was passiert wenn die euro-rettung scheitert?

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12 Antworten

Das Problem der Darstellung liegt bereits in den verwendeten Begriffen, die im privaten Bereich eine ganz andere Bedeutung haben als im Bereich von Staaten. Im privaten Bereich bedeutet Schulden, dass man mehr ausgibt, als das Einkommen hergibt. Durch Zurückfahren der Ausgaben kann man das Problem mehr oder weniger einfach lösen. Bei Staaten liegt die Sache anders. Nehmen wir Italien.

Kein Anleger hat mit der Investition in italienische Staatspapiere ein Problem, wenn das Wachstum der italienischen Wirtschaft schneller zunimmt als die Zunahme der Staatsverpflichtungen. Denn damit steigt das Potential, die Verpflichtungen zu bedienen, schneller als die Verpflichtungen selbst. Wenn aber, wie in Italien, sich der Staat gesetzlich festgelegt hat, 80% des letzten Gehalts als Rente zu zahlen und das bereits ab dem Alter von 55 Jahren, dann rennen den Italienern bei der aktuellen Alterspyramide die Zahlungsverpflichtungen schneller davon als die Wirtschaft je wachsen kann. Da hilft kein SPAREN im normalen Wortverständnis. Da müssen Rechtsverhältnisse wieder an die Realität angeglichen werden. Dagegen laufen dann z.B. die Gewerkschaften Sturm, sodass das gar nicht so einfach ist (siehe Frankreich).

Das Problem bei fast allen EURO-Staaten ist nicht, dass sie mal eben nur über die Verhältnisse leben, sondern dass jeder andere massive Verwerfungen der Wirtschaftsstruktur hat, die nur mit drastischen Korrekturen wieder ins Lot gebracht werden können, wenn die daraus entstehenden Verpflichtungen nicht schneller davon laufen sollen, als die Wirtschaft wachsen kann. Ein Land, das mit seinen Einnahmen nur 500 Beamte bezahlen kann, aber 1.000 in Lohn und Brot hat, kommt nie auf einen grünen Zweig, wenn es dieses Missverhältnis nicht in Ordnung bringt. Entweder muss es Beamte entlassen oder die Einnahmen steigern. Wenn sich jedoch wie in Griechenland superreiche Bürger mit Hilfe korrupter Beamter der Steuer massiv entziehen, hat bei mir als fleißigem Steuerzahler das Mitleid seine Grenzen.

Der EURO hat dazu geführt und erst recht EUROBONDS führen dazu, dass "Sünderstaaten" sich durch die Gesamtleistungsfähigkeit des EURO-Raums leichter, länger und mehr verschulden können, als sie es auf sich allein gestellt je gekonnt hätten. Banken und andere Geldgeber verlassen sich darauf, dass andere wirtschaftsstarke Länder die Schulden übernehmen, was jetzt ja auch geschieht. Kurzfristig steigen sogar deren Zinseinnahmen, warum sie Hurra schreien und bei uns in Deutschland die Steuern und Abgaben.

Altkanzler Schmidt und die SPD meinen, dass wir, weil wir den Krieg verloren haben, dazu verpflichtet sind und weil wir Deutschen am meisten vom EURO profitiert hätten. Ich sehe nur, dass sich seit Einführung des EURO die Preise verdoppelt haben und mein Gehalt inzwischen nur noch die Hälfte wert ist. Steuern und Abgaben steigen. Ich habe da ehrlich ein Problem, mich als Gewinner zu empfinden. Vielleicht ist bei Schmidt und den SPD-Bossen das Gehalt schneller gestiegen als die Preise. Was da vertuscht werden soll ist, dass - auch in Verantwortung der SPD - Europa und der EURO einen Geburtsfehler haben, der schnellstens korrigiert werden muss. Ob Frau Merkel das schafft, wünschen wir ihr und uns Glück. Für den Gegenwind aus der SPD habe ich jedenfalls kein Verständnis. Für die gibt es Solidarität offensichtlich nur als Einbahnstraße. Die reden gern werbewirksam von HEUSCHRECKEN und heimlich füttern sie diese.

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Das die sogenannte Entschärfung mit derlei Ankündigungen und Beschlüssen nicht funktioniert, ist doch ganz offensichtlich. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, handelt es sich nur um mehr oder weniger leere Versprechungen für deren Einhaltung niemand garantieren kann. Wirklich handlungsfähig scheint keiner der Akteure mehr zu sein und das zeigen auch die aktuellen Entwicklungen. Die Ratingagentur hat Standard and Poor hat gestern verlautbaren lassen auch die Bonität Deutschlands und Frankreichs erneut "prüfen zu wollen". Fällt diese Prüfung wie angekündigt negativ aus werden wohl alle getroffenen Beschlüsse mal wieder Null und nichtig sein...

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Nichts weiter.

Der Euro wird nach wie vor existieren, auch wenn er etwas an seinem Wert einbüßt. Der EZB wird nichts anderes übrig bleiben, als die Notenpresse anzuwerfen, so dass wir eine satte Inflation von knapp 6% bekommen.

Das ist halt das Ergebnis, wenn man so diletanitsch wie Frau Merkel agiert, die ein Jahr lang nichts getan hat um die Ursachen zu bekämpfen. Dieses eine Jahr Bedenkzeit von Frau Merkel hat den deutschen Steuerzahler 661.000.000.000,00 Euro gekostet. Denn schon vor einem Jahr war klar was getan werden musste. Nur Frau Merkel war geistig und politisch noch nicht so weit. Jetzt handelt sie auf den letzten Drücker und hofft, dass die anderen Europäischen Staaten, die sie vorher gelehrmeistert und beleidigt hat, sie nicht hängen lassen. Dümmer und schlimmer geht´s nimmer.

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Diese Frage lässt sich hier mit ein paar Sätzen nicht beantworten. Zunächst aber ist festzuhalten, dass Deutschland mit einer zusätzlichen Neuverschuldung von 4 Milliarden in/für 2012 ein gewaltiges Eigentor geschossen hat. Denn damit kann Frau Merkel kein anderes Land mehr zu Disziplin zwingen.

Rest ist ein "Machtkampf" zischen Frankreich und Deutschland und England schiesst dazwischen und das alles um vorrangig die französischen Banken zu schützen und den Kapitalmarkt Englands nicht zu behindern. England lebt überwiegend vom Kapitalmarkt, da soviel wie keine wirklich relevante Industrie mehr vorhanden ist.

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Dann gibt es die D-Markt zurück und alles ist gut ;-) Dann hat die Heirat mit der EU net geklappt und alle EU Abgeordnete gehen zum Arbeitsamt

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Kommentar von Oberrheingraben
06.12.2011, 11:20

Schön wärs. Aber wenigstens haben wir dann wieder die DM, seit dem Euro gehts allen schlechter.

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Wenn am Donnerstag in Brüssel keine guten Ergebnisse herauskommen, dann geht es bergab, möglicherweise schnell. Dann gehen Banken pleite und es gibt eine weltweite Wirtschaftskrise. Aber ich glaube nicht, dass man den Karren einfach so laufen läßt. Man wird die EU in den Griff bekommen. Notfalls werden verschiedenen Eurozonen eingerichtet.

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Kommentar von nigela
06.12.2011, 10:21

Das hat doch schon lange nichts mehr mit EU zu tun. Das ist Bankengewschedder und Finanzgedönse.

Interessiert sich denn die EU wirklich, was der Spanier, der Grieche oder der Deutsche möchte? Nein! Es geht einzig und allein um Geld. Geld, Geld, Geld,.......

Auch Deutschland soll von S&P herabgestuft werden. Sowas aber auch.....

Wo sind denn die vielen Milliarden Euro Schulden? WEr hat sie denn? Also, wenn die Länder so viele Schulden haben, dann hat irgendjemand anders ganz schön viel Guthaben.

alles gute

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Vielleicht bekommen wir unsere DM wieder, dann besteht die Aussicht darauf daß es uns bald wieder besser geht.

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Kommentar von Reservist
06.12.2011, 10:51

Fein BILD gelesen.

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auf dauer kann die flickschusterei nicht gutgehen -- deutschland wird wieder mal zahlmeister werden

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Kommentar von emily2001
06.12.2011, 11:49

Ist schon der Fall sowieso !

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Kommentar von Immofachwirt
06.12.2011, 13:32

Deutschland war, ist und wird immer Zahlmeister sein, weil wir auch am meisten profitieren.

Wenn die Alliierten nach dem Krieg so argumentiert hätten, dann könnten wir uns heute mit Albanien messen. Denn trotzdem wir Nettozahler sind, sind wir zur wirtschaftlich stärksten Nation Europas geworden. Das wäre nicht der Fall, wenn wir Deiner Argumentation gefolgt wären.

Lediglich mit der Flickschusterei gebe ich dir vollkommen recht.

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Bild-Zeitungsleser bekommen das eh erst Jahre später überhaupt mit.

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Dann wird die BILD-Zeitung teurer!

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ZOMFG Na wenn das die Bild schreibt. Wie war das Tittenmädchen heute?

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Hallo,

wir gehen alle baden !

Gruß, Emmy

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