Was muss ich machen damit ich kostenfreie Psychologentermine bekomme?

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10 Antworten

Wenn du dir einen suchst, der auch Kassenpatienten nimmt (viele/manche nehmen nur Privatpatienten oder Selbstzahler, vorher fragen!), zahlt die Krankenkasse auf jeden Fall die ersten 5 Termine. Danach muss ein Antrag bei der Kasse gestellt werden, den erstellt aber der Psychologe und du musst nur unterschreiben. Darin muss er dann auch begründen, warum eine Therapie notwendig wäre, falls sie das denn ist. :)

Leider haben die meisten sehr lange Wartezeiten. Wenn du den Termin dringend brauchst, kannst du auch deine Krankenkasse anrufen, ob sie dir einen vermitteln kann oder du wendest dich an die zentralen Vermittlungsstellen für freie Therapieplätze. Ich weiß aber nicht, ob es solche Vermittlungsstellen überall gibt.^^

Und suche dir lieber einen Psychologen als einen Psychiater! Die dürfen zwar auch Therapieren, sind aber Ärzte und eigentlich eher für medikamentöse Behandlung gedacht. Nur Psychologen haben Psychologie studiert und haben deshalb mehr Ahnung davon. Den Unterschied kennen viele nicht, darum sag ich das gerade noch mal.^^

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Wuestenamazone 21.11.2016, 10:03

Jeder Psychologe oder Psychiater nimmt Kassenpatienten. Was erzählst du da. Ich bin zum Hausarzt hab ne Überweisung geholt und der hat dann nen Termin gemacht. Nix Gutachten. Als Privatpatient bekommt man schneller einen Termin aber das ist schon alles

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Ravenwings 21.11.2016, 10:05
@Wuestenamazone

Nein, hier in der Stadt gibt es sogar sehr viele, die nur Selbstzahler nehmen und mich als Kassenpatienten weggeschickt haben! Es hat nicht jeder Psychologe auch eine Kassenlizenz. Mein Onkel ist z.B. auch Psychologe und hat keine, der darf gar keine Kassenpatienten behandeln, selbst wenn er wollte.

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claubro 21.11.2016, 11:13
@Ravenwings

Man kann die Kosten aber auch von der Krankenkasse übernehmen lassen, wenn es sich nicht um einen Therapeuten mit Kassenlizenz handelt. Dann ist das Prozedere nur etwas umständlicher. Der Therapeut stellt dann eine Rechnung und schickt die dann an die Krankenkasse. Dafür muss man nachweisen, dass es dringend ist und man keinen Platz in akzeptabler Zeit bei einem Kassentherapeuten bekommt. Entschieden wird das vom MDK.

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Nimm deine Krankenkassenkarte und melde dich an. Da du allerdings vermutlich auf den Beginn der Therapie lange warten musst, kannst du diese Zeit überbrücken, indem du Gespräche in einer Beratungsstelle führst. Auch dort arbeiten oft therapeutische Fachkräfte. Das ist kostenlos und die Wartezeit ist überschaubar.

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Tamtamy 21.11.2016, 11:07

Dem schließe ich mich an!

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Du musst nicht unbedingt sofort zu einem Therapeuten, da sind die Wartezeiten meist auch sehr lang. Ein Psychiater tut es für den Übergang auch, das ist ein Arzt, also brauchst du nur deine Kassenkarte.

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Du musst als erstes zu Deinem Hausarzt, der muss bestätigen,dass Du eine Psychotherapie benötigst. Mit diesem Schreiben gehst Du zu einem Therapeuten und der wird sich erstmal mit Dir unterhalten, und wenn er das auch so sieht, wird er eine entsprechende Kostenübernahmeanfrage an die Krankenkasse schicken.

Die schreiben Dir dann - bei meinem Mann war das so - wieviel Stunden sie übernehmen.

Psychotherapeuten in Deinem Umfeld findest Du hier

https://www.jameda.de/

Hier kannst Du auch gleich nachlesen, auf was sie sich spezialisiert haben und wie zufrieden die Patienten waren.

Du musst einige der Reihe nach anrufen und kurz am Anrufbeantworter Dein Problem schildern und um Rückruf bitten. Derjenige, der den nächstliegenden Termin vergibt, den nimmst Du dann und den anderen sagst Du der Reihe nach ab.

So habe ich das gemacht, als ich für meinen Mann einen Therapeuten gesucht habe.

lg Lilo

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Tamtamy 21.11.2016, 11:03

Es braucht definitiv keine Überweisung! Man kann sich DIREKT an einen (von den Krankenkassen anerkannten) Psychotherapeuten wenden.

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LiselotteHerz 21.11.2016, 11:31
@Tamtamy

Das war bei meinem Mann auch kein Überweisungsschein, sondern eine schriftliche Befürwortung, dass er aus diesem und jenem Grund eine Therpie braucht.

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Tamtamy 21.11.2016, 11:35
@LiselotteHerz

Vielleicht handelte es sich auch um den sog. 'Konsiliarbericht'. Dieser ist notwendig, wenn tatsächlich eine Psychotherapie beantragt wird.

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Such dir mehrere Therapeuten in deiner Umgebung und mach einen Termin für ein Erstgespräch, die sind immer kostenfrei. Allerdings werden viele von vornherein sagen, dass sie momentan keine Zeit haben....stell dich drauf ein, dass es eine Weile dauert.

Dann geh zu deinem Hausarzt und lass dir ein Schreiben geben, dass er eine Therapie empfielt - das kann aber auch ein andere Arzt oder Psychologe machen.

Nach den Erstgesprächen musst du schauen, ob einer dabei war der dir gefällt - also du musst dich bei dem Menschen schon wohl fühlen - und der auch Zeit hat. Dann beantragst du 5 Sitzungen - da wird dann über Grundlegendes gesprochen. Danach schreibt der Therapeut einen Antrag für die Krankenkasse und beantragt aufgrund seiner Einschätzung eine Kurz- oder Langzeittherapie.

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Wuestenamazone 21.11.2016, 10:13

Ich weiß echt nicht wo ihr herkommt. Ich leide an Panickattacken und Burn out Stadium 3. Ich bin seit 2 Jahren in Behandlung und noch nie hat die Kasse was verlangt. Ich geh dahin fertig und die Kasse zahlt.

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claubro 21.11.2016, 10:30
@Wuestenamazone

Ja?! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, worauf du hinaus möchtest. Wenn die Kasse den Antrag für Therapie gewährt, bezahlt der Patient auch nicht - wie bei jedem anderen Arzt auch. Ich habe doch nirgends behauptet, dass der Patient zahlen muss, oder?

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Tamtamy 21.11.2016, 11:06
@Wuestenamazone

Es kommt darauf an, was mit 'Behandlung' gemeint ist. Für eine reguläre Psychotherapie braucht es definitiv eine Antragstellung und eine Bewilligung durch die Krankenkasse.
Für einzelne Gespräche beim Psychiater, die sich als begleitende Behandlung auch über längeren Zeitraum erstrecken können, aber dann mit Abstand von mehreren Wochen, braucht es keine Bewilligung.

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Falsch! Der Hausarzt bestätigt gar nichts. Das kann er auch nicht, da er nicht ausgebildet dafür ist
Man braucht keine Überweisung.

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Du gehst zu deinem Hausarzt und schilderst deine Probleme. Von ihm bekommst du dann eine Überweisung zu einem Psychologen.

Das übernimmt die Kasse ohne Probleme. Stell dich aber auf eine Wartezeit ein. Kurzfristig wird da gar nichts gehen es sei denn da wo du wohnst gibt es genügend.

Alles Gute

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Dahika 21.11.2016, 09:55

Man braucht keine Überweisung.

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Wuestenamazone 21.11.2016, 10:09
@Dahika

Ich hab eine gehabt und der Termin wurde auch ausgemacht. Stimmt seit ich dort bin habe ich keine mehr gebraucht. Und habe nichts bezahlt wie hier behauptet wird.

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Der einfachste Weg wäre sicher, sich gar nicht auf einen Psychologen zu versteifen.

Niedrigschwellige Hilfe bekommst du zB kostenfrei bei der Telefonseelsorge (dort helfen geschulte ehrenamtlich Tätige Laien).

Ebenfalls kostenfrei sind Beratungstermine in einer Beratungsstelle (meist bei Sozialarbeitern).

Psychologen werden nicht von der Krankenkasse bezahlt. Bezahlt werden Termine bei kassenzugelassenen Psychotherapeuten, egal ob es sich um psychologische oder ärztliche Psychotherapeuten handelt. Hier geht es aber um Behandlungen (und nicht um Beratungen), wenn eine psychische Erkrankung vorliegt. In dem Fall kann es sinnvoll sein, (zunächst) einen Facharzt für Psychiatrie aufzusuchen. Empfehlenswert ist dann aber (auch wenn es nicht verpflichtend ist), zuerst mit dem Hausarzt zu sprechen.

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Gehe zum Hausarzt und hole Dir eine Überweisung

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Das zahlt die Krankenkasse

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