Was muss passieren, dass es dauerhaft eine Sonnen- & eine Schattenseite auf der Erde gibt? :D

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7 Antworten

An Deiner Stelle würde ich den Roman auf einem anderen Planeten oder sogar auf dem Mond eines großen Planeten spielen lassen.

Grundsätzlich ist das Phänomen, das Du beschreiben willst, schon möglich. Man nennt es "gebundene Rotation". Also die Eigenrotation des Planeten ist an die Umlaufdauer um den Stern gebunden.

Es stimmt, letztlich bremsen Mond und Sonne die Erde langfristig in eine solche gebundene Rotation (das Stichwort für Google lautet "Gezeitenreibung"). Allerdings sehr langsam. Zu langsam. Die Sonne wird längst zum Roten Riesen und die Erde verschlucken, bevor es so weit ist.

Einen Meteoriteneinschlag, der einen solchen Drehimpulsübertrag bringt, würde nichts und niemand überleben. Der Planet wäre hinterher tot, wenn nicht sogar wieder teilweise flüssig.

Der Mond kann nicht einfach stehen bleiben. Und wenn, wäre er zu klein, genug Sonnenlicht abzuschirmen (es wäre praktisch wie eine ortsfeste Sonnenfinsternis - und die ist nur wenige Kilometer breit.

Für die Erde sind die Möglichkeiten, sie anzuhalten und hinterher noch Leben auf dem Planeten zu haben, also gering. Einen fremden Planeten mit dieser Eigenschaft kannst Du aber darstellen. Er sollte relativ nahe an seinem Zentralstern liegen, damit es große Gezeitenreibung gibt. Entsprechend heiß müsste es dann auf seiner Oberfläche sein. Und: Dadurch, dass die eine Seite des Planeten ständig aufgeheizt wird, bilden sich ständig starke Stürme im Randgebiet zwischen Sonnen- und Schattenseite.

Vielleicht könnte es sich auch um einen besiedelten Mond um einen Gasplaneten handeln? Dann hättest Du für Deine Handlung mehr Spielraum beim Temperaturbereich. Der große Gasplanet könnte dann zusätzlich extrem lange Sonnenfinsternisse verursachen...

Grüße

Die ständige Bescheinung einer Erdhälfte durch die Sonne wäre dann gegeben, wenn die Erde im Verlaufe ihres Fluges um die Sonne sich genau einmal um ihre Achse drehen würde in der gleichen Drehrichtung. Das können wir z.B. an unserem Erdenmond beobachten, der zeigt immer die gleiche Seite zur Erde hin.

Bei einem Planeten dürfte eine derartige Konstellation äußerst unwahrscheinlich sein. Für einen Science-Fiktion würde ich dazu eine kleine Sonne auswählen mit einem sehr großen Planeten auf kleinem Bahnradius. Da könnte die Planetendrehung die gewünschte Form annehmen. Höheres Leben wäre auf diesem Planeten wegen der extremen Gegensätze fast nur in der Dämmerungszone möglich.

Ja, das ist möglich. Sowas kennen wir zum Beispiel vom Merkur. Die Sonne und der Mond bremsen die Drehung der Erde. Vor Millionen Jahren, waren die Tage kürzer als heute, da sich die Erde noch schneller drehte. Rein hypothetisch, wird die Sonne irgendwann die Drehung der Erde so stark abgrebremst haben, dass die Erde der Sonne immer die gleiche Seite zeigt. So ist auf der Seite immer Tag und auf der anderen Seite immer Nacht.

Die Rotation der Erde müsste sich so verlangsamen, dass immer dieselbe Seite der Sonne zugewandt wäre,also an statt 1 Umdrehung in 24 Std. nur 1 in 1 Jahr, übrigens ist das ja bei unserem Mond bezüglich der Erde merkwürdigerweise so, und da hat mich immer schon gewundert, dass sich darüber niemand zu wundern scheint

Die Eigenrotation der Erde verlangsam sich ohnehin auf Dauer, denn zu ihrem Beginn waren die Tage wesentlich kürzer.

Wenn auf der Erde immer eine Sonnen- und Schattenseite herrschen soll, muß die Drehung sich so verlangsamen, dass sie genau innerhalb eines Jahres geschieht.

Gleiches haben wir übrigens bei unserem Mon. Da sehen wir auch immer nur eine Seite von ihm.

N24.de dort gibt es eine tolle Dokumentation zu deiner Theorie

Es muss nur ein Tag exakt gleich lange dauern wie ein Jahr.

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