Was muss ich beim Fotografieren von Feuer beachten?

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Wenn du ein Shooting planst, nehme ich mal an, dass die nötige Technik vorhanden ist, also Spiegelreflex oder gute Bridge? Dann sollte es kein Problem sein.

Zunächst misst du die nötige Belichtungszeit bei vorgewählter Blende, OHNE(!) Feuer. Die gemessene Belichtungszeit stellst du dann ein. Damit die Flammen im Bild praktisch "eingefroren" werden, sollte die Belichtungszeit nicht länger als 1/250 sein; notfalls lieber die Blende auf und/oder den ISO hoch. Sonnenschein kommt dir da schon sehr entgegen. Allerdings würde ich bei Tageslicht ca. 1/3 bis 2/3 Belichtungsstufen unterbelichten, damit die Flammen richtig zur Geltung kommen. Am besten ein paar Probeschüsse machen.

Ach ja: Und vergiss den Blitz, zu dem dir einige geraten haben! Der klaut dir praktisch alle Farben aus den Flammen.

Viel Spaß! :-)

interessant. du rätst wiederum zu einer kurzen belichtungszeit? ja, das mit einfrieren fänd ich schöner, als den verschwimmeffekt mit langzeitbelichtung, denke ich... mal überlegen ;) bzw. vllt ausprobieren. ja, ich arbeite nebenher als fotografin. nur normalerweise mach ich halt nix mit feuer.

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@Lenalein1

Jep, aus zwei Gründen: Erstens verschwimmen die Flammen bei einer längeren Belichtungszeit zu einer eher konturlosen gelb-orangen Wolke. Und zweitens geht der Feuerspucker bzw. die Feuerspuckerin ja gleichzeitig mit dem Kopf zurück, um sich nicht die Haare zu versengen. Das Ergebnis ist dann ein herrliches Beispiel für unerwünschte Bewegungsunschärfen ;-)

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Feuerspucken läßt sich auch im Freien festhalten, für gute Fotos braucht es aber Übung und Fingerspitzengefühl.

Beim Feuerspucken hast Du das Problem, daß die Flamme nie gleich ist, mit der Größe der Flamme schwankt auch die abgegebene Helligkeit und der Bildbereich. Außerdem hast Du sehr starke Lichtunterschiede zwischen Flamme, Akteur und Umgebung. Die größte Kontrolle hast Du bei Benutzung eines Blitzes, allerdings gehen dabei wesentliche Farbanteile der Flamme verloren.

Bei einer Digicam hast Du zusätzlich das Problem der Auslöseverzögerung - Du mußt also ein Gespür für den Akteur und damit für den Moment des Auslösens bekommen (sonst ist vielleicht alles vorbei, bis die Cam auslöst).

Stell die Schärfe manuell auf die Nase des Akteuers ein - wenn die Cam erst noch scharfstellen muß, braucht sie noch länger oder Du bekommst nur "Flammenbrei"

was für eine auslöseverzögerung? das hat neulich schon jemand gesagt. meine kamera löst sehr schnell aus. ich nutze wie gesagt, manuelle einstellungen. ich hab auch schon sprunhgfotos und solche sachen gemacht, wo es auch drauf ankam, den richtigen moment zu erwischen. das sollte nicht das problem sein. ich dachte eher an sowas wie blitzen/nicht blitzen, aber das hast du ja auch beantwortet. dankeschön.

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es ging nicht um "im freien", sondern um "bei tageslicht"

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Hallo! Der beste und schönste weg ist es wenn du bei nach oder abend Fotografierst, da dort das feuer am besten herauskommt. Die belichtungszeit Eher kurz ansetzten, so ne 400-1000 sekunde, da Feuer sich mehr bewegt als gedacht! Iso, je nach licht gut einstellen, bei tag 100-250 bei nacht 300-1000. Am besten ist es wenn du mit einem blitz aufheööst, sollte aber nicht der interne Kamerablitz sein sondern eher ein aufsteck, oder studioblitz sein. Wenn du einen hast, diesen manuell eher schwach einstellen, da du dein model nur aufhellen möchtest, und bei einer 1/13 leistung die meisten blitze nach 0,5 sek wieder betriebsfahig sind!

Gruß Offert Albers

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