Was muss man alles machen/wissen wenn man in Zukunft mal nicht mehr bei den Eltern wohnt?

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6 Antworten

Die Frage ist zu komplex um sie hier mal schnell zu beantworten. Aber bisher hat es noch jeder junge Mensch geschafft. Um so näher das rückt um so mehr wirst du dich mit den Details auseinander setzen und dann auch wissen was zu tun ist.

Ich schreibe jetzt mal was mir dazu einfällt ohne zu behaupten das das vollständig ist.

Wohnungen gibt es in allen Preisklassen. Wichtiger ist zu wissen was du verdienst und auf dem Konto haben wirst damit du dann eine Wohnung aussuchst die du dir auch leisten kannst. Nicht vergessen das du ca. 2 Montasmieten als Kaution zusätzlich brauchst.

Steuern werden die alle vom Gehalt abgezogen. Du bekommst ein Bruttogehalt und davon werden Steuern abgezogen. Übrig bleibt dann das Nettogehalt. Das ist dann die Summe die du am Konto hast.

Wenn du ausziehst musst du vor allem deinen Wohnsitz ummelden, bei der für Gemeinde / Stadt in der du dann lebst.

es ist sinnvoll sich mindestens eine Haftpflichtversicherung und Hausratsversicherung abzuschließen. Andere Versicherungen kann man sich dann langsam dazu holen wenn man sich zurecht gefunden hat und weiß was man braucht und sich leisten kann.

so viel mehr ist es erst mal gar nicht.

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Deine Frage ist durchaus berechtigt. Leider lernt man heutzutage überhaupt nichts mehr für das wirkliche Leben in der Schule. Mein Sohn schimpft da schon seit Jahren drüber. Was man den Kindern nicht zuhause beibringen kann, lernen sie einfach nicht. Das fängt bei harmlosen Sachen, wie Kochen, Putzen, Aufräumen... schon an. In keiner Schule lernt man das mehr. Welcher Schüler kann heutzutage noch stricken oder häkeln, ein Loch in einer Hose oder einem Socken stopfen oder einen Knopf annähen? Aber genau DAS braucht man für´s Leben.

Seit September ist mein Sohn auf einem Berufsgymnasium, und da haben sie eine Lehrerin für Wirtschaftslehre erwischt, die sich bereit erklärt hat, mit den Schülern auch solche Dinge durchzunehmen (das theoretische zumindestens). Aber das ist wohl eher die Seltenheit.

Was eine Wohnung kostet, ist ortsgebunden. Nimm mal deine Tageszeitung oder Wochenblatt und schau mal unter den Wohnungen, die vermietet werden. Wenn ich mal von einer 2-Zimmerwohnung ausgehe, die kostet bei uns schon zwischen 400 und 800€ kalt. Dann nochmal 150 - 300€ Nebenkosten (Warmwasser, Heizung, Telefon, Strom, Müllabfuhr...). Dann sollte man eine Haftpflichtversicherung haben, wenn man jemandem (oder in der gemieteten Wohnung) etwas kaputt macht. 

Steuern sind ja abhängig von deinem Verdienst. Du kannst davon ausgehen, dass du je nach Höhe vom Verdienst von deinem Bruttogehalt am Schluss zwischen 55 und 75 % ausbezahlt bekommst. Der Rest sind Abgaben an den Staat.

Dann brauchst du noch Geld, um zu überleben (also Lebensmittel, etc.). Da kannst du pro Person zwischen 50 und 100€ die Woche rechnen, wenn du sparsam bist. Wenn du ein Auto brauchst, kostet das auch Versicherung und Benzin.

Letztendlich ist alles davon abhängig, welchen Anspruch man selber hat. Aber um alleine zu wohnen, solltest du mal mindestens einen Bruttogehalt von an die 2000€ haben. Alles eben davon abhängig, wie hoch an deinem Ort die Lebenshaltungskosten sind. BW und Bayern sind da wohl ziemlich am teuersten.

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Das ist eine sehr kluge Denkweise. 

Ehrliche Menschen werden Dir auf so eine Frage keine pauschale Antwort geben können. Denn geltendes Recht verändert sich ständig. 

Es lässt sich also nur dazu raten, sich online nach kostenlosen Newslettern im Bereich Recht und Urteile umzusehen. Und Immobilien, nicht zu vergessen. 

Ich beziehe einige solcher kostenlosen Newsletter. Daraus nenne ich Dir gerne das eine oder andere Beispiel über die Sinnhaftigkeit des Bezugs und dass es sich wirklich lohnt, sich in diese Sprache einzulesen:

Wir alle haben ein Girokonto als Erwachsene. Ohne geht es ja heute nicht mehr. Nun hat sich 2012 das Recht verändert, welches sich mit Lastschriftverfahren befasst. Dazu habe ich gerade eben einen Artikel von einem Rechtsanwalt in einem meiner NL gelesen. 

Für mich kommt diese Informationswiederholung - wurde 2012 schon mal in mindestens einem meiner NL besprochen - genau richtig. Denn mir wurde von einer betrügerischen Seite versucht Geld per angeblicher Lastschrift zu stehlen. Scheinbar steht dahinter mein Internet-Provider. Tatsächlich aber eben nicht. 

Nun sind bei mir Geführen und Zeitaufwand entstanden. Handelt sich zwar nur um ein paar Euro, aber wer sich nicht wehrt lebt verkehrt und auch Kleinvieh macht Mist. 

Ein anderes Beispiel ist das Mietrecht Das ist eine sehr umfangreiche Geschichte die sich ständig verändert. 

Ich bin ein reichlich friedlicher Mensch. Das verstehen manche Menschen falsch und bilden sich also ein, sie können mir auf der Nase herum tanzen. 

Meinen neuen Vermietern hatte ich schon vor drei Jahren, als sie sich bei mir vorstellten, ausführlich die Bedeutung eines Bundesgerichtshofurteils für mein Mietverhältnis dargelegt und sie eingeladen, sich mal den Volltext durchzulesen. Hier wäre ich nicht nur im Recht, ich kann auch im Bedarfsfall aufgrund ausreichender Dokumentationen eine Anschlussklage als Gegenklage auf den Weg bringen. Was den Vermietern heftigen Ärger einbringen kann. 

So weit zur Vorgeschichte. Letztes Jahr steht dann meine Vermieterin unangemeldet vor dem Haus und meint, sie will eine anlasslose Wohnungsbesichtigung. Über den Balkon habe ich ihr geantwortet, dass ich ja Nichts zu verbergen habe und sie ruhig kurz hoch kommen kann. 

Sie sagte mir dann mündlich zu, ihr Mann wolle mir eine Sache machen, die nicht verpflichtend ist. Darüber haben wir dann noch per Mail miteinander Austausch gehabt. 

Dann kam sie also noch mal mit ihrem Mann nach wenigen Wochen. Und auf ein Mal war das Versprechen nicht erfüllbar. Aus daher gelogenem Grund. Und ihr Mann führte sich mir gegenüber wie ein Nazi gegenüber einem Sinti auf. Also so verfassungswidrig, dass es auf Facebook in der entsprechenden Gruppe - Mietrecht heißt sie - Vermietern die Sprache verschlug. 

Ok. Daraus hätte dann also ein Rechtsstreit werden können. Das ist in Deutschland so der Normalfall. Kostet Zeit und Nerven. Und ein Stück Gesundheit. Habe ich sehr wenig Bock drauf. 

Nun lese ich aber seit Jahren über geltendes Recht. Und zum Immobilienrecht gehört auch die Frage nach Aufnahmen durch eine Kamera. In der Wohnung kann ich machen was ich will. Darüber habe ich meine Vermieter schriftlich informiert. 

Seither habe ich Ruhe. 

Wissen schadet also nicht nur der Dummheit, Wissen über geltendes deutsches Recht welches unseren Alltag so regelt kann auch eine Menge an Zeit und Aufwand ersparen. 

Schaue also einfach mal online nach kostenlosen Newslettern rund um Recht und die Dich interssierenden Themenbereiche. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich längst nicht alle abonnierbaren NL beziehe, denn mich muss nicht mehr jedes Rechtsgebiet interessieren. 

Und schaue auf Facebook nach, welche Gruppen es zu den verschiedenen alltäglichen Themenbereichen so gibt. 

Denn geltendes Recht ist nie starr und eine Schablone. 

Und wenn Du mit einer Ausbildung beginnst werde auf jeden Fall Mitglied der zuständigen Gewerkschaft. Das muss der Ausbildungsbetrieb ja nicht wissen. Es reicht, wenn er es merkt sollte er sich nicht an geltendes Recht Dir gegenüber halten. 

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eine wohnung kostet miete und die miete findest du mal so als groben überblick im netz unter immobilienscout oder ähnlichen seite. da kannst du dir vom wohnklo bis zur villa alles ansehen und gucken was es in deiner umgebung so kostet.

wenn du die wohnung beziehst, ist in der regel kaution fällig - also drei monatsmieten oder mehr. dazu kommen die kosten für die einrichtung: vom löffel bis zum sofa musst du geld angespart haben um dir das zusammen zu kaufen. unter umständen muss die gesamte wohnung vor einzug erst noch renoviert werden, also kommen noch zwischen 200-500 euro renovierungskosten auf dich zu: farbe, spachtel, eimer, tapete, was man eben so braucht.

dazu kommen kosten für die lieferung deiner möbel, vielleicht aufbauservice etc. da kommt ein ganzer batzen kosten auf dich zu, den du erstmal erarbeiten musst.

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Hallo xXxoxo,

wichtige Fragen und gute Überlegungen! Aber Angst haben musst du nicht.

Zunächst mal musst du ja nicht ausziehen, bevor du 18 bist. Vielleicht wohnst du ja auch noch eine Zeit bei deinen Eltern. Zumindest sind diese unterhaltspflichtig, bis du eine erste Ausbildung abgeschlossen hast.

Wenn du 18 bist, dann nennt man das volljährig, reif, selbstständig, mündig. Und das heißt dann, das du auch so weit bist, dir selbst deine Infos zu holen (Internet googeln, Bekannte fragen, Zeitungsanzeigen lesen......).

Und du wirst dich vielleicht wundern: Die beste Quelle sind die Eltern selbst, die du befragen kannst. Die wohnen nämlich auch ohne ihre Eltern, kennen die Formulare, zahlen Steuern, wissen, was die Wohnung kostet.

Meine Kenntnisse darüber habe ich zumindest weitgehend von meinem Vater.

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Gar nicht viel! Das Wichtigste:

Wo und wie erreiche ich Mama und Papa, wenn ich eine Frage habe oder wenn ich was brauche. Ersatzweise, falls beide nicht erreichbar sind, wen könnte ich sonst noch fragen.

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