Was passiert, wenn ein Mensch vergangene Beziehungen nur mit Wut verarbeitet?

13 Antworten

Zum Fragesteller: Du hast das Wichtigste bereits gelernt: Du schreibst selber "Halt normale Beziehungen mit Auseinandersetzungen" ;-)

Die "Hasser" schaden sich selbst am meisten. Am Anfang einer Trennung sind Gefühle von Wut und Enttäuschung verständlich. Diese wollen aufgearbeitet werden, indem man auch bereit ist, eigene begangene Fehler zu akzeptieren. So wird es mit der Zeit möglich, die alte Beziehung als wichtigen Lernprozess zu sehen.

Für mich ist das verletzte Eitelkeit und das er nicht damit klar kommt wenn jemand nicht macht was er will und der nicht akzeptiert das der andere sich weiter entwickelt.
Wenn er hasst dann doch nur die Vorstellung das da jemand ist der nicht so ist wie er sich das gedacht hat und der es nicht kapiert das die andere Person ein eigenständiger Mensch ist. Viele vergessen das der Partner ein eigenes Individuum ist und denken (grade Männer bei Frauen) das sie ihm gehört. Und wenn der Partner dann etwas macht was er nicht wollte und feststellt das der andere denken kann, dann fangen sie an die andere Person für alles die Verantwortung zuzuschieben. Es ist leichter den anderen zu hassen, als sich zu fragen was dazu geführt hat. Dann müsste sich der Hassende ja selbst beschuldigen und das geht in deren Augen nicht. Meistens sind solche Menschen sehr manipulativ und verstehen nicht warum es nicht geklappt hat. Sie wollen den anderen nach den eigenen Vorstellungen formen und hassen das eigene Scheitern und übertragen es dann einfach.

Kindisch, selbstgefällig und unterentwickelt nenne ich das . Mit sowas will ich nix zu tun haben.

Natürlich ist es verständlich, dass man vielleicht in der Anfangszeit nach der Trennung noch Hassgefühle für den Ex empfindet, wenn z.B. die Trennung hässlich war. Wenn aber weder in der Beziehung noch am Ende etwas vorgefallen ist, hat die Person eindeutig ein Problem, einzusehen, dass immer zwei Personen zu einer Trennung beitragen. Wie man es aushält, Hass über Jahre hinweg zu schüren, kann ich nicht verstehen.

Ich hatte auch schon hässliche Beziehungen. Jemanden aber richtig zu hassen, ist kräfte- und nervenzehrend. Und das ist es mir nicht Wert. Eine Gleichgültigkeit dem Geschehenen gegenüber zu entwickeln ist um einiges besser - vor allem für sich selbst.

Das klingt für mich nach wenig Selbstvertrauen.
Psychologisch stimmt das, mit Wut und auch Hass überwindet man den Trennungsschmerz am besten.

Aber irgendwann sollte das nachlassen, sonst wird es krankhaft.

Es ist aber kein Gesetz, dass man nach einer bestimmten Zeit den Ex-Partnern 'neutral' gegenüberstehen muss.
Man muss sie ja nicht mehr mögen, bloß andauernde Wut deutet darauf hin, dass man noch nicht darüber hinweg ist.
Und das macht es nicht wirklich besser.

Es soll ja Menschen geben, die in Freundschaft auseinander gehen.
Das hat bei mir und meinen Ex-Freundinnen nie funktioniert.

Ich möchte sie ehrlich gesagt auch nicht mehr sehen, Freundschaften sind da nicht möglich.
Aber Wut und Hass zerfrisst einen irgendwann, und da konzentriere ich mich lieber auf die Menschen, die es wirklich verdient haben.

Je nachdem wie die Expartner einen behandelt haben, ist es in manchen Fällen verständlich, dass sich Hassgefühle entwickelt haben. Ist ihre Entscheidung wenn sie die hassen will. Ich würde aber versuchen die doch größtenteils aus meinem Kopf zu verbannen.

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