Was passiert eigentlich mit dem Kind, dessen Elternteil ADS/ADHS hat?

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4 Antworten

Interessante Frage.

Allerdings lernen die meisten AD(H)Sler mit den Jahren ihre Impulse besser zu kontrollieren. Somit wird ein Erwachsener, der als Kind unter AD(H)S litt, nicht mehr so sehr unter diesen Negativ-Effekten zu leiden haben.

Somit würde ein Kind dieses Erwachsenen auch nicht mehr darunter zu "leiden" haben, als andere Kinder unter ihren "normalen" Eltern leiden.

Mal ganz abgesehen davon, wäre es schon ein ziemlich verquere Situation, wenn der Elternteil ohne AD(H)S den Anderen mit dem gemeinsamen Kind alleine ließe.

Alleine schon die Tatsache, dass der "normale" Partner gelernt haben muss, sich auf die besonderen Probleme und Eigenarten eines AD(H)Slers einzustellen, erzeugt ein tieferes Verständnis für die gesamte Lebens-Situation. Von da her würden beide Eltern eigentlich sehr bewusste und damit gute Eltern werden.

Zudem würde ich mal sagen, dass ein Kind eines AD(H)Slers sicherlich ein weit aufregenderes und abwechslungsreicheres Leben haben wird, als Kinder von normalen "Langweilern".    ;-)

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Kommentar von Kuchentorte2
29.07.2016, 18:18

Aber wie immer ohne Gewähr ;-) !

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Es soll viele Erwachsene geben, die mit ADS oder ADHS herumlaufen und gar nichts darüber wissen. Also sie haben dann meist schon Probleme, z.B. lange an einer Sache dran zu bleiben und arbeiten nicht unbedingt in festen Jobs sondern als z.B. als freie Mitarbeiter bei Projekten, die kurz viel Stress machen und danach freie Zeit ermöglichen.

Das sind nicht unbedingt psychischen Erkrankungen, sondern Störungen, die erst durch ihre Wirkungen gravierende Folgen haben können: Hier ein paar Beispiele für ADHS bei Erwachsenen:
http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/Erwachsene/ADHS-im-Erwachsenenalter.aspx

Eine Bekannte einer Freundin von mir hat ein Kind mit einer ADHS-Diagnose. Zufällig fanden die Ärzte heraus, dass die Mutter das auch hat! Dann wurden beide behandelt. Aber die Mutter war durchaus geschäftsfähig, also konnte arbeiten und ihr Kind versorgen etc. Ihr ging's mit der Behandlung einfach besser.

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ADHS ist ja hauptsächlich erblich aber kann auch umweltfaktoren hervorgerufen werden. Wenn derjenige Elternteil also nicht behandelt wird, bzw behandelt wurde, kann es dazu führen, dass die Krankheit bei dem Kind zusätzlich begünstigt wird.

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Kommentar von mexp123
28.07.2016, 14:33

Aber manchmal hat man das Gefühl, dass ADS oder ADHS teilweise auch inflationär diagnostiziert wird. Jedes Kind ist anders und nicht jeder, der als Kind aufgedreht ist und Konzentrationsstörungen hat, leidet an dieser Krankheit (obwohl es natürlich schon einige gibt, die behandelt werden müssen)

Und ich glaube auch nicht dass ADS/ADHS einem unglaubliche Beeinträchtigungen bringt, manchmal hat man vielleicht sogar eine Art Bereicherung dadurch.

Aber das hat im ersten Sinne ja nichts mit deiner Frage zu tun

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Ich denke nicht, dass das Kind dadurch wirkliche Schäden erleidet.

Ich kenne mehrere Familien mit ADHSlern, die haben sowohl Kinder mit ADHS, aber genauso Kinder ohne.

Die Eltern haben die Diagnose erst bekommen, weil sie durch ihre Betroffenen Kinder gemerkt haben, dass sie ähnlich ticken... .

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