Was muss ich beachten, wenn ich als Christ im Koran lesen möchte?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einige wichtige Fakten zum Koran sind:

  1. Die Suren sind mit Ausnahme der ersten Sure der Länge nach angeordnet. Es gibt also keine sinnvolle Reihenfolge der Texte. Von dem her spielt es keine Rolle, wie man den Koran liest. Meiner Meinung nach fängt man hinten bei den kurzen Suren an. Zum Beispiel bei Sure 111, wo man sehr schön sieht wie der Prophet mit seiner Verwandtschaft umging.

  2. Die Araber erzählen uns, den Koran könnte man nur auf arabisch verstehen und Übersetzungen sind sowieso falsch. Da wollen sie wohl von dem Inhalt ablenken. Effektiv behaupten sie, dass Mohammed, der Engel Gabriel, Allah oder wer sonst immer die Schreiberlinge des Koran waren, keinen verständlichen Text aufsetzen konnten,

  3. Der Koran muss von allen Muslimen wortwörtlich genommen werden. Wie lösen sie die vielen widersprüchlichen Angaben im Koran. Dafür gibt es die Abrogation. In Sure 13:39 heisst es: „Wenn wir einen Vers (aus dem Wortlaut der Offenbarung) tilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir (dafür) einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. " Auf gut deutsch sagt Allah: "Was geht mich mein Geschwätz von gestern an? Es gilt immer nur die jüngste Sure." Jetzt musst du nur noch herausfinden, was jeweils für eine bestimmen Befehl Mohammeds die neueste Sure ist. Die Reihenfolge im Koran hilft nicht weiter (siehe oben). Die hinteren Suren sind nicht die neuesten, es sind die kürzesten.

Weiß du überhaupt etwas über die Sure 111?

Ein kath. Priester in Russland hat diese Sure gelesen und war so was davon beeindruckt, das Er kurze Zeit später zum Islam konvertierte.

Bei dir stößt diese Sure auf Ablehnung, wobei andere dadurch Ihren Glauben wechseln.

Der Grund dafür ist, das du nicht weiß was diese Sure auf sich hat, weil du die Entstehungsgeschichte dieser Sure nicht kennst.

0

Du wirst da so einige Begriffe finden, die dir nicht geläufig sind. Setze dich da neben deinen PC und google nach dem Sinn des Wortes, welches du nicht verstehst.

Du kannst den Koran lesen, wie jedes andere Buch. Egal welcher Religion du angehörst. Genauso wie du die Bibel lesen kannst.

Bedenke, dass der Koran genauso wie die Bibel, Bücher sind, in denen irgendetwas niedergeschrieben wurde. Ob das alles stimmt was darin steht, weiss keiner. Vieles wurde später geschrieben, manches wurde frei erfunden.

Selbst Islamgelehrte legen manche Inhalte aus dem Koran unterschiedlich aus. Beispiel das Thema Kopftuch über das soviel diskutiert wird. Die einen sagen, es sei für eine Muslima verpflichtend, die anderen sagen es gibt keine Pflicht es tragen zu müssen.

Du wirst auf viele Widersprüche stossen. Bedenke, dass diese Niederschriften uralt sind und eher dem Verständnis der damaligen Zeit entsprechen und nicht der Zeit in der wir heute leben.

Es ist ein Buch, von Männern geschrieben. Die Frau hat sich dem Mann unterzuordnen. Allah hat den Mann als den Gebieter auserkoren.

Lies den Koran und mache dir ein Bild, was davon in unsere heutige Zeit passt, oder nicht.

Wenn man den Koran so liest, wie du es beschrieben hast, dann kommt genau, dass dabei raus, was du hier als Beitrag von dir gegeben hast.

Sicher kann man im Internet nach irgendwelchen Wörtern nachschlagen die man nicht verstanden hat, aber es wird dennoch keine große Hilfe sein, weil man die Entstehungsgeschichte der Suren kennen muss und ohne diese würden einem die Suren befremdlich oder zusammenhanglos vorkommen.

Im Grunde ist eine Koranübersetzung, ohne einen Korankommentar einfach wertlos.

0

Der Koran selbst ist eher eine art "Gebetsbuch" inhaltlich macht er nur wenige Aussagen über den islamischen Glauben. So merkwürdig sich das jetzt anhört die zwei "wichtigsten" (oder besser folgenreichsten) Gebote sind das man tun soll was Mohammed sagt und das Mohammed das edle Vorbild ist. Diese beiden Gebote führen dazu das die Sunna und die Hadithe für den gelebten Glauben von enormer Bedeutung sind. Alles was er getan hat dürfen auch die Muslime tun schließlich folgen sie damit nur ihrem edlen Vorbild (Ähnlich wie Christen sich Jesus zum Vorbild nehmen sollen) und wenn Mohammed gesagt hat das man dies oder das tun soll ist das für Muslime auch verpflichtend. (Tut was er sagt)

Die Meisten Gebote des Islam befinden sich in den Überlieferungen außerhalb des Korans. Als Beispiel, die Vorschriften wie die Salat (Pflichtgebet) statfindet und wann und wie oft es praktiziert wird stammt nur zu einem kleinen Teil aus dem Koran.

Der Koran selbst ist neben einigen wenigen Geboten die sich in ihm befinden hauptsächlich so etwas wie ein Gebetsbuch. Man betet die Suren des Korans auf arabisch, heufig lernt man einige dazu auch auswendig manche Muslime können den gesamten Koran auf arabisch aufsagen, ohne das sie die arabische Sprache verstehen. Das hört sich für uns merkwürdig an, aber wenn man bedenkt das man den Koran als Gebetstext ansieht ist es nachvollziehbar das man den Koran auf arabisch lesen muss.

Was möchtest Du wissen?