Was passiert bei einer Teilungsversteigerung eines noch gemeinsamen Hauses

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebe harmsa,

die Antwort von Ronox ist richtig. Bei der Teilungsversteigerung bekommt der Ersteher durch den Zuschlag einen Räumungstitel, kann also – theoretisch – eine Zwangsräumung durchführen lassen.

Nur: Einen Räumungstitel zu haben und ihn zu vollstrecken sind noch zwei paar Schuhe. Die Zwangsräumung dürfte sich nämlich in diesem Fall überhaupt nicht einfach gestalten. Es ist ja nicht so, dass Sie und Ihre 8 Kinder dann auf die Straße gesetzt würden. So etwas passiert in unserem Sozialstaat natürlich nicht. Die Räumung setzt voraus, dass anderswo entsprechender Wohnraum vorhanden ist, wo die neunköpfige Familie eingewiesen werden kann. Das heißt, es muss also anderswo eine Wohnung vorhanden sein (angemietet sein), die zur Aufnahme von 9 Personen geeignet ist. Die muss also der Gerichtsvollzieher zunächst mal anmieten, was ihm größere Probleme bereiten dürfte. Dazu müssen dann natürlich Mieten, Kaution, Maklercourtage etc. erst mal bezahlt werden. Das wird der Gerichtsvollzieher von dem Auftraggeber der Zwangsräumung als Vorschuss verlangen, vorher wird er gar nicht tätig werden.

Der Ersteher wird es sich also zweimal überlegen, ob er überhaupt räumen lassen will, bzw. wird es sich schon vorher überlegen, ob er denn dieses Haus überhaupt ersteigern will – also wahrscheinlich eher nicht.

Es könnten sich je nach Belastungssituation des Hauses auch noch weitere Hindernisse für eine Teilungsversteigerung auftürmen. Bitte sehen Sie doch dazu mal unter www.teilungsversteigerung.net. Wichtig wäre dazu nämlich die Höhe des geringsten Gebots im Verhältnis zum Verkehrswert.

Eventuell ergibt sich im Rahmen der Teilungsversteigerung für Sie die Möglichkeit, das Haus günstig selbst zu übernehmen. Immerhin tragen Sie ja auch jetzt schon alle Kosten allein.

Melden Sie sich doch gern mal bei uns. Kontaktdaten finden Sie unter der oben genannten Webadresse.

Viele Grüße

Klaus Dreyer

An peterobm: Lieber Peter, wenn Sie doch offenbar gar nicht wissen, was eine Teilungsversteigerung überhaupt ist, so sollten Sie sich doch vielleicht mal überlegen, ob Sie in diesem Fall der richtige Ratgeber sind

Dann kann theoretisch mit dem Zuschlagsbeschluss zwangsgeräumt werden. In dieser Situation würde aber wohl jedes Vollstreckungsgericht Vollstreckungsschutz gewähren, bis eine angemessene Frist zur Wohnungssuche verstrichen ist.

Teilungsversteigerung sagt doch schon aus dass nur eine Haushälfte versteigert werden soll! Doch wer kauft schon ein halbes Haus!! Mit Sicherheit keiner. Die 9 Personen müssen doch nicht ausziehen

Besser wäre es in jedem Falle eine gütliche Einigung. http://de.wikipedia.org/wiki/Teilungsversteigerung

Bei einer Teikungsversteigerung geht es um die "Teilung" einer Gemeinschaft (z.B. Miteigentümergemeinschaft). Aus diesem Grund wird natürlich das gesamte Grundstück zwangsversteigert und nicht nur "eine Hälfte".

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