Was muß ich tun um Sterbebegleiter zu werden und welche Voraussetzungen muß ich mitbringen?

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5 Antworten

Hallo,

schön, dass Du so eine schwere Aufgabe übernehmen möchtest.

Eine Voraussetzung sollte meines Erachtens eine persönliche Stabilität sein. Ein 'gesundes' Verhältnis zum Tod, also das Wissen darum, dass Leben und Tod zusammengehören wie Tag und Nacht, Freude und Leiden etc. finde ich ebenfalls von Bedeutung.

Gutes, aufmerksames Zuhörenkönnen, Empathie, Mitgefühl (nicht zu verwechseln mit Mitleid) und Achtsamkeit sind gute Begleiter.

Des weiteren sollte man dabei eine gute eigene Psychohygiene betreiben und sich entsprechende Strategien aneignen. Darüber erfährt man in guten Ausbildungen aber auch einiges.

Die Ausbildungswege findest Du über google: Sterbebegleiter. Es ist aber kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern sind private Angebote, die auch bezahlt werden müssen. Tipp: gut vergleichen.

Die Tätigkeiten können von Aufgaben in Hospizen über private Angebote reichen.

"Nicht die Tage des Lebens zählen, sondern das Leben in den Tagen" Es gibt übrigens auch gute Literatur.

Viel Erfolg

Buddhishi

Kommentar von Kollossos
31.03.2016, 03:43

Toll das ich in der Nacht noch so viele Menschen erreiche und mir weitergeholfen wird. 

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Kommentar von Kollossos
31.03.2016, 03:54

Buddhishi, ich glaube das ich mit dem Tod gut umgehen kann. Ich sehe ihn als Teil vom Leben. Außerdem habe ich schon selbst Bekanntschaft mit ihm gemacht.

Der Tod hat mir noch nie Angst gemacht, das Sterben schon eher.

Deinen Ratschlag werde ich nicht außer Acht lassen . Danke dir

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Hallo,
Ich finde es super wie du dich um andere kümmern willst. ❤️
So Leute bräuchte es öfter.
Geh mal in das Spital in deinem Ort und frag nach ob du mal rein kannst zu so ner Person..

Kommentar von Kollossos
31.03.2016, 03:30

Jasmin, danke für deinen Kommentar. Wenn ich in dahin gehe würde ich gerne wissen was ich mitbringen muß. Zum Beispiel ob Religion ein Solle spielt. Usw.

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Kommentar von 2001Jasmin
31.03.2016, 03:37

Nee, ich denke nicht das das ne Rolle spielt 😄😄

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Eine Bekannte von mir macht das auch. Die hat sich einer Hospizgruppe angeschlossen und bekam dort Ausbildung und Supervision bzw. psychische Betreuung. Wichtig ist, dass die Sterbehelfer eine Möglichkeit haben, das erlebte mit Kollegen zu teilen und zu verarbeiten. Du willst ja helfen, dabei aber selber "gesund" bleiben.

Kommentar von RiekeLuka
19.08.2016, 21:31

Bitte Verzeih mir Hamburger02, es ist mir einfach sehr wichtig das es mehr ins Bewusstsein der Menschen tritt das Sterbehilfe etwas völlig anderes ist. Über Sterbehelfer liest man in den Zeizungen, es sind die jenigen die sich strafbar gemacht haben, weil sie einem Menschen Hilfestellung beim Sterben also quasi beim Suizit geleistet haben. Sterbende begleiten auf ihrem Weg ist das was du ganz sicher auch meintest. Diese Fehlbenennung kommt noch immer sehr häufig vor, verständlich denn es ist ja noch immer ein eher leises Thema... schon lauter als vor 20 Jahren aber noch nicht laut genug. Es ist richtig was du sagst, auch die Sterbebegleiter brauchen gerade in der Anfangszeit Begleitung. Ich habe mich gefreud, und freue mich noch immer , hier zu sehen das sich immer mehr Menschen mit diesem Thema auseinander setzen, besonders wenn sie , so wie du sich darüber klar sind  das sie auf ihr gesundsein und bleiben achtgeben.

Ich danke dir und allen die sich mit dem Thema Sterbebegleitung befassen und dabei sich selber nicht aus den Augen verlieren.

Ich denke das ist ein ganz wichtiger Teil, wenn ein Mensch fragt welche Vorraussetzung ein Mensch braucht wenn er Sterbebegleitung machen möchte. Nichts ist für einen Sterbenden schlimmer als erkennen zu müssen das er einen hilflosen Helfer bei sich hat, er wird dann nämlich in eine Lage gebracht wo er glaubt den Helfer trösten zu müssen. Um das zu verhindern ist es wichtig das der Begleiter sich seiner Kraft bewusst wird und das geht nur, wenn er weiß an wen er sich wenden kann für den Fall das eine Begleitung einem auch manchmal das Herz schwer werden lässt.

Ich möchte nicht besserwisserisch sein, nur ein wenig aufmerksam machen.

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Wende dich an die Hospitzbewegung. Da werden immer wieder Kurse angeboten. Mitzubringen sind, Liebe, Geduld, Mitgefühl und inneren Frieden mit den Tod!

Kommentar von Kollossos
31.03.2016, 11:14

Habt alle vielen Dank . Ich habe schon Vieles umgesetzt. Ihr seit echt prima. Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg . Dankeschön.

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Ich weiß, dass es so eine Kurs/Schulung gibt, an dem/der man teilnehmen muss.
Aber Genaueres wird dir dein Krankenhaus oder auch ein Hospiz sagen können.
Religionszugehörigkeit spielt keine Rolle, soweit ich das mitbekommen habe. Eine Freundin von mir macht das seit einiger Zeit.

Kommentar von latricolore
31.03.2016, 03:39

Was war wohl falsch an meiner Antwort?
tststs...

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Kommentar von Kollossos
31.03.2016, 03:40

Vielen Dank, danke euch sehr. Ich werde mich heute schlau machen. Der Gedanke läßt mir keine Ruhe.

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