Was muss man beim Auszug aus Elternhaus und Einzug in 'WG' beachten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi,

zu deinen konkreten Fragen:

Ummelden:

1) Zum Rathaus gehen mit Personalausweis und ggf. Mietvertrag. Dauert keine 2 Minuten

Bafög: 

Einfach Mietvetrag einreichen. Wenn das bis zum Stichtag passiert (meist der 20. eines Monats) kommt die Mietpauschale zum folgenden Monat, ansonsten dann der Monat drauf.

Wenn du bereits 200€ bekommst wird sich beim Auszug nur die Mietpauschale ändern (175€ monatlich mehr)

Bafög der Fast-Mitbewohnerin: 

Sie würde, wenn überhaupt nur die 175€ Mietpauschale bekommen. Ist sie nicht gerade knapp bei der Grenze geht sie auch beim Auszug leer aus. Sie muss dann übrigens auch den Rundfunkbeitrag zahlen, wenn sie kein Bafög bekommt.

Kostenteilung und Rechtliche Sachen:

Kann man teilen, muss man aber nicht. Ich hatte in WGs immer mit Einkaufszetteln gearbeitet und gerecht ausgerechnet. Selbst beim Shampoo, Klopapier, Gewürze etc kann es Probleme geben (á la "Du verbrauchst viel mehr als ich"). Das wird sich aber bei euch zeigen. Möbel die angeschafft werden, sollten klar aufgeteilt sein, damit klar ist, was wem gehört.

Allgemeine Tipps für Wohnungen:

Ich würde mich aus eigenen Erfahrungen davon fernhalten, wenn Vermieter mit Mietern im selben Haus oder in direkter Nachbarschaft wohnen. Kaution kommt nicht aufs Konto des Vermieters (das wird nämlich gerne so gemacht), sondern auf ein eigens eingerichtetes Konto. Verzinsung gehört dir. Dieses Konto wird zusammen mit dem Vermieter erstellt, so kann es keine Probleme geben. Ich hatte bisher noch nie Probleme mit Kaution.

Man sollte sich immer ein wenig ins aktuelle Mietrecht einlesen zb ungültige Klauseln im Vertrag.

Desweiteren: Wenn beide als Hauptmieter eingetragen sind, kann man auch nur zu zweit kündigen. Das ist in der Praxis schon oft vor Gericht gewesen. Sollte man sich also gut überlegen, wer Hauptmieter ist.

Frag die Mieter nach der Höhe der Nebenkosten (der tatsächlichen Nebenkosten). Sucht euch Wohnungen tagsüber und auch werktags/Wochenende an. Schaut in eurem Umkreis, ob es zb Krankenhäuser, Polizeistationen (Lärm!!) gibt. Sucht euch einen billigen Stromanbieter (zB check24). Rechnet durch, ob es beide finanziell schaffen. Nichts ist schlimmer als mit eigenem Bafög noch den Mitbewohner durchfüttern zu müssen. Klärt ab wie ihr euch ein Zusammenleben vorstellt (viel gemeinsam, eher alleine, Partys/Dauerbesuch wird abgesprochen?)

Zu den Versicherungen deiner Fahrzeuge kann ich wenig sagen, da müsstest du mal schauen, ob die noch Versichert sind, wenn du da bist.
Ummelden musst du dich im Rathaus, dazu brauchst du eine Bescheinigung vom Vermieter.
Bafög werden ihr beide, wenn überhaupt nicht zum Höchstsatz bekommen, du wegen deiner Besitztümer eventuell gar nichts. Aber es gibt auch Bafög-Rechner im Internet, einfach mal danach googeln.
Ihr solltet von Anfang an mal schauen, wer was kauft (die größeren Sachen, wie Kühlschrank etc.) Und schreibt dann auf, wer was bezahlt hat. Kassenzettel sollte man der Garantie halber ohnehin bewahren und am Besten kopieren.
GEMA müsst ihr bezahlen, es sei denn BEIDE beziehen Bafög.
Eure Eltern werden bestimmt für euch bürgen müssen und euer Mietvertrag hat bestimmt eine Mindestlaufzeit. Daher überlegt euch, ob es sich überhaupt noch lohnt, da ihr ja noch zur Schule geht. Ich weiß ja nicht, was ihr nach der Schule vor habt.
Später solltet ihr einen Putzplan aufstellen, damit klar ist, wer wann dran ist.

Danke erstmal wegen deiner schnellen Antwort.

Im Moment wohne ich noch zu Hause, gehe auf eine Private Schule, verdiene nebenbei etwa 400€ und bekomme rund 200€ Bafög. Ich denke schon, dass ich ein wenig mehr bekomme, wenn ich auch aus meinem Elternhaus ausziehe. 

Wäre es sinnvoll, fast alle Kassenzettel aufzuheben, die wir beim Einkaufen gemeinsamer Sachen bekommen?

Ich denke knapp 2 - 3 Jahre sollten in etwa reichen oder? Also an Zeit, die wir mindestens dort wohnen.

Putzplan ist auch keine schlechte Idee...

Danke noch mal

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Achso, dann bekommst du bestimmt auch weiterhin Bafög, aber den Höchstsatz bestimmt nicht. Wie gesagt, dass kann man auch nachrechnen. die Mindestzeit beträgt meist ein Jahr, also sollte das kein Problem sein :) Bei gemeinsamen Sachen, die etwas mehr kosten solltet ihr die Kassenzettel aufheben. Denn da könnte ja die Garantie noch wichtig werden. Bei Einkäufen aus der Haushaltskasse würde ich die Zettel auch aufheben, denn sonst hat man keinen Überblick mehr, da man ja nicht weiß, was der andere so ausgegeben hat, ohne ihn zu fragen. Aber die kann man dann nach einem Monat ja auch wieder entsorgen.

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@Hannibu

GEMA müsst ihr bezahlen, es sei denn BEIDE beziehen Bafög.

Du meinst den Rundfunkbeitrag, nicht Gema.

Eure Eltern werden bestimmt für euch bürgen müssen und euer Mietvertrag hat bestimmt eine Mindestlaufzeit

Bürge könnte sein (ich hab nie einen als Bafögempfänger gebraucht), aber Mietverträge mit Mindestlaufzeit sind seit Jahren ungültig. Man kann jederzeit mit normaler Frist kündigen,

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So spontan fällt mir die Haftpflichtversicherung ein. 

Bisher warst Du vermutlich bei Deinen Eltern mitversichert. Ab demnächst solltest Du eine eigene private Haftpflichtversicherung haben. Halte ich für wichtig.

Danke, werde mich gleich weiter darüber informieren.

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ja genau :) Da habe ich gar nicht dran gedacht, ist aber auch wichtig. in einem Haus mit Schließanlage solltet ihr auch darauf achten, dass eine Schlüsselversicherung enthalten ist. Sonst müsst ihr im Falle des Verlustes eines Schlüssels den Tausch aller Schlösser bezahlen

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@Hannibu

Ah, auf jeden Fall^^ Habs selber nicht so mit den Schlüssel. Ist sehr hilfreich!

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