Was passiert, wenn ein Pferd eine Kolik hat, aber es erst nach ein paar Stunden gesehen wird?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Pferd mit akuter Kolik ist in Lebensgefahr.

Viele Pferde äussern das durch gegen den Bauch treten, aufstehen und wieder hinschmeißen und das exzessiv, starkes Schwitzen, ausgeprägte Nervosität, aufgeblähter und harter Bauch und "Kummerblubbern" ein klägliches Wiehern.

Die Chance ein Pferd zu retten bei einer akuten Kolik liegt auch in der Hand des Menschen:

  • zusehen, dass das Pferd nicht liegen bleibt
  • langsame und stete Bewegung in Form von Führen
  • um das Hinschmeißen zu unterbinden darf man ausnahmsweise auch mal eine Gerte zu Hilfe nehmen oder einen Strick, um ein Pferd vorwärts zu treiben, weil´s hier einfach auch mal Spitz auf Knopf stehen kann.
  • ggf. eine zweite Person holen, die während des Führens das Pferd mit Stroh von vorne nach hinten abreibt, denn das erhöht sie Durchblutung und kann im Glücksfall sogar Gase lösen. Ausserdem ist man zu zweit weniger allein ;-)
  • nichts zu fressen und nichts zu saufen geben! Wenn der TA kommt, muss er sonst erst den Magen auspumpen, bevor er helfen kann und ggf eine Magensonde legt.
  • Wenn es geht, für den TA eine Liste erstellen, was das Pferd konkret gefressen hat und was es evtl für Medikamente einnimmt derzeit, das erleichtert oftmals eine schnelle Diagnose.
  • Immer auch auf sich selbst aufpassen. Es ist niemandem geholfen, wenn man selbst in Panik ausbricht und vor lauter Hektik von einem Pferd niedergerissen wird und man selbst verletzt wird.


Und ja, Pferde sterben nicht einfach bei einer Kolik, sie verrecken elendig, denn so ein qualvoller Todeskampf kann zwischen 30 Minuten und 2 Stunden einher gehen. 

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Sehr schöne Antwort :-)

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@veronicapaco

Ja, schon kompetente Antwort, aber heute gilt nicht mehr, dass man das Hinlegen verhindert. Davon hat man sich Ende der 90er, Anfang der 2000er verabschiedet, denn sie können beim Wälzen oftmals das Problem lösen. In Aschheim hat man einen "Wälztisch", hat mir die Besitzerin eines Kolikpatienten mal erzählt. Da wurde ihr Pferd drauf geschnallt und zwangsgewälzt, weil es sich selbst nicht gewälzt hat, egal, was man ihm angeboten hatte. Wichtig ist aber, dass sie sich nicht dort hinlegen, wo sie festliegen könnten, weil lange liegen bleiben würde den Kreislauf zu sehr strapazieren und der ist ja eh schon an seiner Grenze. Deshalb raus aus engen Räumlichkeiten, in die Mitte einer Reitbahn oder so, wo Platz ist, wo es weich ist, zum Wälzen einlädt und dann eben wieder zum Aufstehen zwingen, dass sie sich wieder bewegen, der Kreislauf so stabil wie möglich bleibt.

UND: Nicht JEDE Kolik führt zum Tod. Von manchen können sich die Pferde auch selbst erholen. Die Frage war ja, ob es immer unweigerlich stirbt, wenn es nicht entdeckt wird. Hat es das Glück, eine Kolik zu haben, von der es sich ohne fremde Hilfe erholen kann, dann nicht. Allerdings ist für den Laien die Unterscheidung schwierig und ich möchte hier jetzt keinen Prozentsatz benennen, da die Häufigkeit des Auftretens von Koliken auch viel von den Umgebungsbedingungen abhängt. Pferde, die Kraftfutter gar nicht oder nur in kleinen Portionen (z.B. durch Futterautomaten) erhalten, haben beispielsweise ein sehr viel geringeres Kolikrisiko als welche, die auf einen Schlag 1 kg bekommen, um mal nur einen Faktor zu nennen.

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Mein Tierarzt meinte, dass Pferde am besten wissen was für sie gerade richtig ist also ob es gehen muss oder sich hinlegen. Das tut das Pferd dann in der Regel auch ausser der Platzangel im Stall oder sonstiges verhindert dies. Ist es eine schwerwiegende Kolik und diese wird nicht möglichst bald erkannt stirbt das Pferd. Umso schneller du es erkennst desto höher die Chance dass der Tierarzt rechtzeitig helfen kann und es dem Pferd bald weder besser geht.

Es kommt auf die Kolik an, aber ja, meist ist die Überlebensrate geringer. Das  Zeitfenster, wo man mit Erfolg behandeln kann, ist oft nur klein.

DAs Pferd meiner Freundin ist an Kolik gestorben. Die Stute ist morgens krank gefunden worden. Sie ist sofort in die KLinik gefahren worden, aber es hatte keinen Zweck mehr.

Allerdings war das Pferd zu dem Zeitpunkt auch bereits 28.

Aber klar. Es ist schon gut, wenn ein Pferd sehr schnell gefunden und behandelt wird. Das ist sicher auch ein Grund, warum der behandelnde TA dem Besitzer einschärft, auch nachts nach dem Tier zu gucken.

Meine Stute hatte mal eine Minikolik, die ich nur bemerkte,weil ich mein Pferd sehr gut kenne. Sie guckte "komisch" und flehmte ein paar Mal leicht. Mehr war nicht. Normalerweise hätte man abwarten können, aber da es 18 Uhr war, war es mir zu gefährlich. Ich rief also die TÄ an. Als die kam, war die Kolik - rossebedingt - auch schon wieder vorbei. Trotzdem habe ich in der Nacht noch zweimal nachgeguckt.


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Aber zu was würdet ihr mir raten? Was hilft am besten und tut gut? Einfaches Mash? Oder eher was anderes?

Wenn ihr wisst wo ich sowas kriegen kann (also eure Vorschläge), könnt ihr die adressen gerne mit dazu schreiben! =)

LG und danke =)

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