Was passiert bei einem Migräneanfall im Körper und was könnten die Auslöser sein?

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"Die Veranlagung dazu tragen die Geplagten bereits in ihren Genen", sagt Stefan Evers, Neurologe am Universitätsklinikum Münster. Anders als das Gehirn eines gesunden Menschen reagiere das eines Migränekranken viel intensiver auf äußere Reize. Es stehe ständig unter Hochspannung und könne Schmerzreize nicht mehr ausreichend filtern. Das allein löst aber noch keine Migräneattacke aus. Erst wenn bestimmte Faktoren, sogenannte Trigger, im Leben eines Migränegeplagten auftauchen, gerät das Gehirn außer Kontrolle. Die Auslöser dafür sind individuell verschieden. Wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, setzen diese Faktoren eine Kaskade von physiologischen Veränderungen im Körper in Gang - bis die Attacke wütet.

Das läuft im Kopf während der Attacke ab:

Der Schmerz hat seinen Ursprung im Hirnstamm. Dort liegen Zentren, die den Kopfschmerz kontrollieren und unbedeutende Reize herausfiltern. Das ist wichtig, damit uns nicht jede noch so kleine Berührung gleich weh tut. Bei Menschen, die an Migräne leiden, ist dieser Filter defekt. Während im Körper eines Gesunden der Botenstoff Serotonin dafür sorgt, die unzähligen Schmerzimpulse zu dämpfen, fehlt dem Migränekranken Serotonin. Die Schmerzhemmung im Gehirn gerät derart außer Kontrolle, dass alle Reize aus dem Gesichts- und Kopfbereich ungehindert zum Hirnstamm gelangen, wo sie unverzüglich als Schmerz identifiziert werden. Allmählich wird der Betroffene so empfindlich, dass er sogar qualvoll spürt, wie die Adern in seinem Kopf pulsieren. Steigen die Schmerzreize, schüttet der Hirnstamm Botenstoffe aus, sogenannte Neuropeptide. Diese lösen an den Innenwänden der Blutgefäße Entzündungen aus. Dadurch werden die schmerzempfindlichen Hirnhäute stärker durchblutet, die Blutgefäße dehnen sich und werden durchlässiger, so dass die Entzündungsbotenstoffe auch ins umgebende Gewebe fluten und der Kopfschmerz sich bis ins Unerträgliche steigert.

Quelle: http://mobil.stern.de/kopfschmerz/erkrankungen/migraene-gewitter-im-kopf-597723.html

Auslöser (Trigger) der Migräne:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw. Einfach auf der Packung unter Zutaten nachlesen.

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Histaminintoleranz auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräne.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf beugen auch der Migräne vor. Wenn man die Möglichkeit hat einen Mittagsschlaf zu halten, kann das hilfreich sein. Dieser sollte aber nicht länger als 20 Minuten dauern. Generell ist ein geregelter Tagesrhythmus, vor allem regelmäßige Mahlzeiten, von Vorteil. Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen u. Gestagen kombiniert enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Migräneschmerzmittel:

Es gibt Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig helfen. Die soll man aber (wie alle Schmerzmittel) nicht zu häufig einnehmen, da sonst ein medikamenten-abhängiger Kopfschmerz hinzukommt. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

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Im Internet wirst du nichts Vernuenftiges finden, da die Wissenschaft es nicht weiss.

Im Koerper passiert folgendes: durch eine Ktankheit, die sich Neuro-Okklusales-Syndrom nennt wird der 5 Kopfnerv, d er Nervus Trigeminus, konstant stimuliert. Das fuehrt zu einer Erniedrigung der Schmerzschwelle. Das heisst, die normale Schmerzschwelle, die verhindert, dass alle sensiblen Nervenfasern zugleich feuern, wird praktisch auf null reduziert. Kleine Reize, wie ein Ton, ein Lichtreiz, ein Geruch koennen zu einer Attacke fuehren. Weil das so ist, sind normale Schmerzmittel wirkungslos. Es nutzt also nicht, dich mit diesen Mitteln vollzustopfen. Was du machen kannst, habe ich schon vielmals in diesem Forum beantwortet. Wenn du nicht bei den alten Antworten nachsehen willst, kannst du warten, bis ich es hier wieder beantworte.

nach neuen studien hat sich herausgestellt das die bisherigen tabletten an der faltschen stelle gewirkt haben bis jettzt dachte man an eine überreizung der nerfen im gehirn jetzt hat man aber herausgefunden das die blutgefäse um die nerfen herum schuld sein sollen an mitteln wird geforscht

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