Was passiert, wenn ein Mensch von einem tollwütigem Hund gebissen wird?

5 Antworten

Dann sollte man schnellstens zum Arzt in Behandlung gehen. Der Tod tritt nach Ausbruch in jedem Fall ein, meist im Koma durch Atemstillstand, maximal 1 Woche nach Auftreten der ersten Beschwerden. Jeder Tollwut-Verdachtsfall gehört daher sofort in ärztliche Behandlung!

Sind Viren durch eine Bisswunde eingetreten, wandern diese entlang der Nervenbahnen bis zum Gehirn und führen dort zu einer Entzündung der Nervenzellen. Vom Gehirn aus verbreitet sich das Virus wiederum in die Körperorgane, z. B. in die Speicheldrüse und die Nieren. Das Besondere an einer Tollwuterkrankung ist, dass sie, wenn einmal die typischen Symptome ausgebrochen sind, nicht mehr heilbar ist und tödlich verläuft.

Während der Inkubationszeit kann das Virus nicht nachgewiesen werden. Deshalb ist es sehr wichtig zu wissen, ob das Tier, das den Patienten gebissen hat, an Tollwut erkrankt war. Ein Tier, welches selbst keine Symptome zeigt, sollte isoliert und 10 Tage beobachtet werden. Wenn das Tier dann gesund ist, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass es zum Zeitpunkt des Bisses nicht infiziert war. Besteht nach einem Biss eines Tieres, das nicht eingefangen und beobachtet werden kann (z. B. Wildtiere), Tollwutverdacht, muss prophylaktisch (vorbeugend) gegen Tollwut geimpft werden, da nach Ausbruch von Tollwutsymptomen die Krankheit im Regelfall nicht mehr heilbar ist. Die Behandlung umfasst die Milderung der spezifischen Symptome, dazu gehören Medikamente zur Ruhigstellung der Patienten, Ernährung durch eine Magensonde und eventuell künstliche Beatmung. Der Patient sollte vor allen unnötigen Reizen geschützt werden, er braucht z. B. abgedunkelte Räume und völlige Ruhe. Da der Patient die Erkrankung bei vollem Bewusstsein erlebt, werden auch Medikamente zur Linderung der Schmerz- und Angstzustände eingesetzt. Pflegende Personen sollten Schutzkleidung tragen, einschließlich Schutzbrillen und Gesichtsmasken, da der Speichel der Patienten infektiös ist. Die Krankheit verläuft bei Menschen und Tieren im Prinzip gleich. Typisch bei Tieren ist die auffällige Verhaltensänderung, wilde Tiere verlieren die Scheu vor den Menschen und zahme Haustiere werden aggressiv. In der medizinischen Literatur wird von einigen wenigen Einzelfällen berichtet, in denen ein Patient durch eine konsequente Intensivtherapie von einer Tollwut genesen sei.

Die Tollwutimpfung nach einem Biss eines mutmaßlich tollwütigen Tieres besteht aus einer sogenannten passiven und einer aktiven Impfung. Bei der passiven Impfung werden bereits vorgefertigte Antikörper gegen Tollwutviren gegeben, bei der aktiven Impfung werden die Antikörper im Körper des Patienten selbst gebildet. Eine aktive Impfung besteht aus einer Serie von 5 Einzelinjektionen und ist recht gut verträglich. Bei geringen Nebenwirkungen sollte die Impfserie fortgeführt werden. Seltene, schwere Impfreaktionen können im Einzelfall dazu führen, dass die Impfung abgebrochen werden muss.

Dann bekommt Er mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Tollwut. Hilfe durch rechtzeitige Impfung gegen Tollwut.

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