was passiert bei jom kippur?

8 Antworten

- "Versöhnungstag" - höchster Feiertag des jüdischen Jahres

- Fasttag (25 Stunden weder essen noch trinken, nicht duschen, keine Lederschuhe tragen)

- Feiertag (keine Arbeiten machen, nicht Auto fahren, kein Feuer machen, nicht tragen, nicht kochen, nicht backen, kein Telefon, keinen Computer benützen)

- Beten um Vergebung der Sünden, geht aber nur für die Sünden zwischen Mensch und G''tt, Sünden zwischen Mensch und Mensch können nur vergeben werden, wenn der andere Mensch vergeben hat, daher muss man vorher die Menschen, denen man Unrecht getan hat, um Verzeihung bitten.

- Als der Tempel noch stand (bis 70 n.Z.) gab es an diesem Tag ganz besondere Opferzeremonien, mit dem "Sündenbock", der in die Wüste geschickt wurde, und dem anderen Bock, der geopfert wurde, und Entsühnungsopfer. Nur an diesem Tag durfte der Hohepriester - und nur er - das Allerheiligste betreten und den vollen Namen G''ttes ausgesprochen...

- Auch die nicht religiösen Juden halten Yom Kippur ein, zumindest das Fasten, daraus ergeben sich die 3-Tage-Juden, die an 3 Tagen im Jahr in die Synagoge gehen: 2 Tage Neujahr (Rosch Haschana) und Yom Kippur


wiki sagt:

Jom Kippur (hebräisch יוֹם כִּפּוּר, auch Jom ha-Kippurim יוֹם הכִּפּוּרִים, wörtlich übersetzt ‚Tag der Sühne‘), deutsch zumeist Versöhnungstag, ist der höchste jüdische Feiertag. Er wird im Herbst im September oder Oktober am 10. Tischri, im siebten Monat des traditionellen bzw. im ersten Monat des bürgerlichen jüdischen Kalenders, als strenger Ruhetag und Fasttag begangen. Zusammen mit dem zehn Tage davor stattfindenden zweitägigen Neujahrsfest Rosch Haschana bildet er die Hohen Feiertage des Judentums und den Höhepunkt und Abschluss der zehn Tage der Reue und Umkehr. Jom Kippur wird von einer Mehrheit der Juden, auch nicht religiösen, in mehr oder weniger strikter Form

>Jom Kippur — Versöhnungstag, ein hoher Feiertag, der durch Fasten und Selbstprüfung gekennzeichnet ist. 

Er bildet den Höhepunkt der zehn Bußtage, die mit Rosch Ha-Schana, dem jüdischen Neujahrstag (der nach dem bürgerlichen Kalender der Juden in den September fällt), beginnen (3. Mose 16:29-31; 23:26-32).<

(Quelle: Buch "Suche der Menschheit nach Gott")

>Fünf Tage bevor die Feier des Laubhüttenfestes begann, sollte der jährliche "Sühnetag" (Jom Kippur) gefeiert werden, und zwar am zehnten Tag des siebenten Mondmonats, vom Frühlingsmonat Nisan oder Abib an gerechnet. 

Das wäre der 10. Tischri. An diesem Tag sollte für die Sünden der ganzen Nation Sühne geleistet werden, die in einem Bundesverhältnis zu Jehova stand; dies war der einzige Tag des Jahres, an dem der aaronische Hohepriester ins Allerheiligste des Zeltes der Zusammenkunft ging und das Blut der Sühnopfertiere (eines Stieres und eines Ziegenbocks) vor die heilige Lade des Bundes sprengte, die das geschriebene Gesetz Jehovas enthielt (3. Mose 23:26-32; 16:2-34). 

Natürlich konnten der Tod und das vor die Lade gesprengte Blut dieser den Menschen unterworfenen Opfertiere in Wirklichkeit die Sünden von Menschen nicht hinwegnehmen. 

Eben weil der Tod und das Blut dieser geopferten Tiere die Sünden der Menschen nicht hinwegnehmen konnten, mußten die Opfer, die am Sühnetag dargebracht wurden, Jahr für Jahr wiederholt werden.<

(Quelle: "Gottes Vorsatz ..."-Buch)

Ist das jetzt die anti-jüdische, christliche Interpretation der ganzen Sache???? (Das bezieht sich auf die letzten zwei Absätze).

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@Accountowner08

Das ist ein guter Einwand, Accountowner08.

Für die Nation Israel wurden vom Hohenpriester Tier-Opfer dargebracht, um ihre Sünden zuzudecken (3. Mose 16:29, 30).

Die eizelnen Vorgänge deuteten darauf hin, dass der größere Hohe Priester, Jesus, durch den Wert seines vergossenen Blutes die Vergebung von Sünden möglich macht:

"Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt." (1. Johannes 2:2)

Hier findest Du den Querverweis auf 3. Mose, Kapitel 16 — also die Verbindung der Vorgänge im alten Israel mit denen zur Zeit Jesu.

In 3. Mose 16 findest Du auch Querverweise, die wieder zu Jesus führen. Hier einer:

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. " (Joh. 3:16)

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@OhNobody

Ein Nachkomme von David in väterlicher Linie kann kein Hohepriester sein, das ist etwas sehr elemtares, denn König David gehörte dem Stamm Yehuda an, und nicht dem Stamm Levi, und somit auch nicht der Gruppe der Priester, den Kohanim, Nachkommen von Aharon.

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@Accountowner08

Durch Gottes eigenes Eingreifen bekamen Abraham und Sara einen Sohn, Isaak, durch den der „Same“ der Verheißung kommen sollte (1Mo 21:1-7; Heb 11:11, 12). 

Aus Isaaks Sohn Jakob (Israel) gingen die ursprünglichen 12 Stämme hervor (1Mo 35:22-26; 4Mo 1:20-50). 

Juda sollte der Stamm sein, der den König stellte, und schließlich war es nur noch die Familie Davids. Levis Nachkommen bildeten den priesterlichen Stamm, wobei das Priesteramt auf die Linie Aarons beschränkt war. 

Damit Jesus Christus, der König, einen Rechtsanspruch auf den Thron geltend machen konnte, mußte er nachweislich aus der Familie Davids und der Linie Judas stammen. 

Er brauchte aber nicht levitischer Abstammung zu sein, denn durch den Eid Gottes war sein Priestertum nach der Weise Melchisedeks (Ps 110:1, 4; Heb 7:11-14).

Jesus stellte den Pharisäern die Frage, wessen Nachkomme der Christus oder Messias sei. Zwar glaubten jene religiösen Führer nicht an Jesus, aber sie wußten, daß der Messias Davids Sohn sein würde (Mat 22:41-45).

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@OhNobody

Noch einmal: 

Es schliesst sich aus, gleichzeitig Nachkomme von König David in männlicher Linie und Hohepriester zu sein.

Da gibt es doch die schöne Geschichte von Hillel und Schammai: jemand möchte konvertieren, unter der Bedingung, dass er Priester im Tempel werden kann. Schammai sagt ihm, dass das nicht möglich ist, weil man nur Priester werden kann, wenn man als "Kohen" geboren ist.  

Darauf geht dieselbe Person zu hillel, und Hillel fängt an mit ihm zu lernen. Dann stösst er irgendwann auf einen Abschnitt, in dem diskutiert wird, dass König David das Heiligtum des Tempels nicht betreten durfte.

Also: König David war kein Priester, seine Nachkommen in männlicher Linie sind es somit auch nicht. Somit kann man nicht Nachkomme Davids in männlicher Linie und Priester sein, schon gar nicht Hohepriester (da man Priester sein muss, um Hohepriester zu werden.)

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@Accountowner08

Entweder Du irrst Dich, oder Du ignorierst das Wort Gottes:

In dem Brief an die Hebräer beseitigte der Apostel Paulus jeden Zweifel darüber, wer der Vorhergesagte war, indem er von Jesus sagte, er sei „für immer Hoherpriester nach der Weise Melchisedeks geworden“ (Heb 6:20; 5:10)

Im Bibelbuch Hebräer wird erklärt, warum Jesus als der Hohepriester, weit größer als die Priester aus der Linie Aarons, ein Mensch werden sowie leiden und sterben mußte: „Folglich mußte er in allen Beziehungen seinen ‚Brüdern‘ gleich werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen.“ (Hebr. 2:17, 18)

„Als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit“ (Heb 4:15, 16).

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@OhNobody

Na vielleicht hat Paulus sich geirrt.

Nach jüdischer Auffassung ist das der Fall.

Ich glaube, wir können "agree to disagree".

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