Was passiert wenn beim Kfz-Leasing der errechnete Restwert nicht erreicht wird?

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6 Antworten

Generell ist es so das die Restwertdifferenz von dem LN bezahlt werden muss. Es gibt jedoch bei bestimmte Händler eine Restwertgarantie, ist der Restwert in diesem Fall zu niedrig muss der Händler einen Antrag beim Hersteller stellen und es gibt dann 70 % der Differenz. Probleme bei der Rückgabe gibt es erfahrungsgemäß erst, wenn das Fahrzeug wirklich in einem schlechten Zustand ist, oder der Kunde kein Auto mehr beim Händler kaufen will. In den meisten Fällen sind die Verkäufer ja darauf aus, wieder ein Geschäft mit dem Kunden zu machen, denn er lebt von Stammkunden!!!

Bei einem guten seriösen Autohändler kann das Nachzahlen eigentlich nicht passieren. Es sei denn, der Restwert wurde bei Beginn viel zu hoch angesetzt. Wird manchmal gerne gemacht um die Leasingraten kleiner zu halten. Du hast nach Ablauf der Leasingzeit die Möglichkeit das Fahrzeug zum vereinbarten Restwert zu kaufen. Dann wird auch nichts begutachtet. Sollte doch mal ein Mehrwert raus kommen, bekommst Du je nach Leasinggesellschaft ca. 75 % vom Differenzbetrag zurück erstattet. Wenn Du das Fahrzeug nur als Privatperson nutzt, solltest Du Dir ein vernünftiges Finanzierungsangebot von Deinem Händler machen lassen und nicht leasen.

Nicht jede Leasinggeselschaft bietet in Ihren Verträgen an, dass der Lesingnehmer verlangen kann, das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert zu erhalten. Und wenn dann der tatsächliche Wert noch recht hoch ist, verkauft der Leasinggeber lieber teurer an einen Dritten.

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@vollyhn

Dann warst Du aber bisher bei komischen Leasinggesellschaften. Die ALD, AKB (jetzt Santander), Honda Bank, Toyota Leasing und auch die BDK sind da sehr flexibel.

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Ich habe 19 Jahre lang immer beim gleichen Händler ein Fahrzeug geleast. Die Rückgabe war immer unproblematisch - bis ich entschieden habe, die Marke zu wechslen, weil ich bei der bisherigen Marke kein passendes Fahrzeug mehr gefunden habe. Da war es dann plötzlich ein Thema, dass ein vier Jahre altes Fahrzeug, dann doch einen (!) kleinen Steinschlag auf der Motorhaube und einen Kratzer an der Felge hatte. Das fiel dann nicht mehr unter den sog. normalen Verschleiß.

Der Gutachter meinte dann zwar, dass das Auto in einem Top-Zustand sei und er selten so ein gepflegtes Fahrzeug begutachten müsste, aber geändert hat das auch nichts. Ich musste bezahlen ...

Ich habe das Privat-Leasing immer bevorzugt, weil ich mich bei einem Fahrzeugwechsel nicht mit dem Verkauf des alten Autos beschäftigen musste. Und bis auf die unangenehme Erfahrung beim Hersteller-Wechsel bin ich damit auch immer gut gefahren. Ich hatte auch mein jetziges Fahrzeug wieder geleast und jetzt erstmals nach Ablauf der Leasingzeit übernommen.

Dann empfehle ich Dir eine 3-Wege-Finanzierung als Alternative. Also Anzahlung, Raten, Schlußrate. Am Schluß kannst Du dann wählen, ob Du die Schlußrate bezahlst, weiterfinanzierst oder das Auto zurückgibst.

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@Hunley

Danke! Diese Variante hatte ich bei meinem jetzigen fahrbaren Untersatz. Es war mir nur zu umständlich, das alles aufzuschreiben, weil es an der grundsätzlichen Antwort zum Leasing nichts ändert.

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Die Differenz zwischen "kalkuliertem Restwert" und dem tatsächlichen Restwert/Verkehrswert muss der Leasingnehmer bezahlen. Einen Mehrwert bekommt er allerdings nicht heraus. Problematischer wird die Sache noch dadurch, dass die Ermittlung des Verkehrswertes nach der Leasingzeit durch den Leasinggeber und einen von diesem beauftragten Sachverständigen erfolgt. Der will natürlich seinen Auftraggeber nicht vergraulen und schätzt nach unten, wo es geht. Und eine Nachkalkulation durch einen eigenen Sachverständigen kostet den Leasingnehmer viel Geld und ist oft kaum möglich, weil die Fahrzeuge zentral und weit weg von der Heimat des Leasingnehmers gesammelt werden. Für Privatkunden ist Leasing sehr riskant!

Leasing ist für Privatleute aus diesen Gründen auch nicht empfehlenswert. Am Ende zahlt man immer drauf.

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@Elster79

Deshalb sollte man auch Kilometerleasing abschließen und nicht Restwert.

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Das ein Leasing Fahrzeug mehr wert ist habe ich noch nicht erlebt.

Wenn es weniger Wert ist, weil Schrammen im Lack sind oder der Innenraum verdreckt dann muß man nachzahlen.

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