Was muss man tun um Pilot zu werden?

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8 Antworten

Was muss man tun um Pilot zu werden?

Dass, was alle potenziellen Himmelsstürmer auch tun müssen: Sich bewerben, Auswahltest bestehen, Medical schaffen, genommen werden, Ausbildung absolvieren, ATPL-Theorietest, ICAO-Englischtest und praktische Prüfung bestehen. 

Dann gibt es eine Lizenz und dann musst Du nur noch 30 bis 40 Jahre lang alle 6 Monate einen Simulatortest bestehen - und jedes Jahr das Medical. 

Das ist jetzt nichts, was eine/e Bewerber/in nicht schaffen könnte. Und auch der DLR-Test ist zu schaffen. Schwierig ist er nur für die Versager, aber mindestens 15.000 Piloten haben seit der Gründung der LH bewiesen, dass auch der zu schaffen ist. 

Abgesehen davon ist LH für die nächsten Jahre keine Alternative, da sie die rund 700 NFFs im Holding unterbringen müssen und die Ausbildungsorganisation durch die Zusammenlegung von Konzerngesellschaften sowieso neu strukturiert werden muss. 

Es gibt noch mehr Gesellschaften in Europa - auch mit angeschlossener Flugschule. 

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Alle Infos dazu findest Du hier:

http://www.lufthansa-pilot.de/

Beachte aber auch diesen Hinweis:

Auf Grund des ausbleibenden Flottenwachstums und etwa 800
Flugschülern, die sich in unterschiedlichen Phasen der Schulung
befinden, konnten wir für das gesamte Jahr 2015 keine neuen Lehrgänge an der Flugschule beginnen lassen. Ob 2016 neue Lehrgänge starten werden, ist derzeit noch ungewiss.

Die Zukunft ist also im Moment nicht so rosig

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Kommentar von Treetop
12.03.2016, 11:54

Genau.

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Die DLR Tests haben nicht viel mit Mathe zu tun (auch in Physik reicht da ordentliches Gymnasialniveau, eine 1,0 brauchst du da nicht unbedingt). Die wirkliche Herausforderung liegt in den Koordinationsaufgaben (fünf verschiedene Anzeigen gleichzeitig überwachen o.ä.).

Allgemein ist die Situation allerdings für Lufthansa Anfänger mehr als bescheiden, zurzeit sind alle Abgänger von diesem und letztem Jahr meines Wissens nach arbeitslos und sitzen dennoch auf mehreren zehntausend Ausbildungsschulden...

Ich würde mal abwarten, ob sich der Stellenmarkt ändert. Wenn nicht, würde ich dir vom Beruf abraten, außer du bist scharf drauf, fünf Jahre nach der Ausbildung arbeitslos zu sein und dann mit mickrigem Copilotengehalt einzusteigen.

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Du musst nicht viel mehr tun, außer Dich zu bewerben. Ob Du für den Job geeignet bist, wird sich im Eignungsfeststellungsverfahren herausstellen. Allerdings bildet die Lufthansa derzeit keinen weiteren Pilotennachwuchs mehr aus und Einstellungen erfolgen nur aus dem Pool der vielen hundert ausgebildeten Piloten, die sich derzeit in der Warteschleife befinden und auf eine Anstellung hoffen. Du solltest einfach die Berufsaussichten von Zeit zu Zeit prüfen und wenn Du das Halbjahreszeugnis der 12. Klasse hast, kannst Du Dich bewerben - vorausgesetzt die LH beginnt wieder mit der Ausbildung von Frischlingen. 

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Was Du tun musst?  

Die bereits zigfach gegebenen Antworten hier im Forum lesen, den die Frage wurde alleine in den letzten Monaten soo häufig gestellt, dass beinahe an jedem Tag eine Antwort zu diesem Thema geschrieben wurde.

Dann findest Du noch zig Infos zum "Thema Pilot" werden auf der Seite der LH

 Was bleiben dann eigentlich noch für Fragen übrig?

Am besten bewirbst Du Dich, falls LH irgendwann die Ausbildung von Piloten wieder aufnehmen sollte und Du die von LH geforderten Voraussetzungen mitbringen solltest.

Dann musst Du den DLR Test bestehen - und dessen Bestehen hängt nicht von Deinem Noten ab. Für die,  die es bisher geschafft haben, war es zwar vielleicht nicht ganz einfach, aber machbar. Für die, die es nicht geschafft haben, war es schlicht unmöglich. Gehörst Du zu der ersten Gruppe, musst Du im Anschluss den FQ meistern. Die Flugtauglichkeitsuntersuchung steht auch noch an.

Solltest Du dann einen Vertrag zur Ausbildung eines Verkehrsflugzeugführers erhalten, darfst Du Dich irgendwo am Ende in die Reihe der 800 - 900 wartenden Pilotenanwärter einreihen und darauf warten, ob Du in diesem Leben noch zum Verkehrspiloten ausgebildet wirst.

Im Moment besteht jedenfalls kein Bedarf.  Darum ist die Schule dicht. Wie es in 2, 5 oder 10 Jahren aussieht, weiß niemand. 


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Die Anforderungen, die an einen Piloten gesetzt werden, sind aus wohl ver-ständlichen Gründen sehr hoch gesetzt. (Denn er trägt Verantwortung.) Das bezieht sich nicht nur auf schulische Leistungen, sondern beispielsweise auch auf den Gesundheitszustand. Selbst eine (etwas stärkere) Sehschwäche kann hier schon zum Problem werden. Du solltest also nicht nur Deine Noten darauf hin überprüfen.

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Kommentar von ramay1418
12.03.2016, 16:06
Die Anforderungen, ... sind aus wohl verständlichen Gründen sehr hoch gesetzt. (Denn er trägt Verantwortung.) 

Tun das andere Berufe nicht auch: Notärzte, Feuerwehrleute, das THW, Polizisten? 

Selbst eine (etwas stärkere) Sehschwäche kann hier schon zum Problem werden. 

Was heißt "etwas stärker"? Immerhin lässt die EASA-FCL im TEIL-MED alleine vom Visus +5,0/-6,0 Dioptrien zu; das empfinde ich persönlich jetzt nicht als Problem. Ich wollte, diese Werte hätte es zu meiner Zeit gegeben. 

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Vor allem musst du dich bei Lufthands mal bewerben, die sagen dir dann welcher Voraussetzungen du haben musst, um bei ihnen Pilot zu werden.

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Gut wäre es, wenn du Segelflugunterricht nimmst und schon mal anfängst, praktische Erfahrungen zu sammeln. Also schon Flugstunden hast.


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Kommentar von Luftkutscher
12.03.2016, 11:57

Betreibt denn die Lufthansa neuerdings auch Segelflugzeuge, um damit Kosten zu sparen? 

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Kommentar von Pilotflying
12.03.2016, 21:01

Das ist für eine Verkehrspilotenausbildung weder gut noch sinnvoll. Ganz im Gegenteil. Hier werden Fussgänger gesucht. Blutige Anfänger, die am besten noch nie Kontakt mit einem Stick oder einem Steuerhorn hatten.

Für jemanden,  der sein Glück in der privaten Fliegerei sucht, ist Segelfliegen (auch wenn man später Motorflug betreiben will), ein guter Einstieg und eine sinnvolle Sache.

Aber in der Verkehrsfliegerei sind Vorkenntnisse oder Vorausbildungen nicht erwünscht und nicht gerne gesehen.

Der Werdegang und die Ausbildung eines Verkehrspiloten ist eine ganz andere als in der privaten Fliegerei. Da sind Angewohnheiten aus der Privatfliegerei eher hinderlich und machen den Fluglehrern und auch den Anwärtern das Leben schwer. 

Solche Angewohnheiten sind oft nur schwer auszumerzen und werfen einen in der Ausbildung zum Verkehrspiloten eher zurück, als dass sie einen weiter bringen.

Ausserdem ist das Lerntempo in der Grundausbildung derart schnell , dass der Vorteil des bereits vorhandenen Wissens relativ schnell aufgebraucht wäre. Dann sind wieder alle auf dem gleichen Wissensstand - die mit Vorkenntnissen und die ohne.

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