Was passiert bei einer Gebärmutterspiegelung?

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1 Antwort

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl mit gespreizten angewinkelten Beinen gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel mit Jodlösung desinfiziert. Anschließend führt der Arzt eine Art Hohltrichter (Spekulum) in die Scheide ein und stellt den Muttermund dar. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) falls nötig vorsichtig erweitert.
Anschließend wird ein 3-5 mm dünner Lichtstab (Hysteroskop) über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Da die Gebärmutter im Normalzustand nicht entfaltet ist, wird sie z.B. durch das Einbringen von Gas (Kohlendioxid) oder einer speziellen Spülflüssigkeit etwas aufgedehnt und aufgefaltet.
Der Lichtstab ist über eine Videokamera mit einem Bildschirm verbunden. Der Arzt kann auf diese Weise die vergrößerte Innenseite der Gebärmutter und die Abgänge der Eileiter genau betrachten.
Danach geht die diagnostische Gebärmutterspiegelung in den operativen Eingriff über. Auf den Lichtstab wird eine Art doppelläufiges Schaftsystem (Resektoskop) aufgesetzt. Über ein Führungssystem wird dann das eigentliche Operationsinstrument in Form von dünnen Schneidschlingen, Nadeln oder einer Art Kugel („Rollerball“) eingeführt. Diese Geräte arbeiten mit elektrischem Strom und können das Gewebe damit schneiden oder verkochen.
Polypen oder Muskelknoten können jetzt abgetragen werden. Das entfernte Gewebe wird anschließend an den Pathologen zur feingeweblichen Untersuchung geschickt. Auch eine fälschlich angelegte Trennwand wird auf diese Weise entfernt.
Im Inneren der Gebärmutter verloren gegangene Spiralen zur Empfängnisverhütung können mit einer kleinen Zange gefasst und herausgezogen werden.
Bei der Entfernung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) wird mit speziellen Instrumente die gesamte Gebärmutterschleimhaut bis zur Muskelschicht entfernt. Alternativ zum elektrischen Strom können dabei auch Laser oder Hitze (sogenannter Thermoball) zur Anwendung kommen.

http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e886/e898/e3115/#e3117

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