Entnahme alter infektiöser Waben, Platz schaffen im Brutraum zur Volksentwicklung und der Entnahme von Honig gedeihen Völker besser als ohne imkerliche Eingriffe. Übrigens ist Honig als Futter für die Überwinterung für Bienen deutlich ungünstiger als reiner Zucker ohne Ballaststoffe, die im Honig enthalten sind. Besonders mineralstoffreiche Waldhonige sind für Bienen als Winterfutter sehr ungünstig, so dass man seinen Bienen was gutes tut, wenn man solchen Honig entnimmt und ihnen dafür reinen Zucker gibt. Übrigens solltest Du Dich ausführlich mit der Haltung von Bienen befassen, bevor Du Dir Bienen zulegst, denn wenn Deine Bienen nicht richtig gehalten werden, gehen sie nicht nur sehr schnell ein, sondern gefährden auch alle Bienenvölker in der Umgebung. Den Veterinärämtern sind deshalb solche unbetreuten Bienenvölker ein Dorn im Auge. 

Hallo Luftkutscher!

Vielen Dann für die ausführliche Antwort!

Sie hat mir zwar meinen Traum zerstört, aber wenigstens weiß ich nun, warum ich besser auf die süßen kleinen Kerle (äh Mädchen) verzichte.

Ist halt so, alles wo der Mensch seine Finger nicht von lassen kann verändert sich und geht auf Dauer kaputt. Im Großen (Natur) wie im Kleinen (Bienen).

Nochmals vielen Dank und viele Grüße!

Madmoisele

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@Madmoisele

Wie wär es denn mit einem Insektenhotel für Solitärbienen oder Nistkästen für Hummeln oder Hornissen? Diese Tierchen benötigen im Gegensatz zu Honigbienen kaum eine Betreuung und bereichern einen Garten.    

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@Luftkutscher

Ja, gute Idee! Nochmals lieben Dank und viele Grüße. Madmoisele

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Natürlich geht das. Das würde den Bienen langfristig das Überleben sichern, denn der Honig ist die Nahrung der Bienen in schlechten Zeiten. Der Mensch raubt also der Biene die Nahrung, wenn er ihr den Honig klaut. Würde man das nicht tun, würden viel mehr Bienen den Winter überleben und auch für mehr Nachwuchs sorgen, denn den könnten sie ja dann auch "durchfüttern".

Oh, da hat wohl jemand absolut keine Ahnung von Bienen. 

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@Luftkutscher

Leute, antwortet doch nur, wenn ihr wenigstens ein Fünkchen Sachverstand habt. Antworten, die von keiner Sachkenntnis getrübt sind, helfen den Fragestellern nicht weiter. Aufgrund Deiner Antwort erkennt man, dass Du weder Biologe bist, noch sonst eine Ahnung von Honigbienen hast. Es entschließt sich meiner Kenntnis, weshalb Du deshalb auf diese Frage antwortest.   

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@Luftkutscher

Wenn der Mensch sich nicht ständig in das Bienenleben eingemischt hätte, dann könnten die Bienen sehr wohl ohne Imker leben. Das haben sie schon seit Millionen Jahren so gemacht, als es noch keine Menschen und keine Imker gab. 

Folgende Fehler der Imker haben das Bienenproblem verursacht:

- Zucht: Durch künstliche Besamung und durch Auslese wird die Vielfalt der Gene verhindert. Das schwächt ein Bienenvolk, weil es dadurch anfälliger für Krankheiten wird.

- mehrfache Ernte: Sie verhindert die natürliche Reifung des Honigs. Die Bienen sind gestresst, weil sie immer wieder neues Futter für den Vorrat sammeln müssen. Honig entsteht durch die Zugabe der Bienen von Hefen und anderen Zusätzen zum Nektar. Der Prozess wird durch das ständige Ernten jedesmal unterbrochen

- Das Erweitern: Die Imker stellen dauernd leere Zargen in die Beute. Das stört die Bienen erheblich, denn die brauchen einen ausgefüllten Raum.

- Das Ziehen der Rähmchen: stört das Raumklima in der Beute. Die Bienen müssen sich immer wieder neu orientieren und können nicht nach den Erfordernissen des Klimas in ihrer Beute bauen. 

- Durch Verwendung von Mittelwänden wird die Kommunikation in der Beute gestört. Die Bienen können nicht mehr bestimmen, wie sie bauen wollen.

- Viele Völker bedeutet: Massentierhaltung. Zu diesen Nachteilen braucht man ja wohl nichts mehr zu sagen.

- Zuckernahrung: Dass Industriezuckerwasser nicht so gehaltvoll ist wie Honig, sollte sogar dem größten Dummkopf klar sein. Die Biene braucht aber ihren Honig, weil alleine der Honig die richtige Nahrung für Bienen ist. 

- Medikamentengabe: Die Bienen sind durch die Medikamentengabe anfälliger gegen die Milben geworden. Der Imker ist ganz alleine schuld, dass sich die Varroamilben überhaupt entwickeln konnten. Früher hatten die Bienen solche Probleme gar nicht. Der Mensch ist alleine daran schuld.

Also ist deine Ansicht absoluter Blödsinn. Die Imker sind es schuld, dass die Bienen "verlernt" haben, ihr Überleben zu sichern. Die Imker manipulieren die Bienenvölker, um möglichst hohe Erträge einzufahren. Durch die Imkerei und den Raubzug an unserer Natur haben die Bienen verlernt, zu überleben. 

Menschen wie du sind es schuld, dass das Bienensterben überhaupt erst entstehen konnte. 

Ein guter Halter eines Bienenschwarms baut eine perfekte Beute, reicht den Bienen Nahrung in der Zeit, wo noch wenig Blüten vorhanden sind und sorgt im Sommer für Blütenvielfalt in seinem Garten. Und ansonsten lässt er die Bienen in Ruhe. Am Ende des Sommers kontrolliert er die Beute und richtet sie für den Winter ein. Dazu gibt es einige gute Seiten im Internet, wie man sowas macht.

Und dann kommt man auch ohne ständige "Ernte" aus!

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@User1998

Mit diesem Kommentar hast Du Dich selbst geoutet, dass Du absolut keine Ahnung von Bienen hast. Vielleicht fragst Du Dich mal, warum es bei uns keine wildlebenden Völker der Honigbiene mehr gibt und warum diese nur unter der Obhut von Imkern überleben können. Du tust gerade so, als hättest Du mehr Ahnung von Bienen wie alle Generationen von Bienenwissenschaftlern zusammen. Das Gegenteil ist aber offensichtlich der Fall.

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Nein du musst ihnen keinen Honig wegnehmen, in der Natur tut das Ja auch nicht immer jemand :D 

In der Natur ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr gross, dass Bienenvölker eingehen. Will man das, wenn man Bienen hält?

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