Was passiert in der Psychiatrie bei selbstverletzendem verhalten?

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8 Antworten

Bei uns war es wichtig, nach dem SvV sofort das Pfleger-Zimmer aufzusuchen (auf meiner Station baute man viel auf Selbstständigkeit). Die Wunde wurde verarztet und man musste einen Seitenlangen Bogen ausfüllen um den SvV zu erklären. Dieser Bogen wurde dann in der nächsten Therapiesitzung, beim Stationsarzt oder bei einem Pflegegespräch (mit einem Pfleger) besprochen. Je nachdem mit dem man darüber reden will.

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Kommentar von Cassy97
06.10.2016, 20:27

Ja genauso wars bei mir auch nur dass die Wunden dann immer in der Notaufnahme genäht/behandelt wurden ^^ aber es gab keine "konsequenzen"

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Kommentar von FelinasDemons
06.10.2016, 20:57

Ja, klar kommt halt auf die Tiefe an. Und dieser Bogen war ja keine "Konsequenz", eher eine Selbsteinschätzung des Fehlverhaltens, so ähnlich haben die Pfleger das bezeichnet.

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Die Wunde wird ärztlich versorgt. Meistens folgt dann ein Gespräch mit dem Pfleger/Therapeuten/Arzt, warum man es getan hat (und zukünftig mehr Gespräche). Und der Gegenstand, mit dem man sich verletzt hat, wird einem abgenommen (je nachdem auch mit Zimmer durchsuchen). Und das war's für's erste. 

Sollte sowas häufiger vorkommen (gerade über einen kurzen Zeitraum), gibt es halt härtere "Konsequenzen" (nicht zum bestrafen, sondern zum schützen). Je nach Grund der Verletzung kann das verschieden sein. Das reicht von weniger Ausgang und kein Wochenende Zuhause über kein Besuch bis in den schlimmsten Fällen auf die Akutstation.

Aber so Sachen sind auch von Klinik zu Klinik anders. Bei uns gab es die Regel, wer ein Pflaster oder Verband hatte, musste diese Stelle irgenwie mit Stoff bedecken. Das mag in anderen Kliniken anders sein. 

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Die Wunden werden ärztlich versorgt (wenn nötig auch genäht) und du wirst dazu aufgefordert, den Gegenstand, mit welchem du dich verletzt hast, herauszugeben. Man wird dann in Zukunft vermehrt ein Auge darauf haben, dich ggf. gründlicher filzen, es wird ein Gespräch mit deinem behandelnder Therapeuten geben um zu klären, warum du dich verletzt hast und was du in Zukunft tun könntest, um es nicht mehr zu machen.


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Ich lag ne weile in der geschlossenen, dort gab es teilweise Menschen die unter Psychosen litten, nichts mehr von dieser Welt mitbekommen haben und gerne gewaltätig wurden, die wurden dann fixiert, also Arme, Beine und Hüften wurden mit schnallen versehen, sicher haben die auch Tabletten bekommen. 

Sich selbstverletzende in der offenen kommen auch schnell mal in die geschlossene und werden fixiert, aber solange das dringend notwendig ist. Üblich ist immer ein Gespräch mit Oberarzt und Psychologe, bevor man verlegt wird.

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Kommentar von hoekerlein
06.10.2016, 20:17

Genau so kann es passieren!

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Kommentar von LittleMistery
06.10.2016, 21:05

So ein Quatsch. Man wird doch nicht wegen selbstverletzendem Verhalten fixiert.

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Du wirst erstmal dort bleiben müssen ,dein Handy unter Umständen abgeben müssen und in seltenen Fällen ein paar Wochen keinen Besuch empfangen dürfen.

Dort bekommst du dann ein Zimmer redest mit Ärtzten Phsychologen usw. über dein Problem den Hintergründen warum du das getan hast oder tust etc.

Dann werden sich die Ärtzte beraten und dich Medikamenter behandeln . Natürlich wirst du auch mit Phsychologen reden und an anderen Therapien/Aktivitäten teilnehmen . An welchen genau hängt von Art/ Grund / Schwere der Selbstverletzung ab .

LG

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Kommentar von rotweinfan67
06.10.2016, 20:09

gut erklärt!! 

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Wenn die Wunden so tief sind, dass die genäht werden müssen, geht es natürlich in die Notaufnahme. Wenn die aber normal versorgt werden können, wird das natürlich gemacht und du musst unter Umständen einen Bogen ausfüllen, wo du erklärst, wieso es so weit gekommen ist und was du dabei gedacht hast und was der Auslöser war. Das kann ich dir grob sagen.

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Meinst du einen subsuiciden Versuch ( Selbstverletzung aus Verzweiflung) ? 

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Die kommen in die geschlossene!

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Kommentar von DerDitsche
06.10.2016, 20:05

Um sich selbst und andere zu schützen!

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Kommentar von FelinasDemons
06.10.2016, 20:09

SvV hat doch nichts mit Suizid/Mord zu tun! Die Person will weder sich noch andere töten. Sie verletzt sich bloß selbst! Da helfen Skills und Gespräche mit dem Therapeuten. Kein einsperren auf der Geschlossenen!

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Kommentar von LittleMistery
06.10.2016, 21:04

So ein Quatsch. 

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