Was passiert in einer psychiatrischen Tagesklinik

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Es finden dort diverse Therapien statt. Je nach Schweregrad der Depression kommt es zu Gruppen- oder Einzelgesprächen. Du wirst unter anderem mit einem Verhaltenstherapeuten zu tun haben. Teilweise gibt es auch Musik- oder Maltherapie, manche Tageskliniken haben zusätzlich Sportangebote.

Mich verwundert es nur, dass Du ohne vorangegangenen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik gleich in eine Tagesklinik kommst. Normalerweise ist es üblich, dass man zuerst stationär behandelt wird und dann in eine Tagesklinik geht.

Wenn Du noch nicht medikamentös fest eingstellt bist, könnte es durchaus sein, dass die Tagesklinik Dich vorweg in eine stationäre Einrichtung schickt.

Grundsätzlich ist es immer gut, wenn man bei einer Depression in eine zuverlässige und vertrauensvolle Einrichtung kommt, die die ersten Hürden einer solchen Behandlung erleichtert, da Du Dich ja erst mal an den Ablauf eines solchen Tagesgeschehens einstellen mußt.

Bei einer Depression sind feste Tagesabläufe zwingend nötig, so dass der Patient gar nicht erst in die Situation kommt, in der ein Depressionsschub kommt.

Und das alles wirst Du ganz sicher in Deiner Klinik auch lernen.

Ich wünsche Dir für die Behandlung alles erdenklich Gute!!

Meine stationäre ReHa wurde von Rententräger auch nach Widerspruch abgelehnt, da nicht alle ambulanten Behandlungsmöglichkeiten ausgenutzt worden seien.

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@E82Driver

Dumme Frage: Wieso überhaupt REHA? Hattest Du denn vorher schon mal eine stationäre Behandlung?

Normalerweise ist eine Behandlung wegen Depressionen im Rahmen einer psychiatrischen Klinik keine Reha Maßnahme sondern eine reine Krankenhausbehandlung! Wenn Du zum Beispiel eine Akut-Phase hast, kommst Du über einen entsprechendes Kriseninterventions-Team sofort in ein psychiatrisches Krankenhaus zur Akut-Behandlung, und das bezahlt dann voll und ganz die Krankenkasse.!

Es ist daher für mich nicht nachvollziehbar, wieso in Deinem Fall der Rententräger zuständig wäre.

Mein Lebensgefährte leidet ebenfalls an Depressionen. Ich habe ihn in einer Akut-Phase zum Krisen-Interventionsteam gebracht, das dafür sorgte, dass er in ein entsprechendes Krankenhaus kam zur Akut-Behandlung. Und er bekam alles von seiner Krankenkasse bezahlt!

Was ist denn in Deinem Fall die genaue Diagnose?

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@Adlerblick

Ich danke Dir für Deinen Stern. Ich hoffe, ich konnte Dir noch ein paar Anregungen geben, auch über einen Kommentar, den ich hier abgegeben habe.

Wenn die Tagesklinik das so akzeptiert, wie es Dein Arzt jetzt vorgesehen hat, ist es ja auch gut. Wenn es die Tagesklinik als notwendig erachtet, dass Du vorweg eine stationäre Behandlung machst (keine REHA), dann werden sicher die dort tätig.

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@Adlerblick

Ja danke für die weiteren Infos. Die Tagesklinik hat zugesagt und mich heute angerufen, dass ich am Montag anfangen kann. Gute Frage warum dass bei mir nicht so war. Meine Reihenfolge war: Hausarzt, Psychiater, Einweisung Tagesklinik. Die Diagnose vom Psychiater ist 32.2 (Schwere depressive Episode) Von einer krankenhäuslichen Behandlung war bis jetzt keine Rede. Evtl. hast du Recht und die Tagesklinik empfiehlt weitere Schritte.

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@E82Driver

Freut mich für Dich, dass Du so schnell eine Zusage bekommen hast! Aufgrund meines Kommentars zur Antwort von Hammenser bist sicher auch entsprechend vorbereitet, was Dich dort erwartet. Sehe es wirklich als eine Maßnahme an, die Dir helfen soll, Dich besser zu strukturieren und damit auch wieder besser im Leben zurechtzufinden.

Deine Einstellung dazu ist nämlich sehr maßgeblich für den Erfolg einer solchen Therapie. Und nach Deiner schweren Depressions-Episode sehnst Du Dich sicherlich nach einem "normalen" Tagesablauf zurück.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für die Therapie und natürlich auch für hinterher.

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Also es sit schon so das man versucht dir nen geregelten Tagesablauf zu geben. Es sit auch schon so das man viel in der Gruppe macht wie besprochen. Wir waren auch nur z.b gemeinsam auf ausflüge,einkaufen und dhaben zusammen gekocht einmal die woche.

Also wenn du neutral an die Sache gehst dann bist du schon anrichtigen stelle und gut aufgehoben. Habs nicht bereut da gewesen zu sein. Kommt aber auch auf die Klinik an kannst auch ne schlechte bekommen den solltest du das aber mal ansprechen oder nen wechsel nach denken.

ansonsten is nichts schlimmes. war schon zwei mal da. hab viel sport gemacht mich abgelenkt, gut verstanden mit den anderen und dann gings.

ringelpiez mit anpacken, therapien wie bilder malen und anschließend wird da irgendwas hinein interpretiert, desweiteren gruppen therapie und einzelgespräche. bewegungstherapie und gemeinsames frühstück und mittagessen. das wars auch schon

@Hammenser: Offensichtlich bist Du von haus aus schon mit einer negativen Einstellung dort hingegangen, weil Du den Sinn einer solchen Behandlung gar nicht erfaßt hast!

Sinn und Zweck einer Tagesklinik ist einzig und allein, den Depressionskranken an einen regelmäßigen Tagesablauf zu gewöhnen.

Um das zu verstärken finden verschiedene Therapieabläufe statt, auch solche, die mancher Patient - so wie Du - als nicht unbedingt sinnvoll erachtet.

Auch unsere alltäglichen Abläufe enthalten Vorgaben, die nicht immer als sinnvoll erachtet werden, jedoch trotzdem gemacht werden müssen.

Man muß erst mal lernen, sich zu Tätigkeiten zu zwingen, die man eben nicht gerne macht, die aber wichtig sind für feste Tagesstrukturen, um nicht in Depressionen zu fallen aufgrund eines Gefühls der Leere.

Wenn man in die Arbeit geht, hat man auch tägliche Abläufe, die nicht immer Spaß machen müssen, trotzdem macht man sie.

Sobald die Menschen nicht mehr arbeiten fallen sie häufig in ein tiefes Loch, weil ihr Tag keine Struktur mehr hat.

Du bist ja nicht umsonst in die Tagesklinik gekommen. Offensichtlich hat es Dir gemangelt an diesen Tagesstrukturen.

Der Fehler war wohl, dass man Dir das vorher nicht richtig erklärt hat, warum diese Therapiepläne angesetzt sind, auch, wenn sie Dir nicht so gefallen haben. Hintergrund war sicher nicht Ringelpiez, sondern ein eindeutiges Therapie-Konzept!

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@Adlerblick

sicher sicher, erst die menschen mit unsinnigen, giftigen und teilweise unwirksamen psychopharmaka abfüllen und ihnen dann suggerieren das sie eine feste struktur brauchen, weil ja alle psychisch kranken gleich sind, und voher keine hatten. klingt für mich so als ob du in einer solchen einrichtung arbeitest, sonst würdest du mir ja nicht das recht absprechen eine tagesklinik zu bewerten wie ich sie sehe ohne mir gleich inteligenz abzusprechen.

ps: in einer tagesklinik werden nicht nur depressionen behandelt, sondern auch all die anderen pseudo diagnosen die die "moderne" psychatrie hergibt

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Ich bin nun etwas unsicher, ob ich das mit der Tagesklinik versuchen soll. Eine Überweisung von meinem Hausarzt habe ich schon. Ich müsste mich dort nur noch melden. Wie läuft das dort ab und was macht man dort den ganzen Tag? Ich habe gehört, dass man dort um die 8 Stunden am Tag verbringt, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man dort solange eine Beschäftigung hat. Es ist mir bewusst, dass das Ganze nicht in jeder Klinik gleich sein wird, aber ich denke, dass in den meisten Kliniken in etwa dasselbe Programm abläuft.

Danke.

Gruß
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