Was muss ich beim Rechnungschreiben als Student beachten?

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3 Antworten

Das Finanzamt meinte, dass diese Jobs unter den Freiberuf fallen, ich also kein Gewerbe anmelden muss, um Rechnungen zu schreiben.

Interessante Aussage.

Ich sehe am Babysitten nichts was künstlerich, journalistisch oder wissenschaftlich sein sollte (vgl. § 18 EStG), noch den Kammerberufen angehört. Auch ein Nachhilfelehrer fällt nicht darunter (gibt es Urteile zu). Also Gewerbe anmelden, die Tätigkeit IST gewerblich!

Das möchte ich aber ja nicht, gibt es also eine Freibetragsgrenze und wenn ja wie hoch?

Warum finden alle Menschen Steuern zahlen so schlimm. Ich hab einen Steuersatz von 42% und finde das ganz toll.

Wenn dein voraussichtlicher Jahresumsatz 17.500,- € (Achtung runterrechnen auf den Monat!) nicht übersteigt, bist du Kleinunternehmer nach § 19 Abs. 1 UStG. Du solltest es dann tunlichst unterlassen in deinen Rechnungen die Umsatzsteuer auszuweisen.

Einkommensteuern fallen an, wenn dein zu versteuerndes Einkommen 8.472,- € übersteigt. Um das zu erreichen müsstest du vermutlich über 10.000,- € Gewinn machen.

Gewerbesteuer ist kein Thema aktuell.

Und was passiert mit meinem Versicherungsstatus (momentan bin ich noch über meine Eltern versichert)?

§ 10 Abs. 2 SGB V.

405,- € pro Monat an Gewinn kannst du unschädlich für die Familienversicherung generieren. Ab Januar sogar 415,- €.

Jetzt mal was kalkulatorisches:

Wie viel gedenkst du in Rechnung zu stellen? Willst du pro Stunde abrechnen? Wie hoch schätzt du deine Gewinnmarge?

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Kommentar von Fuchsania
01.12.2015, 11:11

Ich nehme pro Stunde 15 € in der Nachhilfe. Wöchentlich komme ich damit auf 75 €. Das Babysitting mache ich für 9 € die Stunde und bin da wöchentlich bei ca. 27 €. Heißt ca. 400€ im Monat.
Ja ich will nach Stunde, bzw. beim Babysitting in Halbenstunden abrechnen.
Zur Gewinnmarge kann ich wenig sagen. Da ich mein Semesterticket habe und somit keine Fahrtkosten und die Druck bzw. Blockkosten sich pro Stunde bei max. 5 ct. befinden.

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Kommentar von Fuchsania
01.12.2015, 11:14

Nach § 18 EStG gehören aber auch unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten dazu.

"Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. 2Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit,"

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Das möchte ich aber ja nicht,

hätteste lieber nicht bein FA angerufen..

Du musst dich jetzt beim FA anmelden (der Zweizeiler) dann den Bogen ausfüllen und jährelich ne EStE abgeben mit Gewinnermittlung. Rechnungen kannste dann normal schreiben aber erstmal ohne USt außer du kommst über 17500€ (Kleinunternehmerregelung) der Freibetrag für die ESt sind so ca. 8400€

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Kommentar von nope23
01.12.2015, 10:58

die Versicherung dürfte so bleiben wie gehabt bin ich mir aber nicht ganz sicher

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Warum sollte dir ein Steuerrechtler diese Fragen kostenlos beantworten? Du machst die Nachhilfe doch auch nicht kostenlos, oder?

Les mal diesen Paragraphen:

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/BJNR010050934.html#BJNR010050934BJNG001408140

Und dann machst dich noch schlau, wo der Unterschied zwischen einer freiberuflichen und einer gewerblichen Tätigkeit liegt.

Freigrenzen gibt es da nicht, Freibeträge auch nicht - außer bei Gewerbebetrieben in der Gewerbesteuer - aber das dürfte dir zu "hoch" sein.

Was die Krankenkasse betrifft, da rufst die mal an und fragst nach. Dafür werden die bezahlt, die Antwortgeber hier nicht.

Ziemlich arrogant die Eingangsfrage - meine Empfindung.

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Kommentar von Fuchsania
01.12.2015, 10:59

Aber ich beantworte in diesem Forum auch kostenlos Fragen zu Unterrichtlichenthemen.
Ich hatte einfach gehofft, dass es nette Menschen gibt, die Ahnung haben und gerne Fragen beantworten, weshalb sie auch in diesem Forum sind.

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