Was passiert beim frauenarzt?

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6 Antworten

Hallo Hilde1302,

ich habe schon von ein paar Mädchen gehört, dass sie auch ohne Untersuchung das Rezept der Pille erhalten haben. Du solltest deinem eigenen Wohl zuliebe auf eine Untersuchung bestehen!

Die Pille ist ein Medikament welches von vielen auf die leichte Schulter genommen wird. Bitte lasse dich also wenigstens vorher von einem Frauenarzt ausgiebig untersuchen. Er kann dir schließlich sonst keine für dich geeignete Pille verschreiben geschweigedenn gewährleisten das dich die Pille am Ende nicht gar krank machen könnte.

Eine Untersuchung beim Frauenarzt ist im Prinzip nicht von einer anderen Untersuchung bei einem anderen Arzt zu unterscheiden. Auch dieser Arzt ist ein Experte, ein Fachmann und tut nur das was du auch willst. Ganz klar: Solltest du etwas nicht wollen musst du dies ansprechen. Er wird dich zu nichts zwingen. Ebenso ist er gewillt deine Gesundheit zu überprüfen und zu gewährleisten. Das kann er aber nur sofern du mitarbeitest sprich: Eine Untersuchung zulässt.

Sei dir darüber im Klaren, dass die Pille einen gewissen Grad an Reife erfordert. Ist man aber nicht einmal reif genug sich von einem Arzt untersuchen zu lassen ist die Pille wohl auch nicht das geeignete Mittel der Wahl.

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!

Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären.

Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, - was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte - besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) - diese ähneln gebogenen Löffeln - entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po "fallen zu lassen", schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.

Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.
Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf denFinger geladen und nach oben gedrückt. Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das istein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt. Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po "fallen zu lassen" und tief ein- und auszuatmen.

Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.

Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.

Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilungerfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.

Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

http://www.netdoktor.at/untersuchung/der-erste-frauenarztbesuch-8229

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Lg

Helpful Masked

Kommentar von Russpelzx3
20.10.2016, 11:27

Welche Pille man bekommt, ändert sich durch die Untersuchung nicht, sondern das wird durch die Antworten entschieden, die man beim Fragebogen gibt.

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Ich musste bei meinem erste Besuch, als ich die Pille bekommen wollte nicht auf dem Stuhl. Der Arzt kann dich dazu auch nicht zwingen. (Wobei das absolut nicht schlimm ist. Es dauert nur ganz kurz und tut nicht weh) Ich musste einen Zettel ausfüllen und mir wurden ein paar Fragen gestellt.

Kommentar von Dave0000
20.10.2016, 11:10

Hast du die Pille den ohne die Untersuchung auch bekommen? Oder wolltest du sie nur?

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Kommentar von Russpelzx3
20.10.2016, 11:24

Ich habe sie auch bekommen 🙄

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Kommentar von Russpelzx3
20.10.2016, 11:25

Kann man sich ja denken, sonst würde ich das ja nicht hier schreiben...

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Die Pille ist ein Medikament. Ein guter Arzt verschreibt ein Medikament nicht bevor er den Patienten untersuch hat.

Vor der Untersuchung musst du auch wirklich keine Angst haben, der Arzt weiß was er da tut. Es wird auch nichts weh tun.

Dazu wird er dir noch ein paar Fragen stellen. Meine Ärztin hatte mich damals gefragt, wann meine letzte Blutung war, ob ich irgendwelche Beschwerden habe, ob ich sexuell aktiv bin und wie ich verhüte.

LG

Mein erster Frauenarzt Besuch ist zwar schon etwas her, aber ich habe dort erst einmal nur ein Gespräch mit dem Arzt gehabt. Er hat mich über einige Dinge aufgeklärt wenn ich Fragen hatte und hat mit mir dann besprochen welche Pille für mich am besten geeignet wäre. Auf den Untersuchungsstuhl musste ich beim ersten mal noch nicht.

Ja für die Pille wirst du auch untersucht werden. Aber wenn du bereit bist Sex zu haben (da du die Pille möchtest) solltest du auch Reif genug dafür sein. Ist bei weitem nicht so schlimm wie man sich das vorm ersten mal vielleicht vorstellt.

Also erstens, falls das jetzt auf deine vorige Frage anspielt, du musst nicht zum Frauenarzt nur weil es eben ein paar Wochen/Monate aussetzt, das ist am Anfang relativ normal.

Wenn du aber trotzdem gehen willst, dann nein, du kannst es auch ohne Untersuchung verschrieben bekommen.. Betonung auf "kannst"

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