Was passiert mit den wirtschaftlichen Zielen im Bezug auf den Konjunkturverlauf?

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2 Antworten

Deshalb gibt es ja konjunkturphasen. So war z. B. in den 50er jahren eine lang anhaltenende Boomphase mit Vollbeschäftigung. Dementsprechend wurden viele Investitionen zur Verbesserung der Produktivität getätigt. Das führt natürlich später, wenn die Konjunktur nciht mehr so gut läuft, dazu, dass man viel weniger Personal benötigt.

Das magische Viereck (oder Sechseck) hat einige Zielkonflikte, so dass alle Ziele gleichzeitig kaum erreicht werden können (deswegen ist es ja auch "magisch"). Im Boom hat das Wirtschaftswachstum seinen höchsten Stand erreicht, der Beschäftigungsgrad ist ebenfalls sehr hoch. Gleichzeitig kann aber kein stabiles Preisniveau gewährleistet werden (in der Boomphase steigen Preise und Löhne). Es gibt nämlich einen Zielkonflikt zwischen Preisniveaustabilität und hoher Beschäftigung (Stichwort Phillips-Kurve). In der Rezession wächst die Wirtschaft nicht oder schrumpft, der Beschäftigungsgrad ist niedrig, das Preisniveau stagniert oder Preise sinken. Ziel der Wirtschaftspolitik sollte es sein dafür zu sorgen, dass möglichst alle Ziele erreicht werden, d.h. abhängig von der Konjunkturphase werden Maßnahmen ergriffen (z.B. in der Rezession durch Erhöhung der staatlichen Ausgaben den Beschäftigungsgrad erhöhen).

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