Was passiert hinter den Kulissen in den Zeitraum zwischen "drohender" Kündigung und Kündigung ..

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1 Antwort

Dein Chef muss den Betriebsrat beteiligen um eine wirksame Kündigung auszusprechen. Der Betriebsrat hat eine Woche Zeit bei einer ordentlichen Kündigung seine Zustimmung oder Ablehnung zu erteilen.

Ein guter Betriebsrat stellt aber fest, dass ihm noch Informationen fehlen damit diese Wochenfrist beginnt. Dann wird er sicher ablehnen mit der Begründung dass diese Maßnahme nicht gerechtfertigt ist weil es andere Aufgaben im Betrieb gibt die erfüllt werden könnten. (dies würde eine Erklärung für weitere Gespräche sein)

Es ist auch kaum möglich einem Arbeitsrichter zu überzeugen, dass man sich von einem Arbeitnehmer trennen muss, nur weil er die eine Aufgabe nicht erfüllen kann.

Eine Kündigung muss verdammt gut vorbereitet sein damit sie nicht vom Arbeitsgericht gekippt wird. Aber genau diese Vorbereitungszeit hast Du auch. Spreche mit Eurem Betriebsrat, mache Dir Gedanken wie Du im Betrieb sonst eingesetzt werden kannst, teile diese Gedanken Deinem Arbeitgeber und Betriebsrat mit und ganz nebenbei, schau doch schon mal auf dem Arbeitsmarkt, vielleicht gibt es da auch etwas interessantes und Du trennst Dich dann von Deinem bisherigen Arbeitgeber, bestenfalls sogar mit einer kleinen Abfindung, muss ja niemand wissen, wenn Du schon einen neuen Arbeitsvertrag hast.

Soarian 06.09.2014, 14:25

Hallo liebe ropewe, endlich habe ich auch auf diese meine Frage einen Antwort. In dem Unternehmen gibt es kein Betriebsrat. Und vor dem Arbeitsgericht habe ich null chance weil ich erst seit vier Monaten dort arbeite. D.h keinerlei Sozialauswahl. Ich bin auch nicht behindert und nicht schwanfger. Sie die brauchen keine Begründung bei Kündigung anzugeben. Das Ganze ist für mich sehr schmerzhaft. Einigen Kollegen sieht man an dass sie Bescheid wissen. Ich bin so blöd, ich habe dorthin aus einer Behörde gewechselt nur wegen einbißchen mehr Geld. Naturluch schaue ich nach Stellen. Heute Abend werde ich mich mindestens bei 10 bewerben. Hast Du vielleicht eine Idee, was ich noch tun kann. Beim Feedbackgesprech 2 habe ich den Chef direkt agefragt, was er von mir hält und was er mit mir vor hat. Er ist mir ausgewichen:"Ich versuche mhreir eben ein Bild zu machen". Warum den so quellen? Ich habe mir überlegt, den Freelancer, der sich über mich beschwert hat (habe ich in meinem anderen Beitrag "Schlechter Feedback..." detalliert beschrieben) anzuschreiben und die Auflistung alle Beschuldigungen. Bringt mir das etwas? Mir geht es so schlecht, vor allem weil ich überhaupt nicht Herr de Lage bin. Ich möchte gerne etwas tun aber weis nicht was sinn macht. Einen Anwalt zu suchen? Macht das Sinn? Ich habe Versagensängste... Soll ich überhaupt auf der Arbeit noch was machen oder Krank melden?

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