Was passiert mit Urlaubstagen nach Kündigung?

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4 Antworten

Er KANN dir unter bestimmten, sehr strengen und nur sehr eng auslegbaren Bedingungen die Gewährung des Urlaubes verweigern.

Das sind beispielsweise gleichrangige Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter. Wenn also andere Mitarbeiter für den gleichen Zeitraum bereits Urlaub beantragt und genehmigt bekommen haben UND wenn es dadurch zu massiven betrieblichen Störungen kommen würde (siehe nächsten Absatz).

Verweigern kann er ihn auch, wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen.

"Dringend" heißt hier, dass die Inanspruchnahme des Urlaubs zu massiven betrieblichen Störungen führen würde, die Sache richtig teuer für den Betrieb würde oder sogar dessen wirtschaftliche Existenz bedroht wäre (z.B. ein Großauftrag würde flöten gehen).

Und hier gilt wieder die massive Einschränkung, dass der Arbeitgeber das ihm zumutbare tun muss, um so eine Situation mit anderen Mitteln abzuwenden. Z.B. durchaus auch Zeitarbeitskräfte einzustellen.

Allein der Umstand, dass Arbeit liegen bleibt, andere Mitarbeiter Überstunden machen müssen, Aufträge verzögert bearbeitet werden, bedingt regelmäßig NICHT die Verweigerung der Urlaubsgenehmigung.

ABER: Der Urlaub kann trotzdem nicht einfach so genommen werden. Nötigenfalls muss man ihn sich mit gerichtlicher Hilfe erzwingen. Familiengerd weiß dazu einiges zu sagen (einstweilige Verfügung etcpp.).

EDIT: Bitte bedenke auch, dass du bei Austritt bis zum 30.6. nur Anspruch auf anteiligen Jahresurlaub hast.

Wenn es die betriebliche Situation nicht zu läßt den Urlaub zu nehmen können dir die Überstunden auch ausgezahlt werden. Das kann der Chef entscheiden.

Wenn Du keine Möglichkeit hast, den Urlaub zu nehmen, dann bekommst Du ihn auf jeden Fall ausbezahlt.

Ja, er kann dir betriebsbedingt den Urlaub verweigern.

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