Was passiert wenn eine Person stirbt, die hoch verschuldet ist?

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10 Antworten

Da gibt es unterschiedliche Varianten. Letzlich läuft es in der Regel darauf hinaus, das die Gläubiger leer ausgehen.

Zunächstmal können die Erben ausschlagen ( was auch sinnvoll ist, wenn der Erbe sicher ist, das der Nachlass überschudet ist.), dann erbt am Ende das Land, welches grundsätzlich nur bis zur Höhe des Nachlasses haftet.

Auch die Erben könnne, wenn sie nicht ausschlagen, einen Nachlassinsolvenz durchführen. War der Erblasser schon im Privatinsolvenzverfahren, geht dieses automatisch in das Nachlassinsolvenzverfahren über.

Ansonsten müssen die Erben die Insolvenz beantragen, sobald sie von der Überschuldung Kenntnis haben. Beantragen sie zu spät, haften die Erben für die Verspätung, d.h. für die Differenz gegenüber der rechtzeigien Insolvenzbeantragung.

Wird die Insolvenz mangels Masse abgelehnt, können die Erbe die Einrede der Dürftigkeit erheben.

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MrMentalist1 17.07.2016, 18:56

Vielen dank :-)!

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mit der Person gar nichts, auch Sie wird beerdigt. Die Problematik entsteht eher bei den Erben. Sie müssen das ausschlagen; per Notar oder direkt am Amtsgericht.

Für die Beerdigung kommen die nächsten Angehörigen trotzdem auf. Sofern flüssig

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MrMentalist1 16.07.2016, 21:54

Aber die jeweiligen Firmen / Staat bleiben auf ihren Kosten sitzen, da es ja keiner dann zahlt? Oder?

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peterobm 16.07.2016, 21:56
@MrMentalist1

die Firmen bleiben auf dem Schaden sitzen; der Staat nicht, da zahlt die Allgemeinheit; also auch du

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Das passiert sehr häufig. Die Erben sind Rechtsnachfolger - auch der Schulden. Wenn die Schulden das Vermögen übersteigen, wird die Erbschaft oft ausgeschlagen. Dann bleiben die Gläubiger darauf sitzen.

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MrMentalist1 17.07.2016, 00:20

Ah okay, danke :-)

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Dann werden die Erben angeschrieben und die müssen innerhalb einer Frist ggf. das Erbe ausschlagen. 

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MrMentalist1 17.07.2016, 13:32

okay, danke :-)!

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Die Erben übernehmen die Schulden, wenn alle Erben das Erbe ausschlagen oder es keine Erben gibt, übernimmt der Staat das Erbe, nicht jedoch die Schulden, die nach Veräußerung der Werte übrig sind.

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Der kluge Erbe schlägt das Erbe aus. Wer die Frist verpasst, hat Pech gehabt und ist nun hoch verschuldet.

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MrMentalist1 16.07.2016, 21:50

Also wenn sie das Erbe nicht annehmen muss es der Staat quasi zahlen?

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MrMentalist1 16.07.2016, 21:53
@TreudoofeTomate

Tut mir leid, habe es nicht gecheckt :D habe es nun verstanden, die Gläubigen sitzen dann auf ihren Kosten... ok..

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Dann haben die Erben möglicherweise ein Problem: eigentlich können sie das Erbe dann nur ausschlagen, sonst müssen sie für die Schulden aufkommen.

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MrMentalist1 17.07.2016, 13:32

Aber wenn sie das Erbe ausschlagen, nicht?

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Dann sollten die Erben das Erbe ausschlagen.

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Wenn die Erben das Erbe ausschlagen, haben die Gläubiger Pech.

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MrMentalist1 16.07.2016, 21:54

okay, danke :-)!

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Ich nehme mal an deine Frage zielt auf die Schulden ab?

Die gehen auf die Erben über, wenn sie dumm genug sind das Erbe anzunehmen. Wenn nicht, ists das gewesen, bis auf Teile die man ggf. aus dem Erbe veräußern kann.


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MrMentalist1 16.07.2016, 21:50

Also wenn sie das Erbe nicht annehmen, hat der Staat die Schulden?

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MrMentalist1 16.07.2016, 21:52
@Almalexian

Sie meinen, wenn man beim Staat die Schulden hat? Also der Gläubiger ist dann die jeweilige Firma (z.b) wo es Schulden gibt... die sitzt dann auf ihren Kosten?

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