Was passiert wenn der Amazonas in ein paar Jahren komplett verschwunden ist?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Katasrophe de luxè😰 89%
Er wird nicht verschwinden 11%
Nichts 0%

5 Antworten

Katasrophe de luxè😰

Weltweit gesehen ist das die schlimmste Katastrophe die überhaupt geschehen kann. Rufe dir mal Google Maps auf und schau dir Australien an. Das Land ist fast komplett eine Wüste. Nur im Norden und an der Ostküste ist es ein wenig grün. Die Wolken kommen von Osten und schaffen es nur ein paar hundert Kilometer in das Landesinnere hinein. Dann regnen sie ab und das Wasser fließt in einen Fluss und von dort aus ins Meer.

Bleibe mal auf dem Breitengrad und fahre um die Erde herum nach Südafrika. Dort siehst du genau das gleiche Bild. Die Ostküste ist ein wenig grün und das Landesinnere ist trocken. Wenn du jetzt auf dem gleichen Breitengrad nach Südamerika fährst, siehst du ein ganz anderes Bild. Dort ist das Land grün.

In Südamerika können die Wolken keinen Regen vom Pazifik bringen, denn dort stehen die Anden. Also kommen die Wolken auch dort von Osten, vom Atlantik. Sie bringen eine Menge Wasser und das regnet über dem Regenwald ab. Dort fließt es aber nicht in den nächsten Fluss wie in Australien oder Südafrika. Stattdessen wird es von den vielen Bäumen aufgenommen und immer wieder verdunstet. Jeden Tag entstehen dort neue Wolken die mit dem Wind weiter nach Westen getragen werden. Jeder Tropfen verdunstet dort 7 bis 9 Mal bevor er in einem Fluss landet. So gelangt das Wasser bis an die Anden. Dort geht es aber nicht mehr weiter. Die Wolken müssen an den Bergen nach Norden und Süden ausweichen. Nur aus diesem Grund ist ganz Südamerika grün. Nur weil am Amazonas der Regenwald steht und weil es die Anden gibt, können die Bauern im Süden etwas ernten. Rodet man diesen Wald vollständig, können die Wolken vom Atlantik nur noch wenige hundert Kilometer in das Landesinnere vordringen, genau wie in Australien und in Südafrika. Das Wasser verdunstet dann nicht immer wieder aufs neue, sondern landet sofort in einem Fluss. So trocknet ganz Südamerika aus und wird zu einer Wüste genau wie Australien. Die Leute wissen es nicht, aber sie sägen an dem Ast auf dem sie sitzen.

Ist der Wald erst einmal weg, wird die dünne Humusschicht weg gespült. Übrig bleiben nur Steine und Geröll. Dort wächst dann gar nichts mehr. Ansehen kann man sich das bereits heute im Sertão, im Nordosten von Brasilien. Dort dehnt sich die Wüste bereits heute immer weiter aus. Noch vor wenigen Jahren war im Sertão Landwirtschaft großflächig möglich. Das gehört bereits der Vergangenheit an. Landwirtschaft ist nur noch an wenigen Stellen möglich.

Diese Trockenheit wird sich auf ganz Südamerika ausdehnen wenn der Regenwald verschwindet. Das Land wird ebenso trocken werden wie Australien. Wenn es doch einmal regnet, dann wird das Wasser den Boden nicht mehr erreichen. Es wird noch in der Luft verdunsten, weil die Bäume den Boden nicht mehr kühlen.

Weltweit wird das die schlimmste Katastrophe, die wir uns vorstellen können. Denn der Regenwald ist so etwas wie ein Anker für unser Klima. Wenn es dort aber keinen Wald mehr gibt, sondern nur noch heiße Wüste, dann muss diese Hitze irgendwo hin. Sie kann vom Äquator nur nach Norden und Süden ausweichen. Das heißt, sie wird auch uns erreichen. Wenn wir von dieser Hitze getroffen werden, dann kann man sich die schrecklichen Folgen kaum vorstellen. Landwirtschaft wird dann auch in unseren Breiten reine Glücksache. Diese Hitze wird sich natürlich auch auf die Pole auswirken. Grönland und die Antarktis werden noch einmal deutlich schneller abschmelzen. Kurz, es wird die Hölle, wenn der Regenwald nicht mehr da ist.

Schon heute sind 35% der Lanflächen reine Wüsten

1
@Menydous

Ist der Regenwald erst einmal weg, wird das noch sehr viel mehr.

1
Katasrophe de luxè😰

Zur Zeit läuft die schlimmste Umweltkatastrophe durch das Abholzen und Abbrennen der Regenwälder ab. Diese Wälder und überhaupt Wälder sind unsere "Lungen". Hinzu kommt die Klimaerwärmung (aus welchen Gründen auch immer) und sorgt dafür, dass u.a. das gesamte südamerikanische Areal, das Regenwald ist und war, kaputt geht, und zwar durch die Sandstürme, die von den afrikanischen Wüsten über den gesamten Atlantik auf den südamerikanischen Kontinent getragen werden. Der Sand setzt sich dort im Waldboden und auf den bisherigen und durch Abholzung neu geschaffenen Weide- und Ackerflächen ab, auch durch die ungehinderte Sonneneinstrahlung, und bringt den im Boden vorhandenen Organismus zum Absterben. Auf diesen neu geschaffenen Flächen werden 2 ha Weidefläche für 2 Rinder benötigt. Nun kannst du hochrechnen, wie viel Fläche 100 oder 1000 Rinder benötigen und wie viel ha dafür (brand-)gerodet werden müssen. Diese Sandstürme überwinden sogar die Anden, so dass sich der Sand auch an der Westküste Südamerikas niederschlägt. Es ist also absehbar, dass uns Menschen weltweit die Lebensgrundlage in vieler Hinsicht genommen wird, vor allen Dingen durch eigenes Verschulden. Wir rennen sehenden Auges in unser Verderben.

Über diesen Link kannst du täglich die Entwicklung der Regenwaldfeuer beobachten. Jeder Punkt ist ein Brandherd, und es gibt täglich Veränderungen:

https://luciovilla.users.earthengine.app/view/monitoring-amazon-fires

Fotos von Markus Mauthe/Greenpeace:

Boden nach Rodung:

Durch Rodung geschaffene Weidefläche (1 Baum haben sie stehen gelassen!)

 - (Klimawandel, Apokalypse, Amazonas)  - (Klimawandel, Apokalypse, Amazonas)

Und wenn ich höre das in Australien schon wieder die schlimme Hitze los geht....😰 , als ich die Bilder 2019 Dezember von den überhitzen Koalas gesehen habe musste ich weinen

0
Katasrophe de luxè😰

Dann geht der Klimawandel durch die Decke . Ich sage es nicht gerne, aber auch wir hier in Deutschland wirken daran kräftig mit. In Brasilien werden die Regenwäler vor allem niedergebrannt, um Weideflächen für Rinder und Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter zu schaffen. Davon findet nicht wenig den Weg nach Deutschland.

"Im Jahr 2019 wurden rund 46.942 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) aus Brasilien auf den deutschen Markt importiert."

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/693191/umfrage/import-von-fleisch-aus-brasilien-in-deutschland/

"Wie der Urwald für deutsches Fleisch gerodet wird - In Südamerika werden Tausende Hektar Urwald gerodet, ein einzigartiges Ökosystem ist bedroht. Unternehmen schaffen dort riesige Flächen für den Anbau von Sojabohnen - vor allem für deutsche Fleischproduzenten."

https://www.spiegel.de/wirtschaft/sojaanbau-in-suedamerika-entwaldung-fuer-deutsches-tierfutter-a-1199151.html

"Soja in deutschen Ställen - 8.900 Lkw-Ladungen Futter, so viel fressen deutsche Hühner, Schweine, Rinder und andere Nutztiere – und zwar jeden Tag. Das hat der Deutsche Verband Tiernahrung ausgerechnet."

https://www.deutschlandfunk.de/tierfutter-soja-in-deutschen-staellen.697.de.html?dram:article_id=306604

Wenn man also in Deutschland Fleisch kauft ist die Wahrscheinlichkeit nicht so gering, dass man dafür bezahlt, dass in Brasilien der Regenwald niedergebrannt wird.

So ein großer Fluss verschwindet nicht in ein paar Jahren.

Regenwald !

1

Was möchtest Du wissen?