Was passiert nach einem misslungenem Suizidversuch?

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6 Antworten

Man kann Menschen zu keiner Behandlung zwingen, es sei denn, sie werden als unzurechnungsfähig eingestuft, bzw. entmündigt.

Wenn sich jemand umbringen will und es geht schief, gibt es zwei Möglichkeiten: Jemand konnte sich nicht überwinden, eine sicherere Methode anzuwenden oder jemand wollte damit um Hilfe rufen und lassen den Versuch "mit Absicht" scheitern. 

Besonders für die Letztgenannten ist es unbedingt notwendig, dass zumindest Hilfe angeboten wird.
Die erstgenannten werden es immer wieder versuchen, bis es klappt.

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Ja, nach einem Suzidversuch wird die Person vorerst (wenn nötig unter Zwang) in psychiatrische Behandlung übergeben. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Das Gesetz sieht das Leben und die Unversehrtheit des Menschen als eines der höchsten Güter, so dass zum Schutz des Lebens auch andere Grundrechte eingeschränkt werden können.

Von den Gesetzen mal abgesehen - jemanden, der gerade versucht hat sich das Leben zu nehmen, ist per Definition nicht in der Lage "alleine zurechtzukommen".

"Sicherungsverwahrung" ist allerdings etwas anderes, das bezieht sich auf Straftäter nach Absitzen einer Haftstrafe.

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Kommentar von martinzuhause
17.05.2017, 10:25

"Von den Gesetzen mal abgesehen - jemanden, der gerade versucht hat sich das Leben zu nehmen, ist per Definition nicht in der Lage "alleine zurechtzukommen".

selbstmord ist nicht strafbar, auch der versuch nicht.

warum sollte das jemand nicht alleine entscieden könnne? es gibt leute, die unheilbar krank sind und die nicht am leben erhalten werden möchten.

die können und dürfen das schon selber entscheiden wie und wann sie sterben wollen

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Also von vorne:

Selbstmord ist keine Straftat und somit ist auch der Versuch nicht strafbar.

Da die Person aber offensichtlich ein Problem hat kann sie zwangseingewiesen werden. Dies jedoch nur für max. 24 h dannach muss ein richterlicher Beschluss vorliegen. Ob dieser bei einem Erstversuch jedoch erteilt wird ist fraglich.

Dennoch sollte die Person darüber nachdenken sich helfen zu lassen. 

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Bei einem Suizidversuch ist deutlich, dass diese Person eigengefährdet ist und damit kann ( und wird sie i.d.R. )  auch gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingeliefert werden.

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für 24 bzw 48 stunden kann man bei Gefährdung jedem ohne sein willen fest halten.

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dann wird geprüft ob er in der lage ist das selber zu entscheiden. kann er das und lehnt jede medizinische hilfe ab ist das seine freie entscheidung. daran hat sich dann auch der arzt zu halten

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