Was muss ich beachten wenn ich einen 6 Meter Anhänger fahre?

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3 Antworten

Da deine Tätigkeit das Verarbeiten des transportierten Material ist und nicht der Transport deine Haupttätigkeit ist, bist du kein Berufskraftfahrer. Das hat mit der Größe deines Anhängers nichts zu tun. Du musst natürlich einen Führerschein der Klasse C1E oder CE besitzen oder den alten Klasse 3.

Seit dem 10. September 2009 sind alle Vorschriften des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes in Kraft getreten. Wer den Lkw-Führerschein erst ab diesem Stichtag erworben hat, muss, wenn er mit einem Lkw von mehr als 3,5 t zulässigem Gewicht gewerblich Güter befördern will, zusätzlich zum Führerschein die so genannte Grundqualifikation erwerben. Wer den Lkw-Führerschein schon vor dem Stichtag erworben hat, bleibt von dieser Vorschrift verschont. Als gewerblich gelten alle Transporte, die nicht privater Natur sind. Das bedeutet, dass beispielsweise auch Fahrer von Kommunalbetrieben (zum Beispiel städtische Müllabfuhr) von dieser Vorschrift betroffen sind.

Ausnahmen

Wer dagegen mit einem kleinen Lastzug, gebildet aus einem Zugfahrzeug von 3,5 t und einem Anhänger, gewerblich Güter befördert, ist von dieser Regelung nicht betroffen. Auch nicht betroffen sind beispielsweise die Feuerwehr und der Katastrophenschutz sowie Transporte, bei denen der Fahrer lediglich Ausrüstungen oder Material transportiert, das er zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt. Beispielsweise darf ein Dachdecker auch ohne Grundqualifikation mit einem großen Lkw die Ziegel zur Baustelle fahren, die er dort zum Dachdecken benötigt, solange die Fahrtätigkeit nicht seine Haupttätigkeit darstellt.

Weiterbildungspflicht

Allerdings müssen auch Fahrer, die ihren Führerschein vor dem 10.09.2009 erworben haben, innerhalb von fünf Jahren an einer mindestens 35 Stunden umfassenden Weiterbildung teilnehmen. Die Weiterbildung darf auf fünf Blöcke zu jeweils 7 Stunden verteilt werden, die auch in verschiedenen Jahren besucht werden können. Da die Weiterbildungspflicht am 10.9.2009 begonnen hat, muss jeder Betroffene Lkw-Fahrer spätestens am 10.9.2014 die Teilnahme an der Weiterbildung nachweisen können. Bei der Verlängerung des Führerscheins wird dann der Nachweis der Weiterbildung im Führerschein eingetragen. Wird bei der Verlängerung des Führerscheins der Nachweis über die Weiterbildung nicht vorgelegt, führt dies dazu, dass für die Gültigkeit des Führerscheins und die Gültigkeit der Grundqualifikation verschiedene Daten gelten. Der Fahrer müsste dann innerhalb von fünf Jahren jeweils zwei Mal bei der Behörde einen neuen Führerschein beantragen. Dies ist zwar ohne weiteres möglich, aber jeweils mit Kosten verbunden. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Verlängerung des Führerscheins auch die Teilnahme an der Weiterbildung nachzuweisen.

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Fortsetzung:

Die Tachoscheibe, oder richtig gesagt das EU Kontrollgerät wird benötigt um die max. Lenkzeiten nachzuweisen. Für Berufskraftfahrer ist das ab 2,8 Tonnen nötig.

Nicht-Berufskraftfahrer, zu denen du gem. deiner Beschreibung du gehörst, benötigen das erst ab 7,5 Tonnen.

Bei Lieferfahrten bis 7,5 Tonnen können auch Berufskraftfahrer ohne EU Kontrollgerät fahren, wenn sie einen Arbeitskontrollschein vor Fahrtbeginn ausfüllen.

Möchtest du also ganz sicher gehen und allen Diskussionen bei einer Kontrolle aus dem Weg gehen, fülle halt solch einen Zettel aus, auch wenn es eigentlich für dich nicht nötig ist.

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Nichts für ungut, aber das lernt man doch in der Fahrschule.

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Kommentar von brundle34
04.01.2016, 19:17

Ich habe meinen Führerschein 1986 gemacht,da hat sowas noch keinen Interessiert

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