Was passiert mit Snowden wenn ihm kein Land Asyl gewährt?

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8 Antworten

Ja, der Snowden kann einem leid tun.

Er hat der Welt einen unendlichen Dienst erwiesen, überall findet er Respekt und Anerkennung für seinen mutigen Schritt.
Nur die Regierenden, haben nicht das Rückgrat und wahrscheinlich auch nicht das Interesse, diese Tat mit Asyl und Schutz vor einem rachsüchtigen und totalitär agierenden Regime zu honorieren. Ist es nur die Angst, sich mit den USA anzulegen oder auch die Angst, dass die eigenen Verstrickungen in diese Machenschaften auffliegen?

Wie weit die Macht der USA reichen und wie weh Snowden denen getan hat, kann man z. B. daran sehen, dass die Präsidentenmaschine Venezuelas mit Staatspräsident Morales an Bord zur Landung in Wien genötigt wurde, weil man den Verdacht hatte, Snowden sei dort an Bord. Ein einmaliger Vorgang!

Es besteht kein Zweifel, die USA wollen Snowden, um an ihm ein Exempel zu statuieren. Sein Leben ist in größter Gefahr. Das sind eigentlich ausreichend Gründe, um ihm Asyl zu gewähren. Doch Europas Regierungen kneifen den Schwanz ein und entlarven sich als treue Vasallen der USA, denen Vasallentreue über Bürger- und Menschenrechte geht. Ein entlarvendes Stück über westliche Demokratien.

So, wie es momentan aussieht, ist das Leben dieses armen Kerls vorbei.

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Kommentar von PeVau
03.07.2013, 20:08

O, das ist peinlich! Jetzt habe ich Evo Morales zum Präsidenten von Venezuela gemacht. Ich hoffe, die Bolivianer nehmen mir das nicht übel und Herr Morales das nicht zum Anlass, einen Streit mit Herrn Maduro anzufangen.

(Asche auf mein Haupt) :-)

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Kommentar von PeVau
12.08.2013, 20:38

Danke für den Stern!

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Mir tut der man nicht leid. Und auch wenn ihm ein Land Asyl gewährt, früher oder später vergessen die Medien ihn wieder und es wächst Gras über die Sache und dann wird die NSA ihn wahrscheinlich zurück in die USA bringen, auch wenn er vermutlich nicht freiwillig zurück möchte. Wenn ihm kein Land Asyl gewährt könnte es sein das er freiwillig zurück in die USA geht. Das hat sein Vater ja neulich in einem Interview gesagt.

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er wird so lange im Transitbereich des Moskauer Flughafens bleiben bis es Putin zu bunt wird. Wohin auch immer er dann geht/gebracht wird, ein leichtes Leben wird er nie wieder haben. Ein Unfall oder eine Entführung würde mich nicht wundern

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Da ihm niemand Asyl anbieten will, wird er wohl oder übel irgendwann doch wieder in den USA sein .......... freiwillig oder unfreiwillig.

Witzig finde ich, dass er kein Asyl bekommt mit der Begründung, dass die USA ein Rechtsstaat sind und er fair behandelt werden wird. Ich fürchte, er hat ebenso viel Fairness zu erwarten wie die Inhaftierten von Guantanamo, die nach mehr als 11 Jahren immer noch nicht vor Gericht gestellt wurden.

Er wird wahrscheinlich den Tag verfluchen, an dem er der Welt erzählen wollte, was mit unseren Daten im Netz tatsächlich passiert.

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Kommentar von Albisriver
03.07.2013, 17:08

Solche Leute wissen eigentlich, was sie tun. Umso höher ist sein Mut zu bewerten.

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Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
-Er verbringt den Rest seiner Tage im Transitbereich und läßt Tom Hanks wie einen Waisenknaben aussehen
-Er stellt sich freiwillig der U.S.-Justiz, im Vertrauen auf den "Rechtsstaat" USA
-Burkina Faso oder Ruanda Burundi erteilen ihm Asyl oder eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung
-in Deutschland gibt es im September eine neue Regierungskonstellation und ihm wird eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung erteilt
-anschließend wird er Asyl erhalten oder an die USA ausgeliefert werden
-er wird von "Unbekannten" entführt und landet schließlich in den USA
-er hat einen tödlichen Unfall
-er verstirbt an einer unerklärlichen Krankheit
-Der Friedensnobelpreisträger im Weißen Haus drückt zu Weihnachten eine Amnestie durch

Mein Zynismus ist nicht Folge einer Charaktereigenschaft, sondern den Umständen geschuldet.

Zivilcourage kann, wie man sieht, gefährlich sein.
Mir tut der arme Kerl unendlich leid.

Gruß, earnest

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Kommentar von earnest
03.07.2013, 19:30

Nachtrag:
Die erzwungene Zwischenlandung der Maschine des bolivianischen Präsidenten in Wien spricht ebenfalls Bände.

Der vermutliche Grund: Irgendwer in einem sehr großen Land auf der anderen Seite des Atlantiks vermutete anscheinend, Snowden sei in der Maschine, worauf Italien, Frankreich und Portugal der Präsidentenmaschine den Überflug verweigerten. In vorauseilendem Gehorsam dem Großen Bruder gegenüber.

(So jedenfalls anscheinend die augenblickliche Nachrichtenlage.)

Man könnte all das witzig finden - wenn es nicht so traurig wäre.

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Dann werden die USA früher oder später ihren politischen Gegner, bzw. den Gegnern ihres Imperialismus, einen Märtyrer geschaffen haben.

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Mittlerweile hat Snowden vorübergehendes Asyl in Russland erhalten. Dieses ist für ein Jahr gültig und kann anschließend jeweils um ein Jahr verlängert werden. Putin hat Edward Snowden außerdem angeboten nach 5 Jahren russischer Staatsbürger werden zu können.

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Warscheinlich hat er bald einen "unfall" :D

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