Was muss man aus hausarzt alles ertragen und erleben?

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7 Antworten

Ich glaube, wer so etwas schlimm findet, der ist nicht auf dem richtigen Weg, Medizin zu studieren, falls du darauf hinaus willst.

Wer Medizin studieren will, sollte eigentlich die Einstellung haben, den Menschen helfen zu wollen.

Schlimm ist am Arztberuf eher die Art mancher Patienten ;o) . Wenn einer ewig jammernd jeden Tag da steht wegen jeder Kleinigkeit, oder wenn einer den Arzt böse anmacht, weil er seine Krankheit nicht weggezaubert bekommt, z.B.

Und nachdem der Arzt eine gesetzliche Schweigepflicht hat, darfst du ihm tatsächlich ALLES erzählen. Er darf niemandem etwas weitersagen. Wenn man also Mediziner ist, muss man auch bereit sein, die ganzen schlimmen Geschichten, die man zu hören bekommt, für sich zu behalten. Auf jeden Fall darf in Verbindung mit einer Geschichte kein Name genannt werden.

Willst du denn Medizin studieren?

Ja vhl.bin am üb

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@Sarah15Fifteen

Schöne Entscheidung! Dann hoffen wir mal, dass dein Abitur auch dafür reichen wird. Weißt schon, dass man einen Schnitt von 1,0 oder kaum drunter haben muss?

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Der Hausarzt muss vor allem Folgendes ertragen:

  • Patienten ohne Manieren und Umgangsformen
  • Patienten, die sich seit Tagen nicht gewaschen haben, geschweige denn ihre Kleidung gewechselt haben
  • Patienten, die vor der Praxistür noch rasch eine Zigarette rauchen müssen, dass jeder in der Praxis auch wirklich was vom Zigarettengestank hat
  • Patienten, die alles besser wissen und sich nicht an Ratschläge halten
  • ständig wiederkäuende Patienten, die es noch nicht mal vor einer Untersuchung für nötig halten, ihren Kaugummi aus dem Mund nehmen und dem Arzt dafür laut schmatzend ihre Beschwerden schildern
  • Patienten, die ihre alberne Baseballkappe vor dem Betreten des Sprechzimmers nicht an der Garderobe aufhängen können
  • Patienten, die eine AU-Bescheinigung für eine Woche bekommen haben, aber schon nach zwei Tagen wieder kommen - natürlich ohne Termin -, um sich darüber zu beschweren, dass der schlimmste Infekt ever, ever, ever immer noch nicht weg ist
  • Patienten, die bei jedem Wehwehchen erst mal zum Arzt rennen - am besten mindestens dreimal im Quartal
  • Patienten, die ohne Überweisung zum Spezialisten gehen, um sich anschließend vom Hausarzt weiterbehandeln zu lassen

Das sind nur die Punke, die mit in zwei Minuten eingefallen sind. Ich könnte aber noch stundenlang weiter schreiben....

Arzt ist kein leichter Beruf denn man muss psychisch sehr stark sein und viel aushalten da man den Patienten oft unangenehme Nachrichten übermitteln muss!

Natürlich ist es auch wichtig abschalten zu können und traurige Geschichten nicht zu nah an sich heran zu lassen.

Andererseits ist es ein tolles Gefühl anderen Menschen zu helfen und sie wieder Gesund zu machen ;)

Natürlich kannst du einem Arzt alles erzählen, da er der Schweigepflicht unterliegt und keinem davon etwas erzählen darf, da er sich sonst Strafbar macht!

LG Doc

Wie bist du auch ein arzt ist der beruf scheer zu erlernen und wueso werden Ärzte nie krank?

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@Sarah15Fifteen

Auch Ärzte werden krank, nur die wissen genau welches Medikament sie vertragen und werden somit schnell Gesund, die müssen ja keinen Termin machen!

Lg

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Was heißt denn schlimm? Man muss sich einfach klar sein dass man in diesem Beruf natürlich viel nerven bewahren muss, weil es immer verschiedene Menschen sind. Die einen sind einem sympathisch, die anderen eben nicht. Manche sind bei allem unzufrieden und andere wiederrum sind dankbar. Man hat einfach viel Verantwortung die man in solch einem Beruf trägt und muss immer einen professionellen Umgang pflegen und bewahren. Ärzt haben strenge Schweigepflicht und müssen sich daran auch halten. Tun sie es nicht können sie rechtlich belangt werden. 

Man erlebt einiges, manchmal Lustiges, manchmal Unverschämtheiten, aber auch Dinge, die belastend sein können. Man steckt sich manchmal sogar an.

Um optimal behandelt werden zu können und Vertrauen aufzubauen, sollte man dem Arzt alles erzählen.

Sollte der Arzt nicht zuhören wollen, sollte man sich einen Anderen suchen.

Ein Arzt hat wohl drei Aufgaben, den Willen zu heilen oder zu helfen, verschwiegen im Rahmen des Artgeheimnisses (analog zum Beichtgeheimnis) zu sein und drittens Kummerkasten für Sorgen und Nöte, wenn auch zeitlich nur eingeschränkt zu sein.

Ein guter Arzt kann manchmal Heilung, Genesung bewirken, ein guter Arzt ist sich aber auch bewusst, dass er sich in manchen Fällen, trotz hervorragend richtiger Diagnose dem Patienten nicht helfen kann.

In leichten Fällen kann er Vertrauen wecken und Hoffung machen, bei schwerstkranken Patienten weiß er um die kleine Lebensspanne, dann dem Patienten einzureden es würde wieder alles besser wären - eine Lüge - wäre eine Todsünde - da an dieser Stelle kann Arzt nur Händchen halten, teilnehmen, den Kranken, der immer kränker wird, kann er ernst nehmen, heilen kann er ihn nicht

Es gibt zu wenig Hausärzte. Du bist also auf dem richtigen Weg.

Mit freundlichen Grüßen

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