Was passiert mit dem Erbe wenn das Kind darauf verzichtet aber die Eltern trotzen das Kind in Testament aufnehmen?

6 Antworten

Gnuman:

Ein Erbverzicht kann nur zu Lebzeiten des Erblassers wirksam geschlossen werden (§ 2346 BGB).

Nach dem Erbfall greift die Ausschlagung. Wird die Erbschaft ausgeschlagen, gilt der Anfall der Erbschaft als nicht erfolgt (§ 1953 BGB).

An die Stelle des Ausschlagenden tritt bei der gesetzlichen Erbfolge der nach ihm berufene gesetzliche Erbe.

Bei der durch Testament bestimmten, gewillkürten Erbschaft tritt an die Stelle des Ausschlagenden der etwaige Ersatzerbe, wenn dieser nicht vorhanden ist, der nach der gesetzlichen Erbfolge nächstberufene Erbe.

Beispiel:

Der gesetzliche Erbe oder der gewillkürte Erbe schlägt wegen Überschuldung des Nachlasses wirksam aus, dann erben seine Abkömmlinge. Schlagen diese nicht wirksam aus, verbleibt zur Haftungsbeschränkung die Möglichkeit, das Nachlass-Insolvenz-Verfahren oder die Nachlassverwaltung durchzuführen.

Empfehlung: Lass dich von einem fachkundigen Juristen beraten.

Danke, aber ich verstehe nur Bahnhof. den zweiten Satz verstehe ich überhaupt nicht. was ist ein Erbfall? was bedeutet: die Ausschlagung greift? und überhaupt ,kannst du das bitte auf deutsch nochmal aufschreiben?

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@gnuman79

Kurz das übersetzt, was dich hiervon wohl interessiert: Der Erbfall tritt ein, wenn du stirbst. Dann greift die gesetzliche Erbfolge (bei dir Ehepartner und Kind) außer du hast ein Testament hinterlegt, dann ist dein Wille ausschlaggebend. Jetzt hat in deinem Fall dein Sohn nach deinem Tod die Möglichkeit die Annahme des Erbes vor Gericht abzulehnen (=ausschlagen). Wie dein Sohn sich zu dem Zeitpunkt entscheidet, kann dir niemand sagen. Sollte er ausschlagen und hat zu dem Zeitpunkt bereits Kinder, erben diese. 

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Was der Sohn vor dem Ableben der Eltern sagt ist das Eine, ausschlaggebend ist, ob er nach dem Sterbefall beim Amtsgericht auf das Erbe verzichtet. Tut er das nicht, erbt er.

Ein Testament ist eine einseitige Willenserklärung. Aus diesem Grunde muss ich bei Erstellung meines Testaments auch niemanden fragen, ob er erben will. Wem ich etwas hinterlassen möchte, bleibt ganz allein meine Entscheidung.

ja, so ist es.

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Ja, denn er ist als Erbe testamentarisch eingesetzt. er kann aber vor dem Nachlassgericht auf das Erbe verzichten.

top, so ist es.

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