Was passiert wenn ich meiner Therapeutin / Psychologin meine Gefühle gestehe?

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8 Antworten

Ich finde die Antworten hier teilweise falsch und entsprechen nicht verallgemeinernd den Tatsachen. Ja, es gibt Therapeuten die die Therapie abbrechen würden SOFERN eine weitere Zusammenarbeit dadurch so beeinträchtigt ist, dass du in deinen Themen nicht mehr vorankommst. Es wird nicht so sein, dass du deine Gefühle gestehst und ratzfatz wird die Therapie abgebrochen sondern das wird besprochen. Es gibt auch andere Therapeuten die das Ziel verfolgen mit diesen Emotionen zu arbeiten, zu ergründen woher kommt das, das du dich auch selbst besser verstehen lernst.

Es gibt sehr viele Klienten, Männer wie Frauen, die sich in den Therapeuten verlieben, das ist bis zu einem gewissen Maß nicht unnormal. Da sitzt jemand der sich plötzlich für dich interessiert, auf dich eingeht und natürlich löst das was aus. Thematisieren würde ich das auf jeden Fall. Es bringt dich nämlich auch nicht voran, wie schon gesagt, wenn dich diese Verliebtheit in deinem Weiterkommen beeinträchtigt und dich vllt. dazu verleitet Themen gar nicht erst anzusprechen weil du zb gefallen möchtest.


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BOAH sag mal, wie oft willst du noch immer und immer wieder dieselbe Frage stellen?

Ich hab dir bereits eine sehr ausführliche und alle Fragen umfassende fundierte Antwort an anderer Stelle gegeben.

Und 20x dieselbe Frage leicht umformuliert zu stellen ändert an den Tatsachen nix! Und voraussagen kann dir trotzdem keiner was zu 100% passiert....

Kopie der anderen Antwort:
Es ist völlig normal, positive Gefühle für den Therapeuten zu entwickeln.

Sie ist für dich da, hört zu, ihr redet über all deine Probleme, sie gibt dir Bestätigung, Anerkennung, Verlässlichkeit, emotionale Wärme und Nähe, nimmt dich ernst und wichtig, respektiert dich und deine Grenzen, ist super-verständnisvoll und toleriert alle deine Macken. Das macht - mehr oder weniger - jeder gute Therapeut so und nennt sich therapeutische Beziehungsgestaltung.

Diese Gefühle, die Verliebtheit sehr ähneln, helfen Vertrauen aufzubauen und sich zu öffnen, so dass Probleme bearbeitet werden können. Das wissen Therapeuten und das wird auch positiv gesehen und genutzt.

Zu unterscheiden ist davon reales Verlieben, also nicht nur das positive Gefühl, sondern echtes reales Interesse an der Therapeutin als Frau, als Privat-Mensch, mit allen Macken und Fehlern. Denn privat sind die natürlich nicht 24/7 verständnisvoll und loving caring... sondern ganz normale Menschen, die auch Bedürfnisse haben, die auch erfüllt werden wollen, Macken, die man uu hasst und Vorlieben oder Abneigungen, die evtl nicht zu einem passen, Andere Interessen, Sympathien usw.

Man lernt den privaten Menschen ja gar nicht kennen in der Therapie, auch wenn jemand "viel von sich erzählt".

Zurück zum verliebt sein: auch "echte" Liebesgefühle bedeuten nicht das Ende der Therapie. Jedenfalls nicht zwangsläufig. Sollten sie jedoch behindern zb indem das nur noch Thema ist, der Patient sich nicht mehr auf die Themen konzentriert oder der Patient nichts mehr anspricht, um sich attraktiv zu machen indem er nur noch seine Schokoladenseite zeigt, dann muss es thematisiert werden.

Auch das ist nicht schlimm und nicht absolut selten. Jedoch sollte es dann schon so aufgelöst werden. Ist das unmöglich - und ERST DANN - wird sie mit dir reden und dich an einen Kollegen überweisen. Aber 100% nicht ohne es zu thematisieren und drüber zu reden.

Heikel wird es auch, wenn der Therapeut sich selbst verliebt (was aber so gut wie nie passiert, da professionell und ein hilfsbedürftiger und problembeladener Patient idr nicht ins "Beuteschema" eines Therapeuten fallen) und damit nicht mehr umgehen kann. Aber auch dann spricht er/sie das an bevor was passiert.

Was zu 100% NICHT passieren darf, ist sexuelle oder über das Professionelle hinaus gehende körperliche Kontakte sowie private Treffen. Das würde das Ende der Therapie bedeuten und wäre hochgradig übergriffig und unprofessionell. Es würde dir auch schaden, auch wenn du das jetzt vielleicht nicht so siehst.

Generell aber solltest DU deine Gefühle ansprechen. Das kommt bei jedem 4. Patienten vor, dass Gefühle ähnlich Verliebtheit vorübergehend oder länger auftauchen. Therapeuten sind den Umgang damit gewohnt, und es entlastet beide sehr, wenn es nicht mehr unausgesprochen im Raum hängt. Vor allem aber entlastet es DICH.

Auch wenn du lesbisch oder bi bist, verhält sich das nicht anders und kann ebenso angesprochen werden. Das macht keinen Unterschied.

Und ein paar persönliche Erfahrungen: ich habe einige Therapien hinter mir und für jeden meiner Therapeuten in irgendeiner Art und Weise positive Gefühle entwickelt, vorübergehend oder auch dauerhaft.

Und es hat sich fast jedes mal (zumindest zeitweise) angefühlt wie Verliebtsein, egal ob Mann oder Frau und egal welchen Alters. Aber es hat die Therapie nie behindert.

In einigen Therapien habe ich es angesprochen (wir reden sogar oft darüber, im Sinne des Therapieziels, nicht als Selbstzweck oder Problem), in manchen nicht, aber es war trotzdem mehr als offensichtlich.

Peinlich war mir das nie. Allerdings hätte ich auch mit keinem privat etwas anfangen wollen. Bin sogar sicher, niemand von denen hätte privat zu mir gepasst. Aber arbeiten konnten (können) wir gut zusammen, und darum geht es ja.
Keiner kam übrigens auf die Idee, mich wegen der Gefühle an jemand anderes zu verweisen.

Ich gehe damit so um, dass ich mir diese Gefühle einfach lasse und mich darüber freue. Ist doch was schönes, grade wenn man sich mit Vertrauen und Nähe sowieso schwer tut. Und die, bei denen das ein "offenes Geheimnis" ist, lassen mir das ebenso und behandeln mich deshalb nicht anders oder reden mir das aus.

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Seanna 16.10.2016, 16:18

Wenn das hier jeder so macht (und den meisten sind ihre Fragen wichtig) herrscht hier aber heillos Chaos! Ausserdem gibt es ja den "noch eine Antwort bitte"-Button dafür. Nutz den dazu.

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Sie wird auf jeden Fall zuhören, aber diese Gefühle zu 99 % iger Sicherheit nicht erwidern, das muss dir klar sein.

Ich hab das selbst mit 19 erlebt. Damals hab ich mich total in meine ein paar Jahre ältere Therapeutin verliebt. Ich betone das Alter, weil sie um die 6 Jahre älter war. Ich hab es ihr sofort gestanden, als ich die Gefühle merkte. Ob es gut oder nicht gut war, das habe ich vorher und auch nachher nicht abgewogen. Sie sagte mir auch auf den Kopf zu das sie mich einer anderen Therapeutin/Therapeut übergeben würde, falls das für mich nicht zumutbar ist. Ich blieb bei ihr, was nicht immer leicht war, weil man doch befangen wird. Ich hatte 1-2 x die Woche Einzelgespräch bei ihr und hab mich eigentlich mehr auf sie gefreut, als auf meine Therapiestunde. Und so eine  knappe Stunde ist auch sehr schnell vorbei. Es spielt auch keine Rolle ob man sich nun in eine Frau oder einen Mann verliebt, man hat immer die selben Wünsche und Vorstellungen. Nach ca. 2 Jahren, als ich nichts mehr mit ihr zu tun hatte, kam ich über sie hinweg. Meine Therapie ist nicht gescheitert, aber es ist wie schon erwähnt wie mit jeder unerfüllten Liebe, sie tut weh.

Was rate ich nun Dir? Das kommt ganz auf deine Stabilität an. Klar, wenn man eine Therapie macht ist man nicht völlig stabil, aber könntest du es verkraften weiter bei ihr zu bleiben? Du schreibst das du ein bissel verliebt bist. Ist wie ein bisschen Schwanger ;), aber ich weiß was du meinst. Diese Gefühle keimen gerade erst auf. Von daher würde ich dir raten den Therapeuten noch in der Frühform der Verliebtheit zu wechseln. Du kannst ihr als Begründung entweder die Wahrheit sagen, oder du sagst ihr das du mit ihr nicht zurecht kommst. Wobei ich ersteres für besser halte. Und wahrscheinlich würde sie dir das auch vorschlagen. Allerdings würdest du auch weiterhin über den Weg laufen. Es sei denn du hast ''nur'' Einzeltherapie und bist in keiner Einrichtung.

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Maria33322 16.10.2016, 19:35

Dankeschön hab nur Einzeltherapie und bin leider total verrückt nach dieser Frau.. Muss 24/7 an sie denken und freu mich mehr auf sie als auf die Stunde..
Ich würde es nicht verkraften wenn sie mich weitergeben würde weil wir seit Monaten an mir arbeiten und sie die einzige ist der ich 100 prozentig vertraue..

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Phantom15 16.10.2016, 19:39
@Maria33322

Naja, es kommt drauf an was deine Probleme sind und ob es nicht eher hinderlich ist, wenn du dich mehr auf sie als auf deine Therapie freust. Und auch das du schreibst das sie die einzige ist der du dich anvertrauen kannst macht mich nachdenklich. Verliebt sein nennt man Übertragung. Kannst du auch googeln. Sich zu verlieben ist also nicht wirklich Zauberei, sondern eigentlich eine Art Puzzlestück das einem fehlt. 

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Maria33322 16.10.2016, 19:46

Ist ziemlich kompliziert aber ich werde es nicht ansprechen.. Darf nicht riskieren dass sie mich weitergibt.. Hört sich jetzt konisch an aber sie ,, hält mich am Leben "

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Phantom15 16.10.2016, 19:48
@Maria33322

Klingt traurig. Aber eine Therapie ist auch dafür da Dinge anzusprechen.

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Maria33322 16.10.2016, 19:50

Ja ist es auch :( vielleicht mache ich ne kleine Andeutung.. Muss ja nicht gleich meine kompletten Gefühle gestehen..

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OK Du meinst in deine Psychologin verliebt zu sein und solltest Du deiner Psychologin ein entsprechendes Liebesgeständnis machen, dann wirst Du in jedem Fall deine Psychologin in eine Situation bringen, wo sie eine Entscheidung wird treffen müssen, ignorieren wird sie eine solche Situation nicht können. Mit ziemlicher Sicherheit würde deine Psychologin mit dir ein sozusagen Sondergespräch einplanen müssen und entsprechend dem was sie daraus schlussfolgern würde, wird sie dann auch eine entsprechende Entscheidung fällen sprich entweder wird sie deine Behandlung fortsetzen oder sie wird dir zu verstehen geben, das eine Fortsetzung der Behandlung unter diesen Umständen nicht mehr möglich ist.

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In der Psychotherapie gilt die Maxime, dass das Verhältnis zwischen Therapeut/in und Patient/in professionell sein muss.

Eine Therapie weiterzuführen wenn sich eine Seite verliebt hat ist aus professioneller Sicht nicht möglich. Auch sonst ist es tatsächlich für den Therapieverlauf nicht optimal.

Vermutlich wird dich deine Therapeutin an einen Kollegen bzw. eine Kollegin überweisen. Ob ihr danach privaten Kontakt habt steht nochmals auf einem anderen Blatt geschrieben.

Ich persönlich würde dies in der Therapiestunde ansprechen und fragen, wies weiter gehen soll. Natürlich mit dem Wissen, dass man auf Ablehnung stossen kann.

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Maria33322 16.10.2016, 11:22

Mit diesem Wissen werde ich das gerade nicht tun.. Sie zu verlieren wäre das schlimmste, weil ich so wieso niemanden mehr habe..

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bibi8888 16.10.2016, 11:30
@Maria33322

dann scheint dir deine Therapie nicht besonders wichtig zu sein, denn gerade die Therapie leidet, wenn andere Gefühle im Spiel sind. Die Antwort von samm1917 ist sehr gut und richtig, man muss das trennen, und was sich privat entwickeln kann oder nicht, ist eine andere Sache.

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Maria33322 16.10.2016, 11:36

Ich kann mich aber niemandem so öffnen.. Habe es schon mal mit einer anderen Therapeutin versucht die auch sehr nett war aber ich wollte da irgendwann gar nicht mehr hin.. Die Aufgaben habe ich auch nicht mehr gemacht..

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Das wäre für dich und auch deine Therapeutin sehr unproduktiv. Wenn es derart schlimm ist solltest du dir einen männlichen Therapeuten suchen.

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Das ist therapeutisch ein Problem. Eventuell wird sie Dich an einen Kollegen überweisen.

Kann auch sein das sie es mit Dir therapeutisch aufarbeitet.

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linksgewinde 16.10.2016, 11:07

Meinst du wirklich, dass Verliebte eine Therapie brauchen? Ich finde es toll verliebt zu sein und zu schwärmen. Dieses Gefühl sollte nie enden.

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zippo1970 16.10.2016, 11:10
@linksgewinde

Nein, Verliebte brauchen natürlich keine Therapie, weil sie verliebt sind. Aber wenn Du die Frage liest, wirst Du feststellen, dass die Fragestellerin in therapeutischer Behandlung ist. Warum, schreibt sie nicht.

Und wenn sie sich in einer Therapie in die Therapeutin verliebt, kann das durchaus ein therapeutisches Problem sein, und den Erfolg der Therapie beeinflussen, bzw. beeinträchtigen.

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linksgewinde 16.10.2016, 11:14
@zippo1970

Wenn sich ein Schüler/Schülerin in seinen Lehrer/Lehrerin verknallt, beeinflusst dies seine geistige Fähigkeit oder seine Noten?

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zippo1970 16.10.2016, 11:19
@linksgewinde

Das kann die Konzentration beeinträchtigen, und damit auch die Leistung.

Aber in einer Psycho Therapie ist das noch mal was anderes. Es ist sogar so, wenn ein/e Therapeut/in, persönliche Gefühle für einen Patienten entwickelt, verpflichtet sogar der Berufsethos, den Patienten abzugeben, und zu überweisen.

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Sie wird Dich vermutlich an einen Kollegen weiterleiten.

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