Was passiert bei einem kalten entzug bei heroinsüchtigen?

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Heroin ist ein Opiat und sorgt im Körper dafür, dass die natürliche Endorphinproduktion zurückgeht. Wenn das Opiat plötzlich fehlt, geraten Körperfunktionen durcheinander, weil ab dann ein klaffendes Loch im Stoffwechsel herrscht.

Ein Cold Turkey äußert sich durch grippeartige Symptome, Verstopfung und steigert sich zu starken Schmerzen, Tremor (Zittern), verkrampfter Schonhaltung ("Affensitz") und Depressionen. Dieser Zustand kann bis zu 14 Tagen anhalten, die ersten 3 Tage sind die schlimmsten, danach ebbt das ab. Ein Entzug sollte aber dennoch sorgfältig geplant sein und nie auf eigene Faust und abrupt durchgeführt werden.

In seltenen Fällen kann sowas lebensbedrohlich sein aber in 9 von 10 Fällen ist es einfach nur sehr unangenehm und quälend für den Entzügigen. Viel viel schwerer wird es sein, dauerhaft vom H fernzubleiben, denn die psychische Sucht ist nicht berechenbar.

Am gefährlichsten sind übrigens die Entzugssyndrome bei Benzos, Barbituraten, GHB und... Alkohol.

Ein kalter Entzug ist nicht nur nicht"schön", sondern höchst gefährlich! Gehe mit deinem Freund unbedingt zur Suchtberatung. Die sind echt gut und helfen eine geeignete Klinik zu finden. Deine Sorge ist begründet. Ohne ärztliche Beobachtung kann das lebensbedrohlich werden! Wünsche ihm ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!!! Er soll es auf keinen Fall alleine versuchen!

Die Sucht nach Heroin ist schlimmer als alles, was sich ein normaler Mensch angeblich vorstellen kann. Er steht über Liebe, Hasse, Freude und Freundschaft. Ich glaube nicht, dass ein kalter Entzug von Heroin einfach so machbar ist. Du kannst dich drauf gefasst machen, dass er alles...wirklich ALLES erdenkliche tut, um wieder an Stoff zu kommen. Es wird nicht funktionieren, nicht bei Heroin.

Mutter nimmt wahrscheinlich immer noch Heroin. Was soll ich tun, wie kann ich ihr helfen und sie dazu bringen, dass sie ehrlich zu mir ist?

Meine Mutter hat sehr viele harte Schicksalsschläge erlebt. Ihre Mutter hat sie, wie sie mir erzählt hat immer stark verprügelt, wurde zweimal vergewaltigt, lebte dann auf der Strasse, niemand hat sich um sie gekümmert, sie wurde Heroinsüchtig, bekam dann Zwillinge die dreijährig gestorben sind, dann lernte sie meinen Vater kennen, als sie noch Heroinsüchtig war, er half ihr mit dem Entzug, dann bekam sie mich und meine zwei Brüder, stritt sich oft mit meinem Vater, der Alkoholiker wurde und oft fremdging. Sie trennten sich als ich drei Jahre alt war, hatte einen neuen Heroinsüchtigen Freund, sie spritzte sich nochmals etwa 10 Jahre lang Heroin und nach etwa 4-5 Jahren davon trennten die sich auch. Der Freund war auch nicht treu. Sie hatte jetzt seit ca acht Jahren keinen Freund mehr. Sie bekam Hilfe, ich fand trotzdem noch Heroin bei ihr. Sie behauptete manchmal, dass es zerdrückte Tabletten sind und manchmal, dass sie es noch schnupft. Sie ging in eine Klinik. Seit sie zurück ist, wird ihr Geld von einem Beistand  verwaltet und sie bekommt 120.-/Monat. Ich habe gemerkt, dass sie mir im letzten halben Jahr 940.- gestohlen hat und dazu habe ich oft mit meinem Geld eingekauft und ihr viel Geld geschenkt und ausgeliehen. Sie ist immer noch oft sehr komisch, verwirrt, vergesslich, macht Selbstgespräche und hat seltsame Pupillen. Ich weiss nicht ob das von ihrem Boarderlinesyndrom kommt, von ihren Tabletten, Depressionen, Methadon oder ob sie immer noch Heroin nimmt. Sie sagt immer, dass sie keine Drogen mehr nimmt. Was soll ich tun, damit sie ehrlich zu mir ist und um unser Leben zu verbessern? Ich möchte bald mit meinem Freund in ein schönes, günstiges Haus ziehen und will sie und meinen Bruder mitnehmen, um unser Leben zu verbessern. Sie hat mir versprochen, dass sie einen Drogentest macht und mir zeigt und wir haben abgemacht, dass sie mir jeden Kassenzettel zeigt, was bis jetzt noch nicht so gut geklappt hat. Sie hat ja schon einen Psychologen und alles aber es wird nicht besser. Weiss jemand wie ich ihr helfen kann?

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