Was passiert nach der Testamentseröffnung

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst würde ein notariell beurkundeter Erbvertrag jedwedes privatschriftliches Testament ohnehin unwirksam machen.

Ein Erbvertrag kann zudem nach dem Tod eines Partners nicht mehr geändert werden.

Der Erbvertrag liegt als sog. öffentliches Testament in beglaubigter Abschrift des beurkundenden Notars dem Nachlasgericht vor und wird amtlich eröffnet. Je nach Arbeitsanfall dauert das Wochen, bisweilen Monate - Nachfragen sind da m. E. n. völlig zwecklos bis kontraproduktiv.

Untätigkeitsklagen teuer, aber zielführender, wenn man sich das denn leisten will.

Die aus dem Fernsehen bekannte darmaturgisch wertvolle, aber zweckfreie Verlesung vor der zerknirschten Erbengemeinschaft kannst du vergessen: Alle in dem Erbvertrag benannten Personen sowie die gesetzlichen Erben des Erblassers bekommen schlicht eine Kopie des EV per Post zur Kenntnisnahme des Anfall der Erbschaft bzw. Pflichtteilsanspruchsrecht.

Ob du Tee trinkst oder nicht: Abwarten.

G imager761

Kann es sein, dass es keinen Erbschein geben wird? Oder gibt es den immer? Mir hilft es schon, dass es scheinbar gar nicht so ist, dass man bei der Eröffnung dabei ist, denn die ist ja schon passiert. Und niemand war dabei... Danke Dir für die ausführliche Erklärung.

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@Liraque

Einen Erbschein, entweder als Teilerbschein für jeden Erben oder einen gemeinschaftlichen mit Angabe der Erbengemeinschaft und jeweiliger Quote, bekommt man nur auf Antrag und Beifügung eines Nachlassverzeichnisses, der die Gebührengrundlage für das NLG darstellt.

Wie kommentiert, ist er meistens nicht erforderlich, aber immer kostenpflichtig.

G imager761

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Mein herzliches Beileid, warte erstmal ab und wenn du dann immernoch keine Benachrichtigung erhalten hast, gehe mal zu den Leuten die das alles regeln. Wenn du in dem Erbvertrag oder dem Testament erwähnt wurdest, hast du ja auch das Recht dazu benachrichtigt zu werden. Viel Glück.

Danke. Vermutlich kann ich nur abwarten. Vielleicht hilft die Kontaktaufnahme zum Amtsgericht. Ich denke nur, dass ich nichts erfahre, da ich nicht Vorerbe bin.

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bisher war das Ganze nur in Form eines notariellen Testaments festgehalten.

Nun will der Vererbende aber einen Erbvertrag (ebenfalls beim selben Notar) mit grundsätzlich gleichem Inhalt machen lassen.
Einzige Unterschiede sollen sein:
1. Der Erbvertrag soll final sein. d.h. selbst wenn die Betroffene (unter Begleitung entsprechend interessierter Kinder) 2,3 Monate später käme und ein testament/Erbvertrag machen würde, der den Alten aufzuheben versucht oder komplett gegensätzlichen inhalt hat, so soll dies nicht mehr möglich sein.
es soll sprichwörtlich der letzte, nicht mehr veränderbare Wille sein.
Alles was danach kommt, selbst wenn notariell gemacht, soll keine Wirkung mehr entfalten.

Wie wäre das konkret umsetzbar?
Was müsste dazu in den Erbvertrag rein bzw. was müsste ausgelassen werden?

2.Da die Großmutter weiß dass der Enkel nicht allzu vermögend ist und aber weiß dass die Pflichtteilsberechtigten gleich nach ihrem Tod sofort den Pflichtteil verlangen würden (der nach erster Hochschätzung immerhin um die 20000 Euro für beide Kinder betragen würde)
möchte sie es gerne im Erbvertrag irgendwie festhalten dass der Erbe die Pflichtteilsberechtigen in vorgegebenen Raten abzahlen kann.

Denkbar wäre hier bspw. eine Zahlung von 1% (des auszuzahlenden Pflichtteils) pro Moant, bis die Betroffenen eben ihren Pflichtteil komplett erhalten haben. Sozusagen eine (zinslose) Ratenzahlung über 100 Monate, wenn man so will.

Und das soll halt eben so festgehalten sein dass es auch definitiv nach dem Tod der Erblasserin verbindlich ist und die Kinder, auch selbst unter anwaltlicher Hilfe, an dieser Regelung nichts rütteln können.

Kann man das irgendwie so im Erbvertrag unterbringen sodass es für die späteren Pflichtteilsberechtigten die entsprechende Bindung hat?
Sodass die nicht doch durch irgendein Hintertürchen womöglich mit Anwalt so drehen können dass Ihnen der erbe doch gleich den Pflichtteil auszahlen muss?

Kann man das bereits im Erbvertrag so verbindlich bestimmen?

Was müsste dafür da so rein?

Denkt ihr dass ein Erbvertrag so umsetzbar ist?

Vom inhalt her gleich dem anfänglich erwähnten Testament aber halt mit diesen beiden, doch gravierenden Änderungen drin?

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