was muss man eigentlich bei gedichten beachten?

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2 Antworten

Besonders wichtig ist, dass die Aussagen nicht in direkter Banalität getroffen werden wie in Schlagertexten, sondern durch Bilder, Metaphern und Vergleiche "lyrisiert" und zugleich intensiviert werden.

Rilke sagt beispielsweise in einem Gedicht nicht "Du bist so still und sagst kein Wort" sondern "Deine Stille ist die eines Steines, über den der Bach sein Murmeln zieht" und er sagt nicht "Herr, mach, dass es Herbst wird" sondern "Leg deine Schatten auf die Sonnenuhren und auf den Fluren lass die Winde los".

Eichendorff sagt nicht "Der Frühling begann" sondern "Es war als hätt' der Himmel die Erde still geküsst".

Benn sagt nicht "Vögel flitzen im Dunkeln mit aufgerissenen Schnäbeln dicht über die Wasseroberfläche" sondern "Die Schwalben streifen die Fluten und trinken Fahrt und Nacht".

Garcia Lorca schreibt in seinen Zigeunerromanzen nicht "In der Ferne hörte man Hunde bellen" sondern "und ein Horizont von Hunden/ kläffte – weit entfernt vom Fluss" und er sagt nicht "ich wollte, aber sie wollte nicht" sondern "Ihre Schenkel schlüpften mir/ fort wie aufgescheuchte Fische".

Außerdem ist es bei Gedichten wichtig, dass sie entweder einem vorgegebenen Rhythmus folgen oder bei freien Versen zumindest einem "inneren" Rhythmus.

Ich würde mich an eine Arbeit über Gedichte nicht heranwagen, obwohl in meinem Bücherregal fast 500 Bände nur mit Lyrik stehen, ich schon tausende Gedichte gelesen und hunderte geschrieben habe.

Das ist aber sicher nichts besonderes, schließlich habe ich schon 77 Jahre gelebt, 70 Jahre davon gelesen und 65 Jahre davon geschrieben

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Es gibt bestimmt online viele Seiten...schau dich einfach mal da um.Das ist besser,als wenn dir jetzt hier jemand schreibt,dem das nicht mehr ganz aktuell ist.

Lg und Viel Erfolg für die Deutscharbeit!!!!! :-)

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