Was passiert eigentlich, wenn sich ein suizidgefährdeter minderjähriger Menschen unabsichtlich schwerverletzt?

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4 Antworten

Das gleiche wie bei einem Erwachsenen.

In deinem Fall: Psychiatrie.

Denn akute Suizidalität oder zumindest latent und Gefahr mindestens für sich, offenbar auch andere, ist immer eine Indikation für akute Psychiatrie.

Erst recht wenn schon ein Versuch oder ein Vorfall stattfand.

Der Autofahrer wird Teilschuld bekommen, aber um juristische Schuld ging es doch gar nicht in der Frage.

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Kommentar von einfachichseinn
25.10.2016, 20:40

sicher, dass die Person dann direkt in die Klinik kommt?

Ein depressiver Mensch kann ja auch unaufmerksam sein ohne, dass er einen Gedanken daran verschwendet hat sich umzubringen.

Der Impuls für diese Frage kam mir eigentlich schon vor ein paar Wochen, als es mir sehr sehr schlecht ging. Ich schilder diesen Vorfall einmal kurz, um einen besseren Eindruck zu vermitteln.

Ich hatte schon seit ein paar Tagen einen absoluten Tiefpunkt. Ich habe da nicht wirklich konkret den Wunsch gehabt, dass ich mir das Leben nehmen will, ich stand meinem Leben relativ neutral gegenüber. Also wäre ich irgendwie durch einen dritten zu Tode gekommen, wäre es mir relativ egal. Das zeigte sich zu dieser Zeit zum Beispiel ganz deutlich beim Autofahren. Ich hatte lange Zeit Angst beim Autofahren, grade auf der Autobahn. In dieser Phase war es mir einfach egal, also ich hatte keine Angst mehr vor einem Unfall oder so.

Ich war dann nachdem ich einige Tage wirklich nur Zuhause war ein bisschen einkaufen und wollte nur noch nach Hause gehen. Ich hing die ganze Zeit vielen negativen Gedanken nach und habe nicht wirklich auf die Straße geachtet und bin (Gott sei Dank wohne ich in einer relativ verkehrsruhigen Gegend!) ohne auf die Autos zuachten über die Straße gegangen. 

Ein ähnliches Szenario könnte auch eine Mutter durchleben, die total gestresst ist oder ein Geschäftsmann, der tausend Termine im Kopf hat..

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Hm - aus welcher Richtung kommt diese Frage? Aus der eines Betroffenen,- oder aus der eines Freundes?? - ... ein Schelm wer anderes denkt...?

Die Frage ist doch: Wie ist die Vorgeschichte zu den suizidalen Absichten grundsätzlich in diesem Zusammenhang? Gab und gibt es Anzeichen für eine aktuelle Krise oder andere emotionale Erschütterungen?

Es geht nicht um Einseitigkeit und Vorverurteilungen: Hat also zum Beispiel jemand mal vor Wochen oder Monaten eine schwere Krise durchlitten mit eben suizidalen Absichten und Handlungstendenzen, ist aber seither wieder stabil, kann er natürlich genauso in Unfallsituationen geraten wie "Hinz und Kunz"...

Sollte die Krise allerdings sehr aktuell bestehen,- dann würde "ein Unfall" nach entsprechenden Ansagen und Handlungsabsichten im Vorfeld natürlich einen Versuch nahelegen. Und man würde entsprechend reagieren Alles andere wäre auch aus ärztlicher, bzw. der helfenden Sicht unprofessionell! 

Sincerely, Norbert

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Kommentar von einfachichseinn
25.10.2016, 19:50

Danke für die Antwort. sie sagt gleichzeitig am wenigstens und doch am meisten aus!

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Er wird höchswahrscheinlich eingewiesen, weil er eine Gefahr für sich selbst und andere darstellt. Ganz klar. Immerhin hätte der Fahrer beim evtl ausweichen sterben können.

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Kommentar von einfachichseinn
24.10.2016, 20:21

Das Problem ist dabei allerdings immer noch, dass es kaum beabsichtigt war. Ein Mensch, der unverschuldet einen Autounfall verursacht wird ja auch nicht direkt eingewiesen...

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Kommentar von FelinasDemons
24.10.2016, 20:31

Okay, aber wenn jetzt die Eltern über diesen Vorfall informiert werden, gehen sie ja davon aus, dass es ein Suizidversuch war. Egal was der Betroffene sagt. Eigentlich liegt es an den Eltern ob sie das Kind zwangseinweisen. Immerhin ist es noch Minderjährig. Jemand von dem bekannt ist, dass er suizidgefährdet ist wohl anders behandelt wie ein "normaler" verirrter Fußgänger^^"

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Kommentar von einfachichseinn
24.10.2016, 20:38

und wenn die Eltern das gar nicht checken, weil sie zwar wissen, dass das Kind suizidgefährdet war, es aber denken, dass es es nicht mehr ist?

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Kommentar von FelinasDemons
24.10.2016, 20:45

Wenn die Eltern es verdrängen? Na, ich Denke (kann mich auch irren), dass die Polizei ein psychologisches Gutachten anforden. Sie wollen ja wissen, weshalb die Person das getan hat. Häufig passiert so was ja bei psyschich labilen Menschen.

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Dann ist der autofahrer schuld

Und generell gesagt, es wird ermittelt ob es ein suizidaler versuch oder ein unfall war

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Kommentar von einfachichseinn
24.10.2016, 20:15

Was kann der Autofahrer dafür, wenn plötzlich jemand auf dir Straße rennt? Wie wird denn ermittelt? Vor allem ist niemandem klar, ob es ein Unfall war oder eben nicht...

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Kommentar von einfachichseinn
24.10.2016, 20:32

Es ist dennoch falsch direkt dem Autofahrer die Schuld zu geben. In dem von mir geschilderten Fall wäre der Autofahrer nicht derjenige, der die Schuld zu tragen hat.

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