Was passiert mit der Gesellschaft?

36 Antworten

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Kann ich alles nachempfinden. Denke dort genauso. Bin der Meinung es liegt einfach daran, das man Kinder/Jugendliche einfach viel zu sehr in eine Richtung drängt. Sowas wird ja teilweise schon fast unterrichtet. Dazu kommt, das die Kinder und Jugendlichen nichts anderes mehr zu tun haben. Damals musste man zuhause meist viel mithelfen, war einfach noch mehr draußen. Heutzutage haben die doch nichts mehr zutun. Sie werden in der schule schon damit "genervt" und zuhause können sie sich ja weiter damit beschäftigen, weil außer zocken nichts mehr bleibt. Dadurch kommen auch die öfteren psychischen Probleme. Damalds hatte man genug Stress, man war es aber auch gewöhnt. Heutzutage sind sie schon mit einfachsten Dingen überfordert,weil selbst das schon zu viel verlangt ist. Der Körper und Geist, wird ja auch kaum noch benötigt.

Also kurz gesagt denke ich, der Grund ist einfach. Damals hatte man keine Zeit, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Man kannte sie teilweise auch gar nicht. Man war mit anderen Dingen beschäftigt.

Die asozialen Online Medien tun ihr übriges.

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Solche Sorgen kann man sich wohl auch nur ohne Sorgen machen, wa'?

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@Dultus

Ja genau😄

Das sieht man allgemein in der Gesellschaft ja auch. Deutschland hat so viele Probleme, aber das wichtigste ist jetzt Rassismus und Gendern. An sich ja wirklich wichtig, aber nicht in der Umsetzung. Bei Rassismus denken irgendwelche Clowns, sie müssten Begriffe ändern, obwohl es die Betroffenen nicht interessiert. Bei Gendern, ist in Ordnung, das es andere Menschen gibt, aber wir brauchen dafür, meiner Meinung nach, keine neue Sprache.

Über sowas kann sich nur der Gedanken machen, der sonst nichts wichtigeres kennt.

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"Damals hatte man keine Zeit, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Man kannte sie teilweise auch gar nicht. Man war mit anderen Dingen beschäftigt." Lies zum Beispiel ´mal das Satyricon von Petron zum Thema "Verhaltensformen in der römischen Gesellschaft und deren Wertvorstellungen" und auch ÜBER dieses Werk, zum Beispiel, dass daher unser Begriff "Satire" stammt, denn dein Unwissen entsetzt mich. Der Bildungsnotstand in vielen deutschen Bundesländern gerade auch in Geistesgeschichte ist einfach nur schauerlich...

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Schwierig, darauf eine einfache Antwort zu finden, die ins Format eines Online-Forums passt.

Ich denke, es ist wohl ein Zusammenspiel aus...

  • geänderten, gesellschaftlichen Wert- und Moralvorstellungen
  • wachsendem Individualismus
  • immer größerer Freiheit und Toleranz
  • bei immer größerem Druck, irgendwo dazu zu gehören
  • Einflüssen durch soziale Netzwerke und Internet
  • weniger Führung und Autorität durch Eltern und Lehrer
  • bei gleichzeitig immer mehr Möglichkeiten
  • allgemeine Orientierungslosigkeit und Identitätskrise
  • Mangel an konsistenten Vorbildern oder Rollenmustern
  • materieller Übersättigung
  • Langeweile und Mangel an existenziellen Problemen

Oder simplifiziert: Man sagt den jungen Leuten hierzulande, sie können alles sein, was sie wollen, sie sollen sich selbst verwirklichen, sie können alles erreichen, man öffnet ihnen alle Türen und gestattet ihnen sämtliche Freiheiten, aber man bringt ihnen zuvor nicht bei, wie man mit diesen unendlichen Möglichkeiten eigentlich umgeht. Der Sinn, die Verantwortung und die Begleitung fehlt.

Als junger Mensch stellt sich doch jeder die Frage "Wo ist mein Platz in dieser Welt, in der Gesellschaft?". Und während traditionelle, eher autoritäre Gesellschaften darauf eine ganz klare Antwort geben, heißt es bei uns nur: Kein Plan, finde es selbst raus.

Stimmt! Dazu gibt es wenig.

Entspricht ja auch etwas einem Experiment;

Es gab meine ich Jellybeans und man hat Passanten eins von drei Stück angeboten - kein Problem. Die Leute haben sich die genommen, die sie mochten und waren zufrieden.

Als sie jedoch viel zu viele bekamen, waren sie nach ihrer Wahl unzufrieden, weil man ja auch was anderes hätte nehmen können.

Ich glaube, das trifft auf unsere heutige Zeit gut zu. Es gibt zu viel, was man erreichen kann aber viele werden nicht gelenkt und eine gute Wahl aufgezeigt. Denn viele Leute wollen ja auch gelenkt werden.

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@Dultus

Ja, die Richtung fehlt. Und was auch fehlt, ist Autorität, gegen die man aufbegehren könnte als junger Mensch. Nur wenn man auch mal Gegenwind bekommt, kann man als Jugendlicher wachsen und lernt sich überhaupt erst selbst kennen, seine Stärken und Schwächen. Aber wie soll ein junger Mensch heute noch rebellieren? Er darf eh alles. Und so sucht er sich halt krampfhaft die letzten paar Dinge, die noch als Tabubruch oder Grenzüberschreitung durchgehen. Früher gabs schon ein paar hinter die Löffel, wenn du einen Erwachsenen schief angeschaut hast, heute musst du als junger Mensch eben mindestens ein pansexueller Swinger mit 3 Freundschaft-Plus, ein drogen vertickender Gangsterrapper oder der künftige Boss einer Terrormiliz sein, damit irgendeiner der übersättigten und apathischen Erwachsenen eine Augenbraue hebt.

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> scheinen sich auf eine Sexualität festzulegen.

Sie suchen eine Bezeichnung für ihr derzeitiges Empfinden, damit legen sie sich aber noch lange nicht fest. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Das wird Gender Identity genannt. Und diese Identität kann sich zB auch noch mit 40 ändern.

Ich habe mir in dem Alter kaum Gedanken darüber gemacht.

Muss man auch nicht. Vor allem nicht, wenn man zu den 90% gehört, für die eh schon alles vordefiniert ist.

Trends sehen, weil die Kinder davon immer öfters konfrontiert werden und sich dazu entscheiden.

Die Wissenschaft sagt "Nö".

Die Wissenschaft sagt "Nö".

Hast du dazu einen Beleg, wenn das die Wissenschaft sagt?

Das wird Gender Identity genannt. Und diese Identität kann sich zB auch noch mit 40 ändern.

Schon klar, aber gerade bei Jugendlichen hat das m.E.n stark zu genommen.

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@Dultus
Hast du dazu einen Beleg,

mal auf die Schnelle:

There is no substantive evidence which suggests parenting or early childhood experiences play a role with regard to sexual orientation.

https://en.wikipedia.org/wiki/Homosexuality

hat das m.E.n stark zu genommen.

Früher hat man das für sich behalten.

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@wilmaed

Dort steht, es gibt keinen Beweis, die Aussage ist nicht "Ist nicht so".

Früher hat man das für sich behalten.

Das glaube ich natürlich. Früher war Outing was Großes und jemand brauchte viel Mut dazu. Es ist schön, dass das nicht mehr so ist.

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@Dultus
die Aussage ist nicht "Ist nicht so".

man kann nicht die Nichtexistenz vom Osterhasen beweisen. Oder von Gott.

Und für deine Annahme gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg.

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@wilmaed

Eine Annahme ist eben eine Annahme, bis es Studien dazu gibt. Es würde sich statistisch darlegen lassen, ob das so ist oder eben nicht.

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@Dultus
. Es würde sich statistisch darlegen lassen, ob das so ist oder eben nicht.

Ist ja nicht so, dass das nicht probiert worden ist. Besonders in den USA von bestimmten Organisationen.

Auf der einen Seite sollen Teenager leicht beeinflussbar sein und auf der anderen Seite funktionieren Konversionstherapien nicht, bei denen der Patient unbedingt seine sexuelle Orientierung ändern möchte? Bei Androhung von zB Höllenfeuer und sozialer Ächtung?

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@wilmaed
auf der anderen Seite funktionieren Konversionstherapien nicht

Gut, liegt aber auch ggf daran, dass das dann nicht der Überzeugung entspringt, sondern aus enormen Druck und teils Schmerz.

Wer stellt sich nicht gegen wen, wenn man eine Meinung hat und jemand zu dir einfach sagt "Deine Meinung ist beschissen und falsch"?

Ist denke ich einfach auf einem anderen Level, zumal man die "Therapeuten" wahrscheinlich eher als Böse ansieht - wer will so einem dann folgen?

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@Dultus

Man, Du schreibst, von der Frage bis zu den Kommentaren, wirklich hanebüchenen Unsinn.

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@Libertinaerer

Was ist daran Unsinn, dass solche Konversationstherapien manipulativ und gegen den Willen des Menschen sind?

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@Libertinaerer

Zumal das hier eine Meinungsumfrage ist. Dass sich die Gesellschaft ändert und dass es früher genau so andere Sexualitäten, nur teils unterdrückt gab, ist mir klar. Das heißt nicht, dass diese aus einem Trend heraus einen Boost bekommen könnten.

Sage ich, dass das schlecht ist? Keines Wegs.

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@Dultus
Was ist daran Unsinn, dass solche Konversationstherapien manipulativ und gegen den Willen des Menschen sind?

Du verfehlst den eigentlichen Punkt komplett:

liegt aber auch ggf daran, dass

Nein. Liegt es nicht. Auch nicht "ggf.", sondern NIE.

Konversionstherapien - funktionieren - nicht. Punkt.

Zumal das hier eine Meinungsumfrage ist. 

Ich habe kein Problem damit, dass Du eine "Meinungsumfrage" machen möchtest.

Womit ich ein Problem habe, ist, wie geschrieben, der hanebüchen Unsinn, den Du schreibst. Und da ich den Thread mittöerweile komplett durchgelesen habe, gepaart mit einer bemerkenswerten Ignoranz und Lernunwilligkeit.

Warum Du Unsinn schreibst, haben dir viele User IMHO sehr verständlich dargelegt.

Anstatt das anzunehmen, beharrst Du auf dem Unsinn, und wählst auch noch eine Unsinnsantwort als "hilfreichste" aus, von einer Userin, deren sonstige Beiträge vom Weltbild her exakt so sind, wie man das erwarten kann.

Sieht mir sehr danach aus, als wolltest Du eine ganz bestimmte Meinung haben - ob sie sinnvoll ist oder nicht, war nicht von Interesse.

Dies nur als Hinweis für Neuankömmlinge bei diese "Frage".

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@Libertinaerer

Wieso ist es Unsinn? Wenn du die Threads gelesen hast, hast du eigentlich auch gelesen, dass ich dagegen nichts habe. Viele haben geschrieben, dass es nicht so ist, weil sich viele outen. Natürlich ist das so. Das schließt die Möglichkeit eines Trends aber nicht aus. Ich habe die Antwort gewählt, weil ich überhaupt eine hilfreichste Antwort vergebe, diese recht ausführlich ist und von mehreren positiv bewertet wurde.

Auch einige andere Nutzer hier teilen die Meinung. Ablehnen tue ich keine, auch wenn man von Astrologie spricht.

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@Dultus

Lies die kritischen Kommentare nochmal durch!

Mein dringender Rat: Nimm sie an. Alle. Erwarten tue ich das nicht, und in Folge halte ich auch jedwede Diskussion mit dir für pure Zeitverschwendung.

Auch das musst Du nicht verstehen. Aber das interessiert mich auch nicht. Schade eigentlich. Zumal ich normalerweise extrem darum bemüht bin, dass man mich versteht ...

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Schule wird immer einfacher. Immer mehr Menschen machen Abitur. Gleichzeitig kommen auch Migranten in die Deutschklassen und ein Göthe und Schiller ist nicht mehr Standard, weil gerade diese Schüler so etwas gar nicht verstehen können. Schüler, die sonst Realschule gemacht hatten, haben heute Abitur. Gleichzeitig ist die Zeit in der Schüler in der Schule sein müssen durch Nachmittagsunterricht oder Ganztagsbetreuung angestiegen, so dass keine Zeit mehr für Hobbys, Arbeiten und dergleichen besteht. Schüler haben weniger Zeit für sich und es gibt mehr Burnouts.

Beim Thema Schule und Bildung: Auf den Punkt!

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Da stimme ich dir nicht zu. Ich bin auf einem Gymnasium in der Oberstufe/BaWü und das von dir genannte Klientel wird mit zunehmender Klassenstufe ausgesiebt. Insgesamt haben in meiner Klasse schon 5 Schüler die Schule gewechselt (Das sind immerhin aktuell 20%) der Klasse, weil diese den Anforderungen des Gymnasiums nicht gewachsen waren.

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@Alex5975818

Damals war es extrem selten jemanden zu finden, der eine bessere gymnasiale Abschlussnote als 1,5 auf dem Abiturzeugnis hatte.

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@Alex5975818

Ich kann nicht beurteilen ob das normal ist, oder nicht, dass diese Schüler ausgesiebt werden. Dass in der Oberstufe auch Schüler abgehen, ist jedenfalls normal. Ich weiß nur von einer Deutschlehrerin:

Schüler müssen 2 Fremdsprachen belegen, je nach Profil auch auf LK Niveau. Die Flüchtlingskinder ab 2015 wählen dann Spanisch, weil das erst in höheren Stufen angeboten wird und alle bei Null starten. Englisch dürfen sie nicht wählen, weil dazu muss man anscheinend mindestens 4 Jahre Englisch Unterricht nachweisen. Also nehmen sie gezwungenermaßen: Deutsch-Leistungskurs. Grammatik klappt perferkt, aber darauf kommt es in der Oberstufe nicht mehr an. Den Inhalt der Texte können sie jedoch nicht verstehen. Wie auch? Also muss der Lehrer das Niveau senken und kann nur aktuelle Texte durchnehmen, wie Zeitungsartikel usw, aber nichts/wenig Historisches. Das war sonst klassisch im Deutsch Unterricht. Also ein Grund warum der Unterricht leichter wird. Alle, oder gerade diese Schüler mit Schwächen, darf man auch nicht von der Schule verweisen. Das ist politisch undenkbar. Deshalb senkt das Kultusministerium regelmäßig die Anforderungen -> Schule wird leichter. Hinzu kommt jetzt noch Corona, wo gesagt wird, dass ein Zurücksetzen in die letzte Klassenstufe ausgeschlossen wird. (Für Corona können die Schüler natürlich nichts)

Noch ein lustiges Beispiel:

Gerade durch das (neue) LGBTQ+ und der leicht verstärkte Trend Rassismus zu bekämpfen und "Alle Menschen sind gleich" zu predigen, was ja auch gut ist, entsteht im Deutschunterricht folgender Konflikt: Schüler sollten einen Text aus der Kolonialzeit analysieren mit Beachtung des zeitlichen Hintergrundes. Dort fallen dann auch Begriffe wie "Schwarze" oder "Mohrenkopf"... Das war zu der Zeit aber normal und nicht zu beanstanden. Die Schüler erkennen daraus aber durchgehend einen rassistischen Text und checken den Inhalt nicht. So gesehen konnten alte Schüler damals diese Aufgabe lösen, die neuen Schüler von heute aber nicht mehr. Das soll jetzt aber kein Vorwurf sein! 😄

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Hallo! Man kann wohl davon ausgehen, dass es diese 'etwas anderen' Leute schon immer gab, sie sich jedoch vorher nicht 'aus ihren Löchern' getraut haben. Als ich jung war, stellte ich fest, dass ich bisexuell bin, das war selbst in den 90ern ein Skandal. Ich bin mal einen nervigen Typen losgeworden, indem ich meine beste Freundin(auch sehr tolerant) küsste- der Typ holte seine Freunde und es kam fast zu einer Schlägerei mit meinen Freunden! Völlig bekloppt! Ein guter Bekannter erzählte mir, in Naturvolkern sei Bisexualitat recht weit verbreitet, mehr als in 'entwickelten' Gesellschaften. Vielleicht sind wir ja so gut wie alle fasziniert von dem, was wir schön finden, je offener man ist, desto eher lässt man den Schluss zu, dass es einen auch sexuell interessiert. Ich bin ganz froh darüber, dass das heute diverser ist; Selbstfindung ist harte Arbeit auch ohne gesellschaftlichen Zwang. Leider glaube ich, diese Jugendlichen sind trotzdem immernoch einer Menge Vorurteilen anderer ausgesetzt, was sicher nicht gut für ihre Entwicklung ist. Hoffentlich verstehen wir irgendwann, dass es weit wichtiger ist, anständig als konform zu sein.(soll nicht heißen, das schließe sich aus). Grüße!

Huhu! Danke für deine Antwort!

Gut, ggf. meine ich auch eher vor 10 Jahren als Anfang der 2000er.

Aber es ist natürlich eine Schande, dass Menschen dafür angegriffen werden oder wurden und bin froh, dass du es schlussendlich "unversehrt" mit deinem Outing geschafft hast.

Ich finde die Diversität generell gut. Das sollte sowieso jeder für sich entscheiden!

Hab noch einen schönen Freitag und Wochenende!

LG

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