Was passiert oder ist möglich als Gegenoffensive wenn Erdogan den Flüchtlingspakt aufkündigt?

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7 Antworten

Hallo,

der Flüchtlingspakt muss nicht aufgekündigt werden. Er ist an die Visumfreiheit gekoppelt.

Eine Visumfreiheit für die Türkei wird es nicht geben. Denn die Türkei wiederum erfüllt die Auflagen dafür nicht.

Die Türkei steht kurz vor der Handlungsunfähigkeit. Erdogan wird sich gut überlegen wie er reagiert.

Die EU benötigt die Türkei weniger als es Erdogan lieb ist, auch wenn gern anderes behauptet wird.

Mit der Einführung der Todesstrafe hätten sich sowieso jegliche Beitrittsverhandlungen mit der EU erledigt.

Für die Nato ist die Türkei ein sehr unzuverlässlicher Partner und in naher Zukunft kaum hilfreich beim Kampf gegen den Terror.

Es gibt viele Probleme zu lösen, aber wir schaffen das, WENN wir alle an einem Strang ziehen und uns NICHT von rassistischen und volksverhetzenden Menschen instrumentalisieren lassen UND uns auch nicht durch Anschläge unserer Freiheit berauben lassen.

Die meisten Flüchtlinge sind auf der Flucht vor Terror und Krieg in ihrem Land und suchen lediglich Ruhe und Frieden.

Da hilft ein wenig Menschlichkeit.

Gruß, RayAnderson

Wer wäre denn "wir"?
Die EU, allen voran haben Erdogan zum Schleusenwärter gemacht. Daher droht es nun genau damit, die Schleusen zu öffnen.

Das gibt es derzeit keinen Plan B oder irgendeine Offensive, die Politiker machen gerade Sommerpause.

Danach wird man sehen wer da eventuell "wir" wäre und wieviele Erdogan dann schicken wird. Er hat den längeren Teil des Hebels in der Hand. Die EU sitzt in der selbstaufgestellten Falle.

Ich halte das für eine leere Drohung und alberne türkische Großspurigkeit.

Die Türkei sitzt am weitaus kürzeren Hebel und kann sich die Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens finanziell gar nicht leisten.

Wird es dennoch aufgekündigt, fließen halt keine EU-Milliarden in die Türkei. Die werden dann nach Griechenland umgeleitet, das dann den Türkenpart übernimmt und dafür mehr Support bei der Bewältigung ihrer Schuldenkrise erhält.

Der Türkei kann man dann beliebig die Daumenschrauben anziehen. So könnten die EU-Mitgliedsstaaten auf einfachem Verwaltugsweg die VISA-Bestimmungen für Türken drastisch verschärfen, ihren jeweiligen Landsleuten klarmachen, dass sie bei Türkeireisen nicht mehr auf die Hilfe und Unterstützung der diplomatischen Vertretugen rechnen dürfen, man kann als Reaktion auf den Zivilputsch Adolf Erdogans der Türkei den Zugang zum EU-Binnenmarkt kalkuliert abdrosseln...

Alle diese Maßnahmen würden rasch zu einer drastischen Krisenverschärfung in der Türkei beitragen.

Ob Adolf Erdogan so erpicht darauf ist?

Es könnte auch noch weiter gehen... Man könte die Beziehungen zur PKK normalisieren und sich stark machen für einen neuen kurdischen Staat und mit dem im Irak und Syrien anfangen...

Spurt Adolf Erdogan nicht, wird er mit Zuckerbrot und Peitsche schon wieder auf einen zivilisierten Pfad zurückgebracht...:-)

Wenn Erdogan den Flüchtlingspackt kündigt, dann lässt er mehr Flüchtlinge nach Griechenland durch. Und dann lungern die halt alle in Griechenland rum und kommen nicht weiter. Denn die EU ist ja schon durch die Blockade der Ostblockstasten, die die Flüchtlingsroute sperren, etwas abgesichert.

Daher glaube ich lässt sich Erdogan lieber bezahlen, als dass er den Flüchtlingspackt kündigt. Außerdem hat Erdogan gerade verkündet, er will bis zu 3 Millionen Syrer als Türken einbürgern. 

Er würde daher den packt nur aufkündigen, wenn die EU ihn nicht mehr dafür bezahlt.

Modem1 01.08.2016, 18:39

Ostblockstaaten? Ich habe gedacht den gibt es nicht mehr?

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"Das ist doch zu schaffen" plärrte kürzlich eine "beliebte Stimme" in den Medien.Und das während des Mittag Essens.Sollte der Erdogan mit ein paar Milliarden Euro gesättigt werden schafft das Muttern aus den Weg.

von den versprochenen milliarden sind doch erst nur ein paar millionen rüber?

mal von erdogan abgesehen, hätte man auch nicht 3 Jahre warten müssen mit der hilfe, die jetzt nur eine schadensbegrenzung darstellt

Da Mazedonien dicht ist, würden sich die Flüchtlinge in Griechenland stauen. Von dort ist es ein weiter Weg nach Deutschland, es sei denn Merkel fliegt sie per Charterflug ein.

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