Was passiert wenn eine Anklage vom Amtsgericht zum Landgericht verlegt wird?

5 Antworten

Es ist ein Vorteil weil es dann 3 Richter sind ,allerdings ist wenn man Verurteilt wird auch ein Nachteil weil dann , wenn es kein Berufung ist das Strafmaß von max 4 Jahren vom Amtsgericht , vom Ladergericht überschritten werden kann. Allerdings wenn man es nicht war hat man da besser Chancen weil es kein Einzelrichter mehr ist. welche manchmal auch auf Sympathie bzw. Antipathie urteilt, darf zwar laut Gesetz nicht sein , aber das ist eben die Theorie , die Praxis ist anders. Es sind auch Strafen unter 4 Jahre bzw. bis 2 Jahren mit Bewährung beim Landgericht möglich aber auch höher über 4 Jahre als beim Amtsgericht.

Verlegung vom Amtsgericht zum Langericht wahrscheinlich der Zuständigkeit wegen. Das Strafmass hat nichts mit der Art des Gerichtes zu tun, sondern ist abhängig von der Art der Tat.

Es kann tatsächlich wegen der zu erwartenden Strafhöhe sein:

Nach § 24 Abs. 1 Nr 2 GVG ist das Amtsgericht grundsätzlich in Strafsachen zuständig, wenn eine Freiheitsstrafe nicht über vier Jahre zu erwarten und nicht mit einer Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in der Sicherungsverwahrung zu rechnen ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Amtsgericht

Andererseits bedeutet das aber nicht, dass nicht auch das Landgericht niedrigere Strafen verhängen kann.

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Hier noch ein Link zum angesprochenen Paragraphen des Gerichtsverfassungsgesetzes:

http://www.gesetze-im-internet.de/gvg/__24.html

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@PatrickLassan

Zu ergänzen ist noch, daß (soweit ich mich erinnere) auch bei einem großen Umfang der Sache oder wegen deren Bedeutung eine Verweisung zum Landgericht möglich ist.

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@skyfly71

Es gibt eine ganze Reihe von Straftaten für das generell das Landgericht in erster Instanz zuständig ist, siehe §§ 74 ff GVG.

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http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=496ac9f2a78a163b64094616238f867e&nr=63212&pos=0&anz=1

Leider habe ich anstelle eines Anwalts einen Verurteilungsbegleiter gewählt. Dieser hat die Sache zum Landgericht gehen lassen. Ich bin jetzt angeklagt wegen Handel in nicht geringen Mengen mit Waffen.

Es wurden auch keine Tütchen, Waage, Geld oder Aufzeichnungen in dieser Richtung gefunden, die einzige Aussage stammt vom Hausmeister, der bei der Polizei ausgesagt hat, gesehen zu haben, das bei mir nachts'' Kunden '' im dealertypischem Takt ein und ausgehen. Alles frei erfunden... Der Mann will mich loswerden, warum weiss ich leider nicht. Hab im Wald ein paar Pflanzen gefunden und mitgenommen... deswegen die große Menge.

Ist es möglich die Anklage jetzt noch anzufechten? Müsste die Staatsanwaltschaft/Gericht solche Referenzurteile nicht kennen und dementsprechend die Anklage erst gar nicht stellen/zulassen? Immerhin ein Unterschied der wesentlich zur Strafzumessung beiträgt...mal ganz milde ausgedrückt.

Ich hatte bei Anklageerhebung, zu Beginn der Frist, meinem Veruteilungsbegleiter angerufen, ihn auf die Sache mit der räumlichen Trennung und Referenzurteil extra hingewiesen. Kann die Verhandlung auf Grund das der Anwalt trotz meiner Anweisung nichts gemacht hat noch abgewendet werden..?

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