Was passiert wenn ich einen regeltrafo auf 230v AC Stelle ihn aber mit 250v AC einspeise?

4 Antworten

nun weiß ich zwar nicht, was du unter Regeltrafo verstehst, denn es gibt welche, bei denen mit einem Schalter die Ausgangsspannung einstellbar ist. Das ist aber in Wirklichkeit ein Stelltransformator, denn er selbst regelt nichts, das musst du selbst machen. So ein Gerät ist natürlich nicht für schnelle Spannungsänderungen geeignet.
Es gibt aber auch Regeltransformatoren, die in einem begrenzten Eingangsspannungsbereich die Ausgangsspannung nahe an den eingestellten Wert bringen.
Solche Transformatoren nutzen den nichtlinearen Bereich von Eisenkerntransformatoren zur Regelung.

Ob dein Transformator solche Spannungsschwankungen ausgleichen kann, kann man nur den technischen Daten entnehmen oder aber ausprobieren.
250V sollten er aber noch auf ca. 230V herunter regeln können.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Dann liegt Ausgangseitig auch 250V an. Ein Trafo bestimmt immer nur ein Verhältnis. Das ergibt sich aus den Windungen zu einander. Beispiel: 5 Windungen Eingang (Primär) und 10 Windungen Ausgang (Sekundär), so ist das Windugsverhältnis 1 : 2. Egal welche Spannung ich eingangsseitig anlege, sie wird sich verdoppeln. Aus 10 werden 20, aus 50 werden 100. Bei einem Stelltrafo ist das ähnlich, er funtioniert halt nur mit einer Spule, wo durch einen Stromabnehmer verschiedene Windungen abgegriffen werden. Er bestimmt das Windungsverhältnis. Erhöhe ich die Eingangspannung erhöht sich auch die Ausgangsspannung passend zum Windungverhälnis.

das gilt aber nur für den "idealen Transformator". Regeltransformatoren folgen aber nicht der U1:U2=N1:N2 -Regel. Die nutzen die nichtlineare Kennlinie des Kernmaterials.

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@guenterhalt

Danke, man lernt immer was dazu. Aber trotzdem möchte ich das noch etwas vertiefen. Wenn der Stelltrafo am 230 V Netz angeschlossen ist und Ausgangseitig auf 230 V eingestellt ist, sind beide Spannungen gleich. Dann vverändere ich die Eingangsspannung auf 250 V, belasse aber den Stromabnehmer in der gleichen Stellung, welche Spannnung liegt dann da an?

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@heilaw

ich kenne solche Regeltransformatoren aus der Zeit um 1960. Damals war die Nennspannung noch 220V. Eingangsspannungen zwischen 190V und 240V brachten da Ausgangsspannungen von 215V bis 225 V. Sie haben also Schwankungen von ca. 50V auf ca. 10V reduziert (so ich mich recht erinnere).

Die damaligen Fernsehgeräte reagierten bei Netzspannungsschwankungen stark mit Bildgrößenänderungen und Änderungen der Zeilenfrequenz.
Auf die absolute Spannung, ob 210 , 220 oder 230 kam es dabei gar nicht an, nur auf relative Konstanz.
Als Nachteil kam hinzu, dass die Ausgangsspannung nicht mehr sinusförmig war und damit auch andere Bildverzerrungen entstanden.

Heute würde man Spannungsstabilisierungen ganz anders regeln. In fast 60 Jahren hat sich nun mal viel geändert, auch in der Konstanz der Netzspannung.

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Hallo, ich glaube wir sprechen hier von 2 verschiedenen Trafos. Deshalb die Frage ist es so ein Trafo den du meinst?

 - (Elektronik, Strom)

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