Was passiert bei Hyperinflation?

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3 Antworten

Bei einer Hyperinflaftion kommt es zu einer extremen Abwertung einer Währung im Wechselkurs.

Die Wechselkurse sind nämlich dazu da, um die unterschiedlichen Produktivitäten und Inflationen der einzelnen Länder auf dem Weltmarkt auszugleichen.

Die DDR hatte damals ungefähr 25% der Produktivität zur BRD, so dass der Wechselkurs zwischen DM und Ostmark im Durchschnitt bei 1:4 lag.

Betrachten wir nun also die unterschiedlichen Inflationen, da dies deine eigentliche Kernfrage war.

Liegt in Deutschland die Inflation bei 2% und in Frankreich die Inflation bei 5%, so hätten sich die französischen Waren auf dem Weltmarkt um 3% verteuert im Vergleich zu den deutschen Waren. Um diesen Wettbewerbsnachteil wieder auszugleichen müssten die Franzosen ihre Währung dann um 3% abwerten,  um so gegen über Deutschland wieder gleich auf zu liegen.

Was aufgrund des Euros momentan leider nicht möglich ist.

Als es in Russland zur Hyperinflation kam, lag der Wechselkurs zwischen Dollar und Rubel ganz plötzlich bei 1:200 und später dann schnell bei 1:300. Hyperinflation führt also zu Hyperabwertung einer Währung.

Falls du dich noch weiter über Inflation und die Euro-Krise informieren möchtest, so kann ich dir die Youtube-Videos von Heiner Flassbeck empfehlen. Dadurch erhält man auch ein noch tieferes Verständnis für die Problematik.

In meinen übrigen Antworten habe ich auch die Links zu (meiner Meinung nach) besten Videos von ihm beigefügt.

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Inflation ist Geldentwertung, entsprechend wird die Währung abgewertet.
Im Gegenzug steigen die Preise im Inland.
Hierfür spielt es keine Rolle ob es sich um eine niedrige oder eine Hyperinflation handelt.

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