Was muss ich dem Arzt sagen, wenn ich Depressionen habe?

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11 Antworten

Hey,

Du musst ihm nicht alles erzählen, wenn Du nicht willst - das einzige, was Du willst, ist ja eine Überweisung zu einem Facharzt, in dem Fall zu einem Facharzt für Psychiatrie, ergo einem Psychiater. Dieser wird sich dann mit Dir befassen, sich vermutlich erstmal einen groben objektiven Überblick über Dich verschaffen, indem er sich wenn Du noch in die Schule gehst, die letzten Zeugnisse anguckt und ggf. auch objektiv erkannte Symptome von Deinen Eltern oder demjenigen, mit dem Du zusammenlebst, erfragen.

Das alles geschieht natürlich mit Deinem Einverständnis - wenn Du also nicht willst, dass der Psychiater Deine Eltern zu Rate zieht, wird er das auch nicht machen. Du stehst im Mittelpunkt der Behandlung und ein Arzt gibt Dir ja ohnehin immer nur Empfehlungen für die Behandlung.

Um nochmal auf den Anfang zurückzukommen: Du musst Deinem Arzt nicht von den persönlichen Details erzählen, die Deiner Verdachtsdiagnose zugrunde liegen. Er muss Dich ja nur überweisen, nichts genau diagnostizieren. Also erzählst Du ihm einfach von ein paar Symptomen, die auftreten und dass Du vermutest, unter einer Depression zu leiden. Dann wird er mit Dir besprechen, was nun zu tun ist - höchstwahrscheinlich wird er Dir einen Facharzt in Deiner Nähe empfehlen, zu dem er Dich überweisen wird und dort wird dann das weitere Vorgehen besprochen, also Diagnose, wenn nötig Psychotherapie und/oder Medikation.

Alternativ wäre es natürlich auch möglich, dass Du Dich gleich an einen Psychiater in Deiner Nähe wendest. Der ist auch nur ein Arzt und unterliegt genauso der Schweigepflicht wie jeder andere Arzt auch. Das wäre auch eine Lösung, für die Du Dich entscheiden könntest. Wenn es also nicht so schlimm ist, dass Akutintervention (sofortiges Eingreifen) notwendig ist, kannst Du auch direkt bei einem Psychiater einen Termin vereinbaren (mit Überweisung bekommst Du zwar möglicherweise schneller einen Termin, aber auch direkt ist die Wartezeit bei Psychiatern nicht großartig länger als bei anderen Ärzten).

Also alles kein Drama, das schaffst Du schon! :-)

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Der erste Schritt ist mit dem hausarzt darüber ausführlich zu reden. Das ha eich meinerzeit auch gemacht und mein arzt hat sich extra für mich 1 Stunde Zeit genommen nachdem alle Patienten weg waren um sich meine Story anzuhören. Ein zwei Minutengespräch kann kaum Vertrauen aufbauen und der Arzt kann sich auch nicht so schnell ein Bild von Dir machen. Daher bestehe auf ein ausführlicheres Gespräch. Damit kann der Arzt dann etwas anfangen und Dich ggfls zu einem Psychater überweisen. Eine Therapie bekommst Du sowieso nicht gleich verschrieben, denn dafür ist es noch viel zu früh. Der Psychater wird sich Deine Story in kürze nochmals anhören und ggfls. bekommst Du Medikamente verschrieben die unterstützen sollen. Ob es die richtigen sind mit positiver Wirkung wird sich dann erst festetellen lassen inwiefern Du damit zurecht kommst. Evtl muss dann auch mal das Medikament getauscht werden, wenn das ergebnis nicht zufriedenstellend ist. Das war bei mir genauso, denn ich habe durch die ersten Medikamente gut 20kg zugenommen. Das war nicht gerade förderlich. Daher bestehe auf Medikamente die Dein Hungergefühl im Griff halten können und nicht fördern. Anst muss man bei der sache nicht haben, denn es wird ja einem geholfen. Also lieber jetzt als daß es noch schlimmer wird oder es gar zu Spät ist für eine einfache Behandlung und Du eingewiesen werden mußt. 

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Depressionen sind eine Diagnose, die ein Arzt stellt. Du musst ihm nicht sagen, dass du Depressionen hast, falls du welche hast, wird er das merken.

Du gehst zum Arzt und schilderst deine Beschwerden, wie bei allen Krankheiten auch. Er weiß dann was zu tun ist und wohin er dich ggf. überweist.

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Einem anderen Arzt wirst du das alles ja auch erklären müssen und noch viel mehr,da er deine ganze Krankengeschichte wissen muss,um dich richtig behandeln/überweisen zu können.

Also ist es besser zum Hausarzt zu gehen.Jeder Arzt hat Schweigepflicht und  es gibt fast nichts,was ein Arzt nicht schon gehört hat,denn du bist sicher nicht die einzige,die dieses Problem hat.

Wenn du willst,das dir richtig geholfen wird,musst du mit diesem Schritt beginnen.

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Ich würde dir empfehlen ganz genau das zu erklären, was du empfindest und wie sich deine Depressionen und deine soziale Angst äußern. Ich weiß, dass der erste Schritt sehr schwer ist, aber vergiss nicht es schon sehr mutig ist sich Hilfe zu holen und eine Therapie zu beginnen. Nicht viele trauen sich das!
Ich bin sicher, dass du es schaffst es deinem Arzt zu erzählen. Wenn es dir sehr unangenehm ist kannst du nach dem Gespräch ja den Arzt wechseln.
Viel Glück!

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Man geht nicht zum Arzt und sagt "Ich habe Depressionen" - das stellt nämlich jemand anders fest, nicht du und auch nicht das Internet. 

Geh einfach hin und sage, dass es dir nicht gut geht und dass du gerne mit einem Therapeuten reden möchtest. 

Allerdings brauchst du, soweit ich weiß, keine Überweisung. 

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Man sollte hier zunächst schauen, ob der Hashimoto da nicht sein Unwesen treibt und die Ängste physischer Natur sind. Ist Deine Schilddrüse gut eingestellt?

Bekommst Du Eisen und B12 gegen die Anämie? Man sollte erst die körperlichen Baustellen angehen, da evtl. der Psychologe dann gar nicht mehr notwendig ist.

Wenn Du dennoch gehen möchtest, sagst Du es genau wie hier offen und ehrlich, dass Du eine Überweisung möchtest, Dich aber nicht näher drüber auslassen möchtest, was Dich bedrückt. Den Begriff Depression sollte man allerdings wirklich erst verwenden, wenn ein Fachmensch diese Diagnose gestellt hat.

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Du kannst auch ohne Überweisung zum Jugendpsychiater oder Jugendpsychotherapeuten gehen. Nur vorher Termin machen.

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Hallo dandelion3,

deine Angst ist irrational das weißt du selber und dein Arzt wird dich eher für vernünftig halten als für Bekloppt!

Also trau dich und geh zum Arzt! 

Gute Besserung!

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Als Laie ist niemand in der Lage, bei sich selbst Depressionen zu diagnostizieren. Da jeder Arzt der Schweigepflicht unterliegt solltest Du Dich überwinden und mit ihm sprechen.

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Kommentar von Willibergi
18.07.2017, 19:33

Als Laie ist niemand in der Lage, bei sich selbst Depressionen zu diagnostizieren.

Da der Diagnose einer Depression ausschließlich subjektive Symptome zugrunde liegen, ist das sehr wohl möglich.

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Hallo. 

Erzähl dem Arzt das so wie es oben steht, und dann hat er sicher noch ein Paar Fragen.

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