Was passiert mit unseren Zellen bei radioaktiver Strahlung?

4 Antworten

wenn radioaktive strahlen auf körperzellen treffen mutieren diese und können dort krebs auslösen. normalerweise sterben aber mutierte zellen ab. wenn sie aber auf keimzellen (eizellen und spermien) treffen, die dann ebenfalls mutieren, wird dies in die nächste generation vererbt und können dort dann ein erbleiden oder aber auch einen evolutiven vorteil bedingen. :)

energiereiche strahlung überträgt ihre energie unkontrolliert auf bestandteile in der zelle. das kann auch der zellkern sein. und hier sorgt die energie dann für doppelstrangbrüche und andere mutationen.

normalerweise kann eine zelle mit einer gewissen anzahl mutationsereignissen locker fertig werden. da der energiegehalt der strahlung jedoch sehr hoch ist, können diese schäden nicht mehr repariert werden.

auswirkungen von schäden an der DNA sind eigentlich alle nicht sehr erfreulich, das häufigste ist die entstehung von krebs.

Menschliche Zellen können sich selbst auf einen DNS-Schaden ueberpruefen und sich zerstören (Wiki "Apoptose"). Sollte der sehr seltene Fall eintreten, dass eine Zelle sich nicht mehr selbst ueberpruefen kann, gibt es noch das Immunsystem, welches solche Zellen zerstört. Fuer den noch selteneren Fall, dass auch das Immunsystem versagt, und es zu unkontrollierter Vervielfaeltigung (Krebs) kommt, kann im Fruehstadion von den Nachbarzellen Immun-Alarm gegeben werden, worauf der betreffende wuchernde Zellhaufen zerstört wird. Erst wenn all diese natürlich erworbenen (Darwinismus) Schutzmechanismen versagen, kommt es zu einem Krebs-Geschwuer.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass um 98% aller DNS-Schaeden nicht die Kopie-Mechanismen treffen, sondern beliebig andere Informationen. Daher ist es ganz klar einzusehen, das 98% aller Zell-DNS-Schaeden sich im Altern darstellen. Weiter ist der zellschaedigende Einfluss von chemischen Giften (Benzol, Arsensaure, ... siehe Wiki de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen ) viel umfangreicher, als die Wirkung von radioaktiver Strahlung.

Weiter kann man die DNS-Schädigung auch eindämmen, wenn man radikal-fangende Stoffe wie Vitamin-C, Lycopin, Omega-3,6-Fettsaeuren, Flavonoide, ... zu sich nimmt (siehe Wiki "Lycopin", "Radikale (Chemie)"). Mit Hilfe dieser Radikal-Fänger kann man also die Folgen von Radikalen, welche z.B. durch Strahlung im Körper erst gebildet werden, eindämmen.

Im Falle der chemischen DNS-Schädigung nimmt man chemische Radikale zu sich, welche sich an beliebigen Molekülen abreagieren (Proteinen, Fetten, ...). Ist eines dieser Moleküle ein DNS-Molekül, kommt es zu besagten DNS-Schäden, mit den angesprochenen Folgen (im seltensten Fall zu Krebs, hauptsächlich zur Alterung). Bringt man nun besondere Moleküle ein (Radikal-Fänger), kann man die Radikale unschädlich machen, bevor sie wichtige Moleküle wie die DNS beschädigen. Also ordentlich Gemüse (Tomaten, rote Paprika,...) essen und viel Hagebutten-Tee trinken. Bei der radioaktiven Strahlung (besser ionisierenden und UV Strahlung) werden die Radikale erst im menschlichen Körper erzeugt. In seltenen Fällen trifft ein Strahlungs-Quant auch direkt z.B. das DNS-Molekül und erzeugt so auch angesprochene DNS-Schäden. Daher ist klar, dass z.B. starke Raucher, starke Sonnenbader verstärktem Altern unterliegen und bedingt erhöhtes Krebsrisiko haben. Natürlich hat sich der menschliche Körper an ionisierende Strahlung im Bereich bis vielleicht max. 200 mSv pro Jahr gewöhnt, da es in der Natur so auftritt. (siehe englisches Wikipedia "Background radiation").

Durchschnitts-Werte : (Sv=Sievert) BRD, Österreich, Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8 mSv pro Jahr; Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro Jahr; Schweden um 6 mSv pro Jahr; Eine Röntgen-CT des Bauches belastet den Menschen mit etwa 20 mSv. Röntgen-Durchleuchtung beim Setzen eines Herzkatheter um 300 mSv pro Untersuchung . Klassische Röntgenaufnahme um 0,1 mSv pro Aufnahme.
In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich und West-Österreich liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSievert pro Jahr (siehe unter ww.world-nuclear.org/uploadedImages/org/info/NaturalbackgroundradiationEurope.gif). Die höchste gemessen Belastung durch die natürliche Hintergrundstrahlung/Radioaktivität einer bewohnten Gegend erfährt man im iranischen Ramsa (siehe Wiki "Ramsar") Dort werde die Bewohner mit etwa 260 mSv pro Jahr belastete, welches in erster Linie durch im Wasser gelöstes Radon (siehe Wiki „Radonbelastung“) verursacht wird. Dagegen lebt man in Fukushima recht gesund ;-) (siehe jciv.iidj.net/map/).

Zur zusätzliche Belastung durch das KKW-Unglück in Japan: "Nach Angaben der Fukushima Medical University war etwa die Hälfte der 1730 Untersuchten in den ersten vier Monaten nach Beginn der Atomkatastrophe im März einer Strahlenbelastung von weniger als einem Milli-Sievert ausgesetzt, die übrige Hälfte mehr als einem Millisievert. Bei rund 40 Personen betrug die Dosis zwischen fünf und zehn Millisievert. Bei etwa einem Dutzend waren es mehr als zehn Millisievert, wobei die höchste Dosis rund 37 Millisievert betrug. Untersucht wurden auch Arbeiter, die zu den Reparaturtrupps im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gehörten, wie Kyodo weiter meldete. "(ww.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,802721,00.html) "Um den Reaktor von Fukushima hat es keine Strahlentoten gegeben"(ww.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article1910366/Um-den-Reaktor-von-Fukushima-hat-es-keine-Strahlentoten-gegeben.html) Dosis pro Jahr in Dosis pro Stunde: Jahres-Dosis / 8760 = Stunden-Dosis (und umgekehrt)

Beispiel-Rechnung für Fukushima : (siehe auch http://jciv.iidj.net/map/) In der kontaminierten Zoon um das KKW Fukushima-Daiichi liegt die meiste Belastung unter 1000 nSv pro Stunde. 1000 nSv/h = 1 µSv/h =24 µSv/Tag (1 * 24) = 8760 µSv pro Jahr (24 Stunden * 365 Tage) =8,76 mSv pro Jahr.

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