Was passiert mit einem Pistolengeschoß wenn im L1 Richtung Sonne abgefeuert.

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3 Antworten

Also, meinst du mit L1 den Lagrange Punkt, wo sich die Schwerkraft der Sonne und Erde im Gleichgewicht hält? Also sich die Zentrifugalkraft und Gravitation, aufheben? Wenn du von dort einen Schuss abgeben würdest, würde er erst mal von keinem Objekt abgelenkt oder angezogen werden. Dahinter würde er aber von einem Körper angezogen werden. Normalerweise fliegt ein Objekt im All, so lange ungehindert weiter, bis es durch ein Objekt abgelenkt oder angezogen wird. Nun würde das Geschoss also in Richtung Sonne fliegen. Der Sonnenwind wird seine Geschwindigkeit allerdings minimal abbremsen. Aber er würde Richtung Sonne fliegen.

Aber schon lange bevor das Geschoss die Sonnen-Oberfläche erreichen würde, würde es schon geschmolzen und in ein Plasma-Gas verwandelt werden und wieder von den Sonnen-Winden, ins All geschleudert werden. Bedenke, die Korona der Sonne reicht zwischen 2-3 Sonnen-Durchmesser ins All. Und diese Korona ist mit bis zu 2-5 Millionen Grad, ziemlich heiß. Die Sonnen-Oberfläche ist gerade mal, 4-5 Tausend Grad heiß. Blei schmilzt ja schon bei ca. 330°c. und wird schon bei ca 1700°c in den Gasförmigen Zustand übergehen. Danach kann das Gas in den Plasma-Zustand übergehen. In der Korona ist es so heiß, das von dem Blei nur die Moleküle übrig bleiben. Und die sind so leicht, das sie ganz einfach von den Sonnen-Winden weg geschleudert werden. Auf der Sonnen-Oberfläche wird nicht mal ein Molekül davon ankommen.

PhoenixIR6 26.08.2012, 01:39

Danke für den Stern ! Gruß...

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Alles richtig soweit. Das Schmelzen tritt ein, wenn eine gewisse Energie (die Schmelzwärme) vom Projektil "eingesammelt" worden ist. Nachdem mit der Zeit immer mehr Energie reinkommt, spielt die Zeit eine Rolle, nachdem aber natürlich der Energiefluss mit sinkendem Abstand zur Sonne größer wird, spielt auch der Ort eine Rolle. Es kommt also alles zusammen. Das gleiche passiert irgendwann beim Verdampfen.

Ob die Reste vom Projektil in der Sonne ankommen oder von Sonnenwind "weggeblasen" werden, kann ich leider nicht beantworten. Sonnenwind besteht aus Protonen, Elektronen, Alpha-Teilchen und evtl. noch schwereren Kernen, sind also ziemliche "Brocken". Eisenatome sind aber natürlich viel massereicher. Auf der anderen Seite müsste man sich anschauen, mit welcher Geschwindigkeit Eisenatome und Sonnenwind-Teilchen sich jeweils bewegen und ob letztere dicht genug kommen, um alle Eisenatome der ehemaligen Pistolenkugel "abzuschießen" und von der Sonne abzulenken. All das weiß ich aber nicht, da bräuchte man ein paar Zahlen und könnte es ausrechnen.

Ich vermute, das die Kugel durch die Gratitation der Sonne angezogen,also beschleunigt wird.

Mal angenommen, es ginge, das eine Kugel so schnell fliegt, dass sie aus der Erdatmosphäre kommt,.würde sie im Weltall konstant bleiben und dann im gravitationsfeld der SOnne beschleunigen. Ob und wan sie verdampft ist ja dann sowohl Zeit als auch abstandsabhängig. Es kommt drauf an von welchen Gesichtspunkt du das betrachtest. Es ist das gleiche ob du fragst wann bei einem Auto mit einem vollen 5 Liter Tank dieser Leer ist...nach 500km oder nach 6Stunden Autofahrt...im Normalfall betrachtest du es in dem Fall als abstandsfaktor. So würde ich es zumindest hernehmen. Ich vermute die Kugel wird beim eintreten in die Sonne irgendwann verdampfen. Da sie durch die Sonne nochmals beschleunigt wird und dann irgendwann verglühen

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