Was muss im Notfallschrank drin sein?!?

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4 Antworten

Vorgeschrieben ist gar nichts in Gemeindezentren.

In Betrieben richtet es sich nach der Anzahl der Beschäftigten Personen.

Bis zu 50 Personen reicht ein kleiner Verbandkasten nach DIN 13157

Der nächstgrößere ist der Verbandkasten nach DIN 13169. Aber der dürfte für eure Zwecke etwas überdimensioniert sein.

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exxonvaldez 18.04.2016, 23:16

Medikamente dürfen da übrigens auf keinen Fall rein!

Du kommst in Teufels Küche, wenn jemand gegen die Kopfschmerztablette allergisch ist, die du ihm gegeben hast.

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Du kannst dich auch an eine Apotheke wenden.Die Überprüfen die Haltbarkeit der vorhandenen Mittel,tauschen aus und Ergänzen den Bestand.

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Alles was im Verbandkasten drin ist, da es ein offener Kreis ist der darauf Zugriff hat.

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Gesetzlich ist nichts vorgeschrieben, man darf alles lagern, was Medikamente betrifft. Für rezeptpflichtige Medikamente brauchst du natürlich ein Rezept und sollten nachdem die Behandlung abgeschlossen ist nicht wieder eingenommen werden. Jede Beschwerde kann andere Ursachen haben, deswegen im Zweifel zum Arzt.

Das Wichtigste (kurz gefasst):
- Pflaster in verschiedenen Größen
- Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen)
- Durchfallmedikament (z.B. Perenterol -> stoppt nicht den Durchfall, wie Imodium, was die Bakterien im Darm hält)
- Desinfektionsmittel
- Notrufnummern
- Salbe bei Gelenks- und Rückenschmerzen (z.B. Voltaren)
- Fiebersaft (z.B. Nurofen)
- eventuell Allergiemedikamente, Notfallspritzen, Insulin, usw.

Viele Apotheken bieten an, einen Apothekenschrank zusammenzustellen. Lass dich doch dazu in einer Apotheke beraten.

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Schekki12 18.04.2016, 22:48

Bei allem respekt,
Ob Medikamente in einen öffentlich zugänglichen "Notfallkasten" im Gemeindehaus gehören wage ich zu bezweifeln.

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kleinerhelfer97 19.04.2016, 00:22

Oh, hab das mit dem Gemeindehaus überlesen. Dachte das wäre für den privaten Haushalt.
Da würde ich eher auf Pflaster, Verbandsmaterial und Notrufnummern setzen.

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garfield262 19.04.2016, 00:33

Du glaubst doch nicht wirklich, dass Medikamente wie Insulin leichtfertig irgendwo in Erste-Hilfe-Schränken aufbewahrt sein und ggf. sogar durch Laien angewandt werden dürfen. Das kann so unfassbar sehr in die Hose gehen, da hast du überhaupt keine Vorstellung von.

Was denkst du, weswegen Leute wie ich erst jahrelang Medizin studieren, bevor wir uns an eine eigenverantwortliche medikamentöse Therapie Dritter wagen dürfen?

Verbandmaterial etc. ist eine Sache, aber alles was in irgendeiner Form in den Körper eingreift (und da stehen Medikamente aber sowas von mit an der Spitze!) sind absoluter Arztvorbehalt und werden das auch immer bleiben.

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kleinerhelfer97 19.04.2016, 01:04

Ich habe, wie bereits gesagt, die Frage falsch verstanden. Es ging bei meiner Antwort um den privaten Haushalt, nicht in einem öffentlichen Gemeindehaus.
Rezeptfreie Medikamente können die meisten Erwachsenen selber anwenden. Man muss kein Medizin studiert haben, um bei einfachen Kopfschmerzen nach Aspirin zu greifen, wenn man keine Unverträglichkeiten aufweist und die Packungsbeilage beachtet.  

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garfield262 19.04.2016, 09:34
@kleinerhelfer97

Es macht dabei auch keinen Unterschied, ob es sich um einen privaten oder allgemein zugänglichen Notfallschrank handelt. Was denkst du sagen Versicherungen und Rechtsprechung, falls du jemandem einfach mal ne Ladung Insulin verpasst und dieser dann aufgrund Hypokaliämie, Hirnödem o.ä. zumindest eine massive dauerhafte Gesundheitsschädigung erfährt, wenn nicht sogar verstirbt? Was, wenn das Insulin aus welchen Gründen auch immer (fehlerhafte Charge o.ä.) nicht zur Anwendung hätte kommen dürfen?

Im Falle frei verkäuflicher Medikamente wie Ibuprofen (bis zu bestimmten Dosierungen) etc. ist es in der Tat etwas lockerer, im Falle verschreibungspflichtiger Medikamente (z.B. Insulin) allerdings spricht der Gesetzgeber eine eindeutige Sprache. Derartige Medikamente dürfen ausschließlich nach Rücksprache mit einem Arzt und nach dessen Anweisung zur Anwendung genutzt werden, andernfalls bestehen nicht nur gesundheitliche Risiken. Wieso sollte in diesen Fällen ein Arzt überhaupt übergangen werden? Ich verstehe das wirklich nicht.

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kleinerhelfer97 19.04.2016, 12:34

Insulin bekomm man nur auf Rezept, hast du auch gesagt. Also weiß derjenige im Haus, wie man es anzuwenden hat. Kein Laie ist so blöd und setzt eine Spritze. Soviel gesunden Menschenverstand setze ich voraus.

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garfield262 19.04.2016, 13:31
@kleinerhelfer97

Klang in dem Zusammenhang jedoch anders. Eine Dauermedikation ist nicht zuletzt kein Bestandteil einer gewöhnlichen Hausapotheke. Du hättest damit auch sagen können: In eine Hausapotheke gehört ein Fentanyl-Nasenspray; natürlich nur vorausgesetzt, dass der Betreffende Schmerzpatient ist und eine entsprechende Verordnung erhalten hat. Dies ist jetzt nur eine von abertausenden Analogien, die man noch mit anführen könnte. 

Kurzum: In einer gewöhnlichen Hausapotheke (es wird erstmal von einem soweit gesunden Nutzer ausgegangen) wie auch in einem öffentlich zugänglichen Notfallschrank haben "scharfe" Medikamente nichts verloren; die Gefahren der fehlerhaften Anwendung oder des Missbrauchs sind zu hoch. Letztendlich sind Hausapotheken etc. dazu gedacht, dass der Inhalt für jedermann zugänglich und bestimmt ist.

Insulin bekomm man nur auf Rezept, hast du auch gesagt. Also weiß derjenige im Haus, wie man es anzuwenden hat.

Richtig, und zwar in der Anwendung bei sich allein. Das impliziert, dass das entsprechende Medikament nichts in einer Hausapotheke o.ä. zu suchen hat, da der Inhalt dieser für den allgemeinen Gebrauch gedacht ist (wie z.B. Verbandmaterial oder Paracetamol in Tablettenform). Läge in dieser ebenfalls Insulin o.ä. herum, könnte ein Dritter auf die Idee kommen, dieses nach "eingehender" Internetrecherche ohne ärztliche Absprache zu verwenden. Falls du anmerken wolltest, dass besagte Person, welcher z.B. das Insulin verschrieben wurde wisse, wie das Medikament im Zweifelsfall auch bei Dritten anzuwenden wäre: Genau dies wäre die Situation, vor der ich in den vorigen Kommentaren warnte. Es ist lebensgefährlich, auf das eigene, schwammige und vollkommen substanzlose Halbwissen zu vertrauen und eigenmächtig ärztliche Tätigkeiten vorzunehmen. Dies kann, wie bereits gesagt, u.a. auch in strafrechtlicher Verfolgung münden.

Kein Laie ist so blöd und setzt eine Spritze.

Sei dir da nicht so sicher, du wirst mir nicht glauben, wie sehr ich in meiner medizinischen Tätigkeit bis dato schon eines besseren belehrt worden bin. Ein Beispiel: Ein 15-jähriger Junge, welcher vor seiner Sportprüfung etwa 7000 mg ASS in Wasser löste und zu sich nahm. Begründung: ASS verdünne das Blut (im Sinne einer Hämodilution) und verbessere dadurch die Durchblutung der Muskulatur, was zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit führen solle. Endeffekt: Der Junge hätte sich um Haaresbreite seine Nieren auf Nimmerwiedersehen verhunzt und auch aus dem Alter, in dem ASS (insbesondere in dieser Dosierung) das Reye-Syndrom auslösen kann ist noch nicht ganz vorbei gewesen; von der Möglichkeit einer massiven Blutung durch Blockierung der thrombozytären Blutgerinnung ist hier mal ganz abgesehen.

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