Was passiert mit psychisch schwer kranken / geisteskranken Menschen in jungen Jahren?

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7 Antworten

Hallo Leute, danke für die rege Beteiligung. Ich möchte nochmal klarstellen, hier geht es wirklich um einen Menschen der aktiv sein Umfeld schädigt. Es ist übrigens eine Frau und diese Frau ist auch gewaltätig. Hier sind Menschen die müssen arbeiten, haben Familien zu versorgen. Diese Frau stört vorsätzlich es könnte sich um Zwang handeln. Mich stört es am wenigsten, mir tun eher bekannte Nachbarn leid die darunter psychisch mehr leiden. Mich wundert es einfach nur das amtlich nichts unternommen wird und es wohl erst einen Exzess geben muss. Das ist eine psychische Störung der Kategorie die zur Folge hat dass sich gesundheitliche Auswirkungen beim Umfeld zeigen. Man hat leicht reden, wenn man so ein Drama noch nicht erlebt hat. Ich möchte psychisch kranke nicht stigmatisieren es geht nur darum das es doch Grenzen geben muss bevor einer zu Schaden kommt. Ich behaupte mal das die Frau durch die Aufmerksamkeit für Ihr Verhalten noch angetrieben wird.

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In unserem liberalen, konservativen, demokratischen Land darf jeder nach seiner Persönlichkeit leben wie er will so lange er nicht gegen geltendes REcht verstößt. So lange keine Eigen- und/oder Fremdgefährdung vorliegt darf niemand in einer Psychiatrie untergebracht werden. Der Aufenthalt psychisch Kranker in deutschen Psychiatrien beträgt durchschnittlich 3 Wochen.

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Ich habe einen sehr guten Freund, der ebenfalls als "richtig krank" bezeichnet wurde und seine Umgebung hatte es wohl nicht so leicht.

In seinem Fall handelte es sich um eine Psychose.

Was mit ihm passiert ist?

Er hat studiert und einen gutbezahlten Job! Und ich freue mich für ihn.

Er hat ordentlich was durch. In der Psychiatrie haben sie ihm einen gesetzlichen Betreuer aufgebrummt, der sämtliche Zukunftspläne blockiert hat.

Wenigstens die medikamentöse Behandlung war fachlich und hat angeschlagen. In anderen Fällen wird oft sogar falsch behandelt.

Wir haben gemeinsam beim zuständigen Richter wegen der Betreuung vorgesprochen und plausibel erklärt, warum der Betreuer unnötig ist. Und nun lebt dieser Freund, ein wunderbarer Mensch, gut situiert mitten unter uns :)

Leider läuft es oft anders. Es fehlt an Rückhalt und Betroffenen wird die Möglichkeit zur eigenen Lebensführung abgesprochen. Dann folgen Wohnheime (geschlossen oder offen) und ständige Abhängigkeiten von Personen, die ja nur "das Beste" wollen...

Manche entziehen sich den Behandlungen und sind erfolgreich oder nicht. Ich selbst musste mit ansehen, wie einige in der Wohnungslosigkeit endeten. Weil es immer hieß: "Unser Behandlungskonzept - Friss oder stirb".

Manchmal wird in Kliniken auf einzelne Bedürfnisse und Notwendigkeiten eingegangen und manchmal nicht. Es gibt Krankheiten, die sich besser behandeln lassen als andere. Und es gibt Krankheiten, die stärkeren Einfluss auf die Alltagsbewältigung haben als andere.  Dazu kommt die unterschiedlich ausgeprägte Resillienz unterschiedlicher Patienten.


Fazit: Die Prognosen sind so vielfältig wie beim Rest der Gesellschaft. " Was passiert mit solchen Leuten?" Diese Frage ist zu pauschal und  schert unterschiedlichste Biografien und Potenziale über einen Kamm. 

Wichtig ist, dass Fragestellungen und Antworten auf Respekt vor dem Menschen basieren. Uns allen kann alles treffen. Einer ist vielleicht anfälliger, aber erwischen kann uns alles. Da reicht es aus, dass der Hormonhaushalt unseres Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. 

Stell Dir mal vor, Du hättest n Herzinfarkt und wirst nicht rechtzeitig reanimiert, so dass Dein Gehirn irreversibel geschädigt ist, aufgrund eines Sauerstoffmangels. Und Deine Angehörigen würden Dich zuhause versorgen. Würdest Du die Frage gut finden, "ob solche (behinderten) Menschen denn hier leben dürfen".

Natürlich dürfen unterschiedliche Menschen in der Gesellschaft leben. Auch wenn folgendes leider nicht der Fall ist, aber es sollte ja wohl selbstverständlich sein ;)

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Kommentar von extrapilot351
01.07.2017, 07:46

Du solltest wissen, bevor jemand unter Betreuung von dem Betreuungsgericht gestellt wird, hat er deutlich gezeigt, dass er zur selbständigen Lebensweise nicht in der Lage ist. Geld nicht einteilen kann, Schulden macht, Suchtkrank ist, oder eine psychische Störung hat die ihm das nicht ermöglichen. Das sind die häufigsten Ursachen jemanden unter Betreuung zu stellen. Voraus gehen natürlich ärztliche Gutachten.

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Warum sollte man ihn festhalten und einsperren? Nur weil er dich nervt?

Dann müssten demnächst auch wieder homosexuelle Menschen eingesperrt werden weil Homo-Hasser von diesen genervt sind und sich belästigt fühlen.

Und das müsste dann immer weiter gehen, weil sich jeder Mensch von anderen Menschen in irgendeiner Form mal genervt fühlt.

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Ich versteh nicht was das mit psychisch krank, geschweige denn geisteskrank zu tun hat.

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Immer unterschiedlich, kommt drauf an was für eine psychische Erkrankung vorliegt.

Sowas wie Depressionen können auch plötzlich auftreten und körperliche Ursachen haben und das bei jedem.

Schwere psyische Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörungen sind dann meist folge von misshandlung/gequält werden/traumatas in kindheit.

Außerdem wieso sollten die nicht unter allen anderen leben dürfen?

Sollen also kranke wie Krebspatienten auch in Krankenhäusern festgehalten werden ?

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Kommentar von manni94
01.07.2017, 05:36

Krebspatienten werden nicht in Krankenhäusern festgehalten.

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Kommentar von VisionDativ
01.07.2017, 05:41

Der Patient kann nichts für seine Krankheit.

Das ist aber kein Grund, ihn trotzdem frei herumlaufen zu lassen.

Wen scheren "Depressionen" oder "traumatische Kindheitserlebnisse",  wenn der Gestörte seine Umgebung belästigt oder gar gefährdet?

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Kommentar von Skylanderr
01.07.2017, 09:14

@VisionDativ Du kannst nichts für deine Dummheit. Das ist aber auch keinen Grund dich frei herumlaufen zu lassen merkst du die argumentation? Tja den Staat scheren "Depressionen" und "traumatische Kindheitserlebnisse" sonst würde er ja nicht frei herumlaufen. Du bist sogar verpflichtet dass zu tolerieren und zu akzeptieren, aus einem einfachen Verhältnissmäßigkeitsgrund: Das Leiden das du wegen der Person aushälst ist viel zu gering als dass man sagen kann er stellt eine Gefahr dar. Es muss schon Richtung Mord/Totschlag gehen und DANN muss auch noch eine wiederholungsgefahr erkannt werden damit man jemanden einweisen kann. Selbst dann kann derjenige jedes jahr das ganze von neuem prüfen lassen sodass er irgendwann rauskommt

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Es ist nicht so einfach,  jemanden auf Dauer in die Klapse einzuweisen. Dazu muß schon eine Gefährdung durch die/den Bekloppten ausgehen.

Wie hoch da die Meßlatte liegt, ist nicht leicht durchschaubar. Ruhestörender Lärm usw. reicht jedenfalls noch nicht aus. Erst wenn der Typ mit einer Axt in der Hand rumläuft, kann die Behörde einschreiten und eine amtsärztliche Untersuchung veranlassen.

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Kommentar von extrapilot351
01.07.2017, 07:48

Das herum laufen mit der Axt wird niemanden dazu veranlassen jemanden in der Psychiatrie unterzubringen. Beim Aufgreifen mit der Axt kann er untergebracht werden. Am Morgen danach ist er wieder frei. Erst, und nur dann, wenn er zugeschlagen und jemanden verletzt hat, kann es längeren Aufenthalt geben.

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Kommentar von Skylanderr
01.07.2017, 17:23

absoluter schwachsinn was mottentierchen da von sich gibt wow. Klar wenn die Person sagt dass sie mit der axt sich selbst töten wollte wird da eine eigengefährdung gesehen dass sie eingewiesen werden kann. aber auch da höchstens für ein paar wochen, einfach weil die Verhältnismäßigkeit ansonsten nicht gegeben ist. Ansonsten können auch Drogenabhängige zwangseingewiesen werden (wenn Sie unter Drogeneinfluss Straftaten begehen) oder eben Personen die eine psychische Erkrankungen entwickeln weil Sie z.B. Krebs haben (Krebs verändert die Hormone) und daraufhin eine Gefahr darstellen

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