was muß ich als erstes tun um eine erwebsminderungsrente zubekommen

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5 Antworten

Hallo Sklave2012,

Sie schreiben:

was muß ich als erstes tun um eine erwebsminderungsrente zubekommen? Mein Gesundheitszustand hat sich sehr stark verschlechtert. Einige Kuren hinter mir. Will jetzt meine Erwerbsminderungsrente einreichen. Mit welchen Schritten muß ich starten ? Bin Angestellte/ 60% Schwerb. 1965 geb.<

Antwort:

Mit Geburtsjahrgang 1965 (ca. 47 Jahre) sind Sie nach dem sehr wichtigen Stichtag 1.1.1961 geboren und haben somit keinerlei Vertrauensschutz mehr bei Berufsunfähigkeit!

Das heißt:

Sie müßen knallharte Fakten schaffen und glasklar nachweisen, daß Ihre noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf Dauer, auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag innerhalb einer 5-Tage-Woche, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

Wichtiger Knackpunkt:

Leichte Tätigkeiten sind laut Rentenversicherung:

Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw.

Fazit:

Zuerst müßen Sie Ihren Antrag konsequent vorbereiten und Ihre Hausaufgaben machen!

Tabellarische Krankengeschichte ausarbeiten und die einzelnen Angaben mit Attesten belegen!

Aktuelle Arztberichte von Ihren behandelnden Ärzten, Kliniken, REHA-Einrichtung besorgen!

Eine Krankenakte anlegen, Originalunterlagen kopieren und sauber sortieren!

Originalunterlagen nicht aus der Hand geben!

Rechtsschutz und Rechtsbeistand sicherstellen!

Fakten schaffen!

Keinen Antrag einreichen ohne kompetenten Rechtsbeistand!

Mitglied werden im VDK oder einem anderen Sozialverband mit Sozialrechtsschutz!

Videoanleitungen auf Youtube mit Stichwort "Erwerbsminderungsrente beantragen", befolgen!

Lesen Sie auch die aktuelle Broschüre der Deutschen Rentenversicherung, Das Netz für alle Fälle" gründlich durch!

In dieser Broschüre erhalten Sie einen guten Überblick über die Materie, ersetz aber keinen Rechtsbeistand!

Machen Sie Ihren Hausarzt zu Ihrem Partner, denn ohne den Hausarzt geht nichts!

Bitte beachten Sie auch:

REHA geht vor Rente!

Treten Sie keine REHA-Maßnahme an ohne den Status "Arbeitsunfähig", denn sonst können Sie nicht als arbeitsunfähig aus der REHA entlassen werden!

Wer aber arbeitsfähig ist, der ist auch nicht erwerbsgemindert!

Wer ohne glasklare Arztberichte die REHA-Maßnahme antritt, der verläßt sich auf die vertragsabhängigen Mediziner der Rentenversicherung, welche Ihre Formulierungen meist zu Gunsten Ihres Auftraggebers in den Entlassungsberichten formulieren!

Eine mindestens 6-monatige, ununterbrochene Zeit der Arbeitsunfähigkeit sollte nachgewiesen werden können!

Wenn weitere Fragen auftreten, bitte einfach wieder melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hier zu antworten, alles mit dem Hausarzt zu besprechen ist verdammt dünnes Eis! Ein Hausarzt ist ein Hausarzt und kein Experte im Rentenrecht. Mein Hausarzt hat mir gegenüber zumindest zugegeben, dass er sich mit dem Rentenrecht nicht auskennt und ich mir lieber kompetenten Rat von einem Rechtsexperten holen sollte - er sei einzig und allein für die Wiederherstellung der Gesundheit da. Welche Formulierungen bei einer Beurteilung notwenig sind, davon hat er keinen Plan. Gut, wenn man das so deutlich gesagt bekommt....und wehe jemand hat einen Doc, dem das völlig egal ist ;-)

Antrag ausfüllen, R 100 und R 210 und mit deinem Arzt sprechen ob er den Antrag befürwortet. Mfg

Sprich mit Deinem Hausarzt.

Zu deinem Hausarzt gehen. Der bespricht es mit dir.

Und dann einen Antrag bei der RV stellen.

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