Was passiert bei Scheidung, mit meinem vor der Ehe erworbenem Haus?

6 Antworten

Hallo,

der gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft. Hierbei erwirbt man aber kein Miteigentum an den Dingen des Partners. Das heißt, dass das Haus in deinem Alleineigentum bleibt. 

Im Scheidungsfall erfolgt dann der sogenannter Zugewinnausgleich. Hier wann dann der Zugewinn der Ehegatten errechnet. Dazu ist die Bestimmung des Vermögenswachstums von Nöten. Verglichen werden hierzu des Anfangs- und Endvermögen des einzelnen. Der Ehegatte, der in der Ehe mehr Vermögen als der andere erworben hat, muss die Hälfte dieser Differenz an den anderen als Zugewinn zahlen.  [+++ durch Support editiert +++]

Liebe/r jurastudi,

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Hallo,

etwas spät diese Antwort/weitere nfo von mir... Aber egal, ich hoffe zuerst einmal, ihr seid noch glücklich verheiratet und dann habe ich Folgendes dazu zu sagen: Auch ich (w) habe ein Haus gekauft, vor zwei Jahren und stehe kurz vor meiner Heirat. Mein Freund und ich wollen BEIDE (ja, klingt seltsam, ist aber so!!!) dass es mein Haus bleibt. Ganz klar. Für ihn haben wir ein Konto eingerichtet, auf das Geld eingezahlt wird, sollte es mal auseinander gehen, was wir nicht hoffen..., aber man weiß es einfach nie und er muss ja auch abgesichert sein. Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass man darüber nachdenkt. Denn wie oft hat man schon gehört, dass gerade Frauen bei einer Scheidung aus welchem Grund auch immer so asozial werden und den Mann um alles bringen... Das geht gar nicht!

Jetzt darf gerne auch hier über mich gelästert werden, aber ich finde es nicht mehr als richtig, sich um seine Zukunft Gedanken zu machen... Wer das nicht tut, der darf auch gerne auf die Nase fallen :-)

Soweit ich weiss, ist eine Ehe eine Zugewinngemeinschaft. Das heisst, jeder Ehepartner kommt mit seinem Vermögen in die Ehe. Alles was nach der Eheschließung dazukommt wird im Falle einer Scheidung geteilt. Das ist eine sehr komplizierte Sache, da auch Rentenansprüche dazuzählen, und auch ein Inflationsausgleich berücksichtigt wird. Generell kannst Du davon ausgehen, dass der Anspruch Deines Ehepartners umso höher wird, je länger die Ehe dauert.

Eigentum/Gütertrennung bei einem Haus bei Hochzeit und anschl. Scheidung - Ehevertrag nötig?

Ich versuche es möglichst kurz und prägnant zu fassen.

Ich besitze eine Immobilie die ich 2 Jahre vor der Ehe gekauft habe. Kaufpreis sagen wir 200.000€. 100.000€ aus meinem Eigenkapital bezahlt, 100.000€ Schulden sind noch drauf. Im Grundbuch bin nur ich eingetragen. Rate an die Bank zahle nur ich.

Lebensgefährtin wohnt mit im Haus und trägt die Nebenkosten(400€ im Monat was in etwas einer Miete entsprechen würde).

Aussage/Stand heute : Ich hab das Haus + das finanzielle Risiko zu tragen und Sie zahlt nur Miete hat dafür aber auch nicht das Risiko aber auch nie Eigentum.

Gehen wir davon aus wir heiraten nun in 2014 und da es nicht so läuft wie geplant (was ich nichth offen will) lassen wir uns 2021 wieder scheiden.

Da sich dann an die mündliche Aussage von oben natürlich keiner mehr erinnert meine Frage ob Sie etwas einklagen/erwirken kann ,z.B. 50% der abgetragenen Schulden in den 7 Jahren (weil es ja eine Zugewinngesmeinschaft wäre). Oder wäre Sie da "aussen vor" da ich ja als einziger im Grundbuch eingetragen bin, alleine den Kaufvertrag unterschrieben habe, alleine den Kredit abbezahlt habe und das Risiko getragen habe und sie "nur Miete" gezahlt hat ?

Oder wenn dem nicht so ist, könnte man so etwas vorab über einen Ehevertrag regeln ? Das bei einer Scheidung klar ist, dass die Immobilie mir gehört und alles was in den x Jahren Ehe abbezahlt wurde auch meins ist ? Bei "anderen" Gütern also Fernseher, Küche, Auto etc. wäre mir das ziemlich egal aber die Immobilie wäre meine Altersvorsorge und hätte für mich allerhöchste Wichtigkeit.

Hoffe auf eine hilfreiche Antwort ! DANKE!

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